Deutschland gewinnt Spitzenspiel gegen Spanien

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Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft hat einen wichtigen Schritt in Richtung Europameisterschaft in Schweden gemacht. Die DFB-Auswahl siegte nach zähem Beginn gegen Spanien überraschend deutlich mit 5:0.

Es war das Topspiel der Qualifikationsgruppe 2, denn beide Mannschaften lagen vor der Partie punktgleich an der Tabellenspitze. Nun ist die DFB-Auswahl alleiniger Tabellenführer, dafür bedurfte es jedoch einer deutlichen Leistungssteigerung zur zweiten Halbzeit.

Highlights der Partie anschauen

Spanien macht die Räume eng
„Ignacio hat seine Mannschaft hervorragend eingestellt“, lobte Bundestrainerin Silvia Neid ihren spanischen Kollegen Ignacio Quereda. Die Spanierinnen konnten sich zwar selbst keine nennenswerten Chancen herausspielen, waren aber auf dem Platz sehr präsent, ließen die Deutschen nicht zur Entfaltung kommen und machten die Räume eng. „Dafür war unsere Halbzeit sehr effektiv“, schmunzelte Neid – „eine Chance, ein Tor.“ Dies machte Célia Okoyino da Mbabi in der 24. Minute und brachte ihre Mannschaft dadurch auf die Siegerstraße.

Neid: „Wir haben uns reingebissen“
Es sollte beim 1:0-Halbzeitstand bleiben, aber nach dem Seitenwechsel fand die deutsche Mannschaft immer besser in die Partie. „Wir haben unser Spiel verändert, wollten enger an den Gegner und unsere Mittelfeldzone weiter nach vorne verlegen“, so Neid. Dadurch bauten die Deutschen mehr Druck auf, was sich schnell auszahlen sollte. Innerhalb von zehn Minuten schraubten Okoyino da Mbabi (58./68.) und die eingewechselte Alexandra Popp (61.) das Ergebnis auf 4:0. „Die Tore haben uns natürlich gut getan, denn wir wurden selbstsicherer.“

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Célia Okoyino da Mbabi bejubelt ihren ersten von vier Treffern. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Okoyino da Mbabi in hervorragender Form
Mit ihrem vierten Treffer setzte Okoyino da Mbabi in der 86. Minute den Schlusspunkt. Beim Algarve Cup waren der jungen Stürmerin vom SC 07 Bad Neuenahr gegen Schweden und Japan jeweils drei Treffer gelungen, heute legte sie vier nach. „Sie hat seit 2009 keine ernsthafte Verletzung gehabt, und wenn man kontinuierlich trainieren kann, zahlt sich das aus“, kommentierte Neid. „Wir wissen alle, was wir an ihr haben, und das wird hoffentlich noch lange so bleiben.“

Quereda beglückwünscht DFB-Elf
„Einen Riesen-Glückwunsch“ sprach der spanische Trainer der DFB-Elf nach dem Schlusspfiff aus. „Die Mannschaft hat super gespielt, einen klaren Schritt in Richtung EM gemacht und war die bessere Mannschaft auf dem Platz.“ Mit drei Punkten Vorsprung auf Spanien führt Deutschland die Gruppe 2 nun an. Am Donnerstag wartet mit der Schweiz der nächste Gegner. Anstoß ist um 18.15 Uhr in Aarau. „Martina (Voss-Tecklenburg) wird die Mannschaft hervorragend einstellen. Sie werden kompakt stehen, zweikampfstark sein und auf Konter lauern.“ Es gilt, den Fokus nicht zu verlieren, wobei der Sieg gegen Spanien schon die halbe Miete für die Deutschen war, da nach einem Unentschieden und einem Sieg – für den Fall späterer Punktgleichheit mit den Spanierinnen – der direkte Vergleich nun positiv ist.

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