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2012

Katharina Baunach: „Für solche Spiele hat es sich gelohnt zu kämpfen“

Zum ersten Mal seit 1990 stehen die Frauen des FC Bayern München im DFB-Pokalfinale, am Samstag (ab 16 Uhr live im ZDF) geht es in Köln gegen den 1. FFC Frankfurt . Ein ganz besonderes Highlight für den Verein und auch U23-Nationalspielerin Katharina Baunach .

Beim letzten Training auf Aschheimer Boden strahlte am Donnerstagabend die Sonne von einem fast wolkenlosen Himmel, knapp 48 Stunden vor dem großen Finale im RheinEnergieStadion war Schonprogramm angesagt, bei Torschussübungen und Standardsituationen wurde noch einmal am letzten Feinschliff gefeilt, bevor das Team am Freitagmorgen mit dem Bus die Reise nach Köln antrat.

Pokalfinale als Belohnung „Für mich persönlich ist es ein großes Highlight nach der ganzen Leidenszeit“, so Baunach im Gespräch mit Womensoccer . Mehr als eineinhalb Jahre plagte sie sich mit einer Osteoporose im Knie herum, monatelange Arztbesuche, Therapien und Reha-Maßnahmen waren 2010 und auch noch Anfang 2011 stete und lästige Begleiter, bis sie im Sommer wieder richtig Fußball spielen konnte.

Heiß auf Frankfurt Und so ist das Pokalfinale eine Belohnung für eine Spielerin, die vor ihrer Verletzung auf dem Sprung in die A-Nationalmannschaft war. „Für solche Spiele hat es sich gelohnt zu kämpfen und niemals aufzugeben“, freut sich die 23-Jährige auf das Spiel der Spiele. „Es ist für die ganze Mannschaft ein besonderes Ereignis, ob für die Spielerinnen oder den Betreuerstab. Wir sind heiß auf dieses Spiel und werden uns alles abverlangen, um den Titel nach München zu holen.“

Bundesliga -Duell kein Gradmesser In der Bundesliga gab es vor einigen Wochen auf eigenem Platz eine 1:2-Niederlage, bei der das knappe Ergebnis über die wahren Kräfteverhältnisse an diesem Tag hinwegtäuschte. Doch besorgt ist Baunach darüber nicht. „Das Pokalfinale kann man mit dem Bundesliga-Alltag nicht vergleichen, es wird ein anderes Spiel werden.“ Zumal damals Bayern-Trainer Thomas Wörle einigen Stammspielerinnen eine Verschnaufpause gab und seine Elf auf einigen Positionen umstellte. Doch der 1. FFC Frankfurt war für die Münchnerinnen in der Vergangenheit kein Lieblingsgegner.

Gelungene Generalprobe „Wir kennen ja die Stärken, die Frankfurt auszeichnet. Für uns ist es einfach wichtig, dass wir kompakt stehen und unser eigenes Spiel aufziehen.“ Bei der Generalprobe am vergangenen Sonntag gelang dies eindrucksvoll beim 2:0-Sieg gegen den favorisierten FCR 2001 Duisburg . „Das war ein gutes Spiel, auch wenn wir in der ersten Halbzeit etwas Glück hatten. Wir sind hinten gut gestanden und haben unsere Spielzüge nach vorne effektiv gestaltet.“

Fans sollen Bayern zum Sieg tragen Eine Formel, die auch gegen den favorisierten 1. FFC Frankfurt zum Erfolg führen soll. „Wir gehen zwar als Außenseiter ins Spiel, aber trotzdem ist alles möglich.“ Und Baunach freut sich auf die für Aschheimer Verhältnisse gigantische Zuschauerkulisse, die in Köln warten wird. „Das ist noch einmal ein besonderer Ansporn, wenn die Fans einen pushen, um noch mehr Laufwege gehen zu können als normal.“