Champions League: Frankfurt kämpft sich ins Halbfinale
Der 1. FFC Frankfurt hat gegen den schwedischen Meister LdB Malmö als erstes Team das Halbfinale der UEFA Women’s Champions League erreicht. Dabei fielen die entscheidenden Treffer erst in der Schlussphase, ausgerechnet eine 17-Jährige wurde in ihrem ersten Pflichtspiel zur Matchwinnerin.
Beim 3:0 (0:0)-Sieg vor 3 310 Zuschauern im Stadion am Brentanobad brach Kerstin Garefrekes per Kopf den Bann (66.), die eingewechselte Silvana Chojnowski sorgte in der Schlussphase für die Entscheidung (89.), ehe Garefrekes mit ihrem zweiten Treffer alle Zweifel beseitigte (90.+1), nachdem die Frankfurterinnen das Hinspiel mit 0:1 verloren hatten.
Pfosten verhindert Führung Dabei taten sich die Gastgeberinnen lange Zeit schwer, die wenigen Chancen entsprangen mehr dem Zufall, wie etwa eine Hereingabe von Garefrekes, die überraschend den Weg an den Pfosten fand (21.). Die mit der zuletzt verletzten Melanie Behringer und auch Fatmire Bajramaj in der Startformation angetretenen Frankfurterinnen kamen einem Führungstreffer noch zweimal nah.
Abschlussschwäche Doch Svenja Huth scheiterte aus sechs Metern genauso (38.) wie Garefrekes kurz vor der Pause aus kurzer Distanz per Kopf (41.), da Torhüterin Thóra Helgadóttir glänzend reagiert. Die beste Chance der Schwedinnen hatte Desiree Schumann zunichte gemacht, die einen 20-Meter-Schuss von Sara Bjork Gunnarsdóttir abwehrte (34.).
Garefrekes bricht den Bann Die Gastgeberinnen erhöhten jedoch in der zweiten Halbzeit den Druck und Garefrekes sorgte mit einem Kopfball für die Führung (66.). Fortan wirkte das Spiel der Frankfurterinnen befreiter, Dzsenifer Marozsán hatte Pech, als ihr Schuss von Helgadóttir an die Latte gelenkt wurde (71.).
Chojnowski wird zur Matchwinnerin Die Schlussphase hatte es dann in sich: Denn ausgerechnet die erst 17-jährige Silvana Chojnowski sorgte mit einem Abstauber für die Entscheidung (89.), Augenblicke später war Garefrekes erneut mit dem Kopf zur Stelle und stellte den Endstand her (90.+1).