Chronik 2007 — 2019 8451 Beiträge 513 Transfers145 Vereine 540 Profile
WomenSoccer

2012

DFB-Pokal: Frankfurt nach Elferkrimi im Finale

Der 1. FFC Frankfurt hat als erstes Team das Finale im DFB-Pokal erreicht. Die Frankfurterinnen setzten sich nach einem spannenden Halbfinale erst im Elfmeterschießen gegen Duisburg durch, Desiree Schumann hielt gegen Nationalspielerin Linda Bresonik den entscheidenden Elfmeter.

Vor 2 180 Zuschauern im Stadion am Brentanobad setzten sich die Gastgeberinnen mit 5:4 nach Elfmeterschießen durch, nach regulärer Spielzeit und anschließender Verlängerung hatte es 2:2 gestanden, die Duisburgerinnen hatten in der Verlängerung den Siegtreffer gleich mehrfach auf dem Fuß.

Landström, Laudehr und Martens in Startformation Beim 1. FFC Frankfurt stand unerwartet Jessica Landström in der Startformation, beim FCR 2001 Duisburg bestritt Lieke Martens ihr erstes Pflichtspiel, Simone Laudehr stand nach ihrer Meniskusverletzung ebenfalls erstmals wieder auf dem Platz.

Führung durch Garefrekes Mit der ersten Chance des Spiels gingen die Frankfurterinnen in Führung: Landström setzte mit einem präzisen Pass Garefrekes ein, die ließ mit einem Schrägschuss aus 13 Metern Duisburgs Torhüterin Anke Preuß keine Chance (8.).

Wenig Highlights Die Gastgeberinnen bestimmten fortan das Geschehen und hatten das Spiel gegen zunächst harmlose Gäste unter Kontrolle, erarbeiteten sich aber keine ernsthaften weiteren Torchancen. Das sollte sich rächen, denn wie aus dem Nichts gelang den Duisburgerinnen der Ausgleich.

Islacker gelingt Ausgleich, Laudehr trifft Latte Ein schnell ausgeführter Freistoß von Gülhiye Cengiz überraschte die Frankfurterinnen und fand den Weg zu Mandy Islacker, die mit einem Schuss aus 18 Metern zum 1:1 traf (28.). Und nur Sekunden später wäre Duisburg fast in Führung gegangen, doch Laudehr traf mit einem Schuss knapp innerhalb des Strafraums nur die Latte (28.).

Verletzung von Maroszán Duisburg legte nun den Respekt ab und kam immer besser in die Partie, bei einem Getümmel im Frankfurter Strafraum lag ein zweiter Duisburger Treffer in der Luft (36.). Noch vor der Pause musste Frankfurts Trainer Sven Kahlert seine Formation umstellen, denn Dzsenifer Marozsán zog sich im Zweikampf mit Annike Krahn eine Bänderverletzung am linken Knöchel zu, für sie kam Saki Kumagai (38.).

Popp trifft in den Winkel Eine knappe Stunde war gespielt, da bewahrte Desiree Schumann ihr Team mit einer Glanzparade gegen einen Schuss von Alex Popp vor einem Rückstand (59.), Cengiz und Oster hatten die Nationalstürmerin mustergültig in Szene gesetzt. Doch die Duisburger Bemühungen wurden belohnt, Popp zog nach einem Fehlpass von Melanie Behringer einfach aus gut 20 Metern ab, der Ball landete im Kreuzeck (69.).

Lewandowski rettet Frankfurt in die Verlängerung Und auch in der Folge war das Spiel der Duisburger Elf gefälliger, Martens prüfte Schumann (79.). Doch dann schlugen die Frankfurterinnen mit einer Standardsituation zurück: Eine Ecke von Bajramaj beförderte Lewandowski per Kopf zum Ausgleich ins Netz (80.).

Duisburg verzweifelt an Schumann Es ging in die Verlängerung und auch hier hatte Duisburg die besseren Chancen, nach Flanke von Oster stieg Popp zum Kopfball, doch Schumann reagierte glänzend (99.). Und erneut hielt die Frankfurter Torhüterin ihr Team im Geschäft, als sie aus kurzer Distanz einen Schuss von Martens parierte (105.). Doch auch Frankfurt kam einem Treffer nahe, Behringer schickte Garefrekes am Flügel steil, doch deren Hereingabe traf die eingewechselte Svenja Huth nicht richtig (110.).

Krahn vergibt Matchball Im anschließenden Elfmeterschießen vergab zunächst nur Ana-Maria Crnogorcevic ihren Elfmeter, Duisburgs Kapitänin Annike Krahn hatte als letzte Schützin der Duisburgerinnen den Matchball auf dem Fuß, doch sie scheiterte an Schumann. Anschließend verwandelte Saskia Bartusiak , während Linda Bresonik ebenfalls an Schumann scheiterte und Frankfurt somit ins Finale einzog.