Potsdams Leistungssteigerung reicht nicht zum Finaleinzug
Die Hürde lag zu hoch, der 1. FFC Turbine Potsdam hat das Blatt nach der 1:5-Hinspielniederlage im Halbfinale der Champions League gegen Olympique Lyonnais nicht wenden können. Trotz einer Leistungssteigerung im Vergleich zur Vorwoche kamen die Potsdamerinnen nicht über ein 0:0 hinaus, sodass Lyon zum dritten Mal in Folge ins Endspiel einzieht.
Mit der Aufgabe, vier Tore gegen den Titelverteidiger erzielen zu müssen, begannen die Potsdamerinnen engagierter als vor Wochenfrist. Sie versäumten es jedoch über die gesamten 90 Minuten, die sich bietenden Möglichkeiten auszunutzen.
Frühe Chance für Thomis Die Französinnen erwischten den besseren Start, insbesondere Nationalspielerin Elodie Thomis war ein ständiger Unruheherd. Schon in der zweiten Minute hätte sie die Gäste mit 1:0 in Führung bringen können, als sie der Potsdamer Hintermannschaft enteilte, dann aber das Tor verfehlte. Die Potsdamerinnen zeigten sich bemüht, aber auch zu umständlich in ihren Aktionen, während die Gäste schneller umschalteten, den konsequenteren Eindruck machten und auch ohne Ball besser arbeiteten.
Torlose erste Halbzeit Doch mit einer guten Möglichkeit von Patricia Hanebeck (10.) kamen die Potsdamerinnen besser ins Spiel. Zehn Minuten später war es Jennifer Cramer, die frei zum Schuss kam, aber zu wenig Druck auf den Ball brachte, so dass Lyons Torhüterin Sarah Bouhaddi keine Mühe hatte. Doch die Gäste befreiten sich nach einer guten Viertelstunde aus der Druckphase der „Turbinen“. Im Spiel nach vorne waren sie schneller, brauchten weniger Ballkontakte. In der 28. Minute war es Eugenie Le Sommer , die vor Alyssa Naeher frei zum Schuss kam. Die US-Amerikanerin im Potsdamer Tor war jedoch zur Stelle. Drei Minuten ließ Thomis der Potsdamer Hintermannschaft erneut keine Chance, war aber im Abschluss zu inkonsequent. Bis zur Halbzeitpause verflachte die Partie etwas, mit 0:0 gingen die Mannschaften in die Kabine.
Potsdam verstärkt die Offensive Nach dem Seitenwechsel verstärkte Turbine-Trainer Bernd Schröder die Offensive und schickte Genoveva Anonma und Antonia Göransson aufs Feld. Die Taktik ging auf. Anonma hatte in der 48. Minute bereits die Führung auf dem Fuß, doch ihr Schuss wurde von Corinne Petit Franco auf der Linie geklärt. Ähnlich knapp war es in der 54. Minute, als ein Freistoß von Isabel Kerschowski nur die Latte traf.
Gelbrot für Thomis Den Potsdamerinnen lief die Zeit davon, und die Chancenverwertung in der zweiten Halbzeit war mangelhaft. In der 75. Minute klärte Sonia Bompastor einen Ball von Hanebeck per Kopf auf der Linie. Sechs Minuten später traf Yuki Nagasato nur die Latte. Diese beiden Möglichkeiten erlebte Lyons Thomis schon nicht mehr auf dem Platz. Die Nationalspielerin hatte in der 60. Minute nach einem überflüssigen Foul an Viola Odebrecht korrekterweise die Gelbrote Karte gesehen.