DFB-Pokal: Duisburg mit Neuzugängen nach Frankfurt
Im Halbfinale des DFB-Pokals empfängt Titelverteidiger 1. FFC Frankfurt am Sonntag ( 13 Uhr, live im HR ) den FCR 2001 Duisburg . Wer sich durchsetzt trifft im Endspiel auf den Sieger der Partie FC Bayern München gegen den Hamburger SV, die am Montag ausgetragen wird. In Frankfurt spricht die Bilanz der letzten Heimspiele gegen die Duisburgerinnen für den FCR, doch FFC-Trainer Sven Kahlert ist sich sicher, „wieder auf den richtigen Weg gefunden“ zu haben.
„Dass wir auswärts antreten müssen, sehe ich keineswegs als einen Nachteil für uns an. Schließlich haben wir im Stadion am Brentanobad die letzten vier Begegnungen allesamt gewonnen“, so Duisburgs Trainer Marco Ketelaer vor dem Gastspiel am Main. Dort kann der FCR auch auf die in der Bundesliga nicht spielberechtigten Neuzugänge Lieke Martens und Elena Hauer setzen.
Islacker und Laudehr fahren mit „Das gibt uns neue Variationsmöglichkeiten“, so Ketelaer, der auch die zuletzt verletzten Mandy Islacker und Simone Laudehr mit nach Frankfurt nehmen kann. Das Lazarett beim FCR hat sich merklich gelichtet, die Chancen beim Titelverteidiger beziffert Ketelaer mit „50 zu 50. Natürlich hat Frankfurt eine Klassemannschaft mit vielen herausragenden Spielerinnen und einem großen Kader, da müssen wir mit einer geschlossenen Teamleistung gegenhalten.“
Tagesform entscheidend An „ein Duell auf Augenhöhe, bei dem auch die Tagesform entscheiden kann“, glaubt Kahlert, der vor allem aufgrund des Champions-League-Rückspiels gegen LdB FC Malmö und dem Bundesligaduell mit dem SC 07 Bad Neuenahr optimistisch ist. „Uns war immer bewusst, dass wir spielerisch alle Möglichkeiten haben, aber beim Fußball muss man bei aller Qualität nun mal den Ball im Tor unterbringen und in dieser Hinsicht freue ich mich für die Mädels, dass sie den Hebel für entscheidende Tore wieder besser umlegen können.“
Auf Seiten der Frankfurterinnen fehlen weiterhin Kapitänin Nadine Angerer (Knorpelschaden im linken Knie) sowie Alexandra Krieger (Reha nach Kreuz- und Innenbandriss) und Valeria Kleiner (Aufbautraining nach Innenbandriss).
Zweites Halbfinale am Ostermontag Wer auch immer diese Partie gewinnt, wird am Montag sehr genau nach München blicken, denn in der Begegnung zwischen dem FC Bayern München und dem Hamburger SV wird der Finalgegner ermittelt. Die Münchenerinnen haben pünktlich vor dem Saisonhighlight die Vertragsverlängerung mit Neu-Nationalspielerin Lena Lotzen bekannt gegeben.
München will Aufwärtstrend fortsetzen „Was die Profis vom FC Bayern München gegen Dortmund schon vor Augen haben, wollen wir für den FC Bayern München ebenfalls erreichen“, gibt sich FCB-Trainer Thomas Wörle vor der Partie kämpferisch. Es ist bereits 22 Jahre her, dass die Münchenerinnen zum letzten Mal im Pokalendspiel standen. Doch der Trend der vergangenen Monate nährt den Optimismus beim FCB. Nach verunglücktem Saisonstart hat die Mannschaft durch drei Bundesligaerfolge in diesem Jahr das Abstiegsgespenst verscheucht. Gegen Hamburg gelang zuletzt ein Unentschieden.
Yaren gesperrt Für den Hamburger SV liegt die letzte Finalteilnahme „erst“ zehn Jahre zurück. Aber ausgerechnet im Halbfinale müssen sie nun auf Neuzugang Aylin Yaren verzichten, die nach ihrer Gelb-Roten Karte bei der 2:4-Niederlage ihres Ex-Clubs 1. FC Lübars gegen den FSV Gütersloh 2009 in der 2. Hauptrunde für den Pokalhit gesperrt ist.