Frankfurt will Spitzenduo unter Druck setzen
Englische Woche für den 1. FFC Frankfurt : Zwischen dem DFB-Pokalhalbfinale und dem Halbfinalhinspiel der Champions League am Sonntag bei Arsenal LFC treffen die Hessinnen heute Abend in einer vorgezogenen Bundesligapartie des 17. Spieltags auf Bayer 04 Leverkusen . Im Falle eines Sieges könnte – zumindest vorübergehend – der zweite Platz im Meisterschaftsrennen eingenommen werden.
Nachdem am vergangenen Wochenende der 1. FFC Turbine Potsdam und der VfL Wolfsburg siegreich waren, geht es für die Frankfurterinnen ab 17.30 Uhr darum, den Anschluss an das Spitzenduo zu halten. Tabellenschlusslicht Leverkusen kämpft hingegen um wertvolle Punkte im Kampf um den Klassenverbleib, der mit sieben Punkten Rückstand auf Rang 10 allerdings in weiter Ferne liegt.
Heiße Phase für Frankfurt „Bei uns geht es derzeit Schlag auf Schlag. In allen drei Wettbewerben kommen wir jetzt in die heiße Phase, und es bleibt für unsere Mädels kaum Zeit zum Verschnaufen. Aber genau so wollen wir das ja auch haben, und wir freuen uns über die vielen Herausforderungen, die anstehen“, kommentiert FFC-Trainer Sven Kahlert die Englische Woche. Verzichten muss Kahlert gegen die Leverkusenerinnen, neben den Langzeitverletzten, auch auf Dzsenifer Marozsán, die sich im Pokalhalbfinale gegen den FCR 2001 Duisburg eine Verstauchung des linken Sprunggelenks zuzog.
Aufwärtstrend in Leverkusen Dennoch ist der FFC gegen Leverkusen in der klaren Favoritenrolle, wenngleich bei der Werkself zuletzt ein Aufwärtstrend zu erkennen war. Nach dem schwachen Saisonstart konnten die Rheinländerinn, die sich in der Winterpause unter anderem mit der australischen Nationalspielerin Sally Shipard verstärkt hatten, in der Rückrunde unter anderem gegen Tabellenführer Potsdam punkten. „Der deutliche Aufwärtstrend im Jahr 2012 zeigt, dass die Werkself besser spielt als ihr Tabellenplatz aussagt“, so Kahlert.
Doreen Meier: “Alles oder nichts” Und so gibt sich Bayer-Trainerin Doreen Meier vor dem Gastspiel in Frankfurt kämpferisch. Der gute Rückrundenstart habe das verloren geglaubte Selbstbewusstsein zurückgebracht, so Meier . Angesichts des Sieben-Punkte-Rückstands (bei einem Spiel in der Hinterhand) auf den FF USV Jena heiße es für ihre Mannschaft „alles oder nichts“. Meiers Marschroute ist daher klar: „Der Plan ist, so lange wie möglich einen Gegentreffer zu verhindern und im Kollektiv gegen den Ball zu arbeiten. Wir werden um jeden Meter kämpfen.“ Verzichten muss die Werkself in Frankfurt auf Johanna Elsig , die aufgrund ihrer fünften Gelben Karte gesperrt ist.