Champions League: Frankfurt kämpft sich ins Halbfinale

Von am 21. März 2012 – 17.22 Uhr 26 Kommentare

Der 1. FFC Frankfurt hat gegen den schwedischen Meister LdB Malmö als erstes Team das Halbfinale der UEFA Women’s Champions League erreicht. Dabei fielen die entscheidenden Treffer erst in der Schlussphase, ausgerechnet eine 17-Jährige wurde in ihrem ersten Pflichtspiel zur Matchwinnerin.

Beim 3:0 (0:0)-Sieg vor 3 310 Zuschauern im Stadion am Brentanobad brach Kerstin Garefrekes per Kopf den Bann (66.), die eingewechselte Silvana Chojnowski sorgte in der Schlussphase für die Entscheidung (89.), ehe Garefrekes mit ihrem zweiten Treffer alle Zweifel beseitigte (90.+1), nachdem die Frankfurterinnen das Hinspiel mit 0:1 verloren hatten.

Pfosten verhindert Führung
Dabei taten sich die Gastgeberinnen lange Zeit schwer, die wenigen Chancen entsprangen mehr dem Zufall, wie etwa eine Hereingabe von Garefrekes, die überraschend den Weg an den Pfosten fand (21.). Die mit der zuletzt verletzten Melanie Behringer und auch Fatmire Bajramaj in der Startformation angetretenen Frankfurterinnen kamen einem Führungstreffer noch zweimal nah.

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Abschlussschwäche
Doch Svenja Huth scheiterte aus sechs Metern genauso (38.) wie Garefrekes kurz vor der Pause aus kurzer Distanz per Kopf (41.), da Torhüterin Thóra Helgadóttir glänzend reagiert. Die beste Chance der Schwedinnen hatte Desiree Schumann zunichte gemacht, die einen 20-Meter-Schuss von Sara Bjork Gunnarsdóttir abwehrte (34.).

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Erstes Tor im ersten Pflichtspiel: Silvana Chojnowski trifft zum 2:0. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Garefrekes bricht den Bann
Die Gastgeberinnen erhöhten jedoch in der zweiten Halbzeit den Druck und Garefrekes sorgte mit einem Kopfball für die Führung (66.). Fortan wirkte das Spiel der Frankfurterinnen befreiter, Dzsenifer Marozsán hatte Pech, als ihr Schuss von Helgadóttir an die Latte gelenkt wurde (71.).

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Chojnowski wird zur Matchwinnerin
Die Schlussphase hatte es dann in sich: Denn ausgerechnet die erst 17-jährige Silvana Chojnowski sorgte mit einem Abstauber für die Entscheidung (89.), Augenblicke später war Garefrekes erneut mit dem Kopf zur Stelle und stellte den Endstand her (90.+1).

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

26 Kommentare »

  • Torsten Gröbner sagt:

    man muß auch festhalten, dass ff zu recht weitergekommen ist-kein frage, jedoch war malmö ko. kein wunder,wenn sie noch keinen ligaspielbetrieb haben. sie wurden am ende schwindlig von ff gespielt.

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  • Sheldon sagt:

    Ich glaube, dass Frankfurt gigantisches Glück hatte. Man sollte sich nur einmal vorstellen, dass es bis zur 89. Minute alles nach Verlängerung gerochen hat und bis dahin ein Tor von Malmö gereicht hätte, um Frankfurt den Garaus zu versetzen.

    Glück gehabt, freuen wir uns einfach, dass Kahlert endlich ein bisschen Kompetenz zeigt und dass Spielerinnen wie Silvana sich ins Team spielen konnten und ordentlich Druck auf die ganzen überbewerteten Nationalspielerinnen machen!

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  • waiiy sagt:

    Ich freue mich, dass Crno getroffen hat, weil es zeigt, dass Frankfurt wirklich mit einer Anspielstation da ganz vorn spielen muss. Und auch wenn sie oder Landis außer Form sind, braucht man sie doch da vorn, um Bälle zu halten, zu verteilen, Gegenspielerinnen auf sich zu ziehen und „Zweite Chancen“ zu nutzen.

    Vielleicht ist Kahlert bald eine „Notlösung“, wenn er das Spiel mit mit Spitzen weiter als „Notlösung“ ansehen sollte…

    Ich freue mich, dass Frankfurt weitergekommen ist. Und gestern war es so, wie mit Turbine in Freiburg: allein das Ergebnis zählt und die Signalwirkung, die von diesem Spiel ausgehen kann. Bei Turbine spricht auch keiner mehr von dem Rumpelfußball, den man ein paar Spiele lang gespielt hat, weil auf das Spiel in Freiburg die Vorstellung gegen Rossyanka folgte. Mal sehen, wie Frankfurt diesen Drive nutzen kann, den dieses hohe Ergebnis und der Schritt ins Halbfinale ausgelöst hat. Da spielt die Leistung auch nur eine untergeordnete Rolle.

    waiiy

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  • wfm sagt:

    @waiiy
    Crno hat zwar die Flanke nach Vorarbeit von Lira gegeben, aber das Tor hat die 17-jährige Silvana Chojnowski erzielt.

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  • hanah sagt:

    Sie sind weiter 😛 gestern war ein toller tag : 1. framkfurt gewinnt und 2. Bayern kommt ins Finale ohohoh<3

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  • hanah sagt:

    Sorry * Frankfurt <3

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