Der Endspurt beginnt
Titelrennen und Abstiegskampf in der Bundesliga biegen auf die Zielgeraden ein. Für die Spitzenteams heißt es, in den Fernduellen nicht den Anschluss zu verlieren. Der FF USV Jena könnte mit einem Sieg in Leipzig den Klassenverbleib nahezu unter Dach und Fach bringen.
„Nun beginnt für uns die heiße und entscheidende Phase, in der wir gegen vermeintlich einfache Gegner die Punkte holen müssen. Das wird nicht einfach, zumal es auch für Leipzig um alles geht“, sagt Jenas Cheftrainer Daniel Kraus. Gewinnt Jena beim Tabellenschlusslicht, würde der Vorsprung auf Leipzig bereits neun Punkte betragen, auf Bayer 04 Leverkusen möglicherweise sieben Zähler – dafür müsste die Werkself allerdings gegen den VfL Wolfsburg verlieren.
Wolfsburg will Tabellenführung verteidigen Die Wolfsburgerinnen, die momentan an der Tabellenspitze liegen, gehen natürlich favorisiert in die Partie in Leverkusen. Ihre letzten Aufgaben haben die „Wölfinnen“ souverän gemeistert und im engen Titelrennen auch ihr Torverhältnis verbessert. Doch Leverkusen spielt eine gute Rückrunde, hat gegen Potsdam gepunktet und in der vergangenen Woche in Freiburg gewonnen, wodurch der VfL die Werkself sicherlich nicht unterschätzen wird.
Potsdam empfängt den FCB Sollte Leverkusen die Überraschung gelingen, könnte der 1. FFC Turbine Potsdam mit einem Sieg gegen den FC Bayern München wieder den Sprung an die Tabellenspitze schaffen. Die Münchenerinnen haben erst unter der Woche ein Nachholspiel gegen den 1. FFC Frankfurt bestritten und verloren . Für Potsdam ist es der erste Auftritt nach dem Ausscheiden in der Champions League .
Dezimierte Freiburgerinnen zu Gast in Frankfurt Im Hinspiel unterlag der 1. FFC Frankfurt beim SC Freiburg., und so warnt FFC-Trainer Sven Kahlert: „Wir werden uns auf eine SC-Formation einstellen müssen, die aus einer sicheren Abwehrhaltung heraus auf ihre Konterstärke vertraut, und mein Kollege Milorad Pilipovic hat dafür einige schnelle Spielerinnen in seinen Reihen.“ „Es ist wichtig, dass wir in Frankfurt schnell die richtige Einstellung zum Spiel finden und unsere Chance suchen und hoffentlich auch finden werden. Als Sportler will man ja eigentlich jedes Spiel gewinnen, aber wenn wir in Frankfurt gut spielen und es dennoch nicht reichen sollte, bin ich auch nicht unzufrieden“, erklärt Pilipovic. Er muss, wie schon im gesamten Saisonverlauf, auf viele Spielerinnen verzichten. Hasret Kayikci, Lydia Miraoui, Caroline Abbé, Chioma Igwe, Margarita Gidion, Essi Sainio, Teresa Straub und Sonja Giraud stehen nicht zur Verfügung.
Duisburg ist gewarnt Ausgerechnet mit einem Sieg gegen den FCR 2001 Duisburg beendete der SC 07 Bad Neuenahr in der Hinrunde seine Negativserie; im Anschluss stabilisierten sich die Kurstädterinnen im Mittelfeld. „Neuenahr ist eine gefestigte Mannschaft mit spielerischen Qualitäten – und dann haben sie noch Célia [Okoyino da Mbabi]“, so FCR-Trainer Marco Ketelaer vor dem Heimspiel gegen den SC, das am Sonntag ab 14 Uhr live auf DFB-TV übertragen wird. „Natürlich bleiben wir bei unserem Anspruch, dieses Spiel gewinnen zu wollen“, so Ketelaer weiter. „Wir wollen gerne Meister werden und auf jeden Fall dazu beitragen, dass die Bundesliga bis zum Schluss spannend bleibt“, fügt FCR-Nationalspielerin Simone Laudehr an.
HSV empfängt Essen Außerdem kommt es am Sonntag zum Mittelfeldduell zwischen dem Hamburger SV und der SG Essen-Schönebeck. Die Essenerinnen haben vor der Partie mit Jessica Bade und Kyra Malinowski zwei Langzeitverletzte zu beklagen , außerdem fällt Spielführerin Melanie Hoffmann mit einem Muskelfaserriss aus.