Champions League: Frankfurt kämpft gegen den K.O.

Von am 20. März 2012 – 23.33 Uhr 23 Kommentare

Dreimal ist der 1. FFC Frankfurt in der laufenden Saison der Champions League auswärts angetreten, dreimal unterlag er. Gegen Stabæk und Paris konnte dies durch überzeugende Heimsiege aufgefangen werden. Darauf baut der FFC auch vor dem Viertelfinalrückspiel gegen LdB FC Malmö am Mittwoch (15 Uhr, live im HR), denn die Hessinnen stehen mit dem Rücken zur Wand.

Überzeugend war die Vorstellung der Schwedinnen beim knappen 1:0-Heimsieg vor Wochenfrist nicht, doch schießt Malmö in Frankfurt nur ein einziges Tor, muss der FFC bereits mit drei kontern.

Malmö sah Niederlage gegen Hamburg
Dass die Frankfurterinnen im Hinspiel das bessere Team waren, musste auch der Gegner anerkennen. „Das war ein schweres Spiel, in dem Frankfurt die bessere Mannschaft war“, so Malmös Nationalspielerin Therese Sjögran. Sie ist mit ihrem Team nach einer zwölfstündigen Busfahrt bereits seit Samstag vor Ort, die Heimniederlage des FFC gegen den Hamburger SV verfolgte die Mannschaft live im Stadion. Auch dort sah Sjögran einen überlegenen FFC, dem es allerdings erneut nicht gelang, dies in Tore umzumünzen.

Anzeige
frankfurt-abklatschen

Frankfurt steht unter Druck © Nora Kruse, ff-archiv.de

Dreckiges Tor soll Bann brechen
Dass dies an einer fehlenden „Knipserin“ im FFC-Sturm liegt, glaubt Trainer Sven Kahlert nicht. „Es müssen alle in der Lage sein, den Abschluss zu finden – und wenn es ein dreckiges Tor ist, um wieder ins Spiel zu kommen. Allein das zählt.“ Doch die fehlenden Offensivqualitäten im Frankfurter Spiel drohen, den Verein aus dem internationalen Geschäft zu werfen. In der Bundesliga ist der Rückstand auf das Spitzentrio gewachsen, eine direkte Qualifikation zur Champions League in der kommenden Saison wird immer schwieriger. Der bereits jetzt hochkarätig verstärkte Kader für die kommende Saison könnte international also nur zuschauen, wenn nicht noch der Gewinn der Champions League gelingt – der Druck gegen Malmö ist entsprechend hoch.

Gute Chancen für Behringer
Ob man beim FFC auf Melanie Behringer setzen kann, wird sich erst kurzfristig entscheiden, wenngleich die Chancen gut stünden, wie Manager Siegfried Dietrich erklärte. Die Verletzung der Nationalspielerin aus der Partie gegen den Hamburger SV ist weniger schlimm als zunächst befürchtet; Behringer zog sich eine Überdehnung des Innenbandes zu. Unsicher ist der Einsatz von Nadine Angerer. Sie plagt weiterhin eine Schleimbeutel-Entzündung und eine Reizung der Patellasehne im Knie, die bereits einen Einsatz beim Algarve Cup Anfang des Monats unmöglich machten. Mittlerweile hat sie wieder trainiert. „Es geht stetig bergauf, ich bin vorsichtig optimistisch.“ Klar ist allerdings auch, dass sie vor der wichtigen Begegnung mit Malmö keine Spielpraxis hat.

Jetzt lesen
Frauen-Bundesliga: Vorschau auf den 21. Spieltag

Für die Partie im Stadion am Brentanobad wurden bis Dienstag 1.500 Eintrittskarten verkauft. Bei besten Wetterprognosen hofft man auf Seiten des FFC auf 2.500 Zuschauer. Die Tageskasse ist ab 13.30 Uhr geöffnet.

Sie haben eine Frage zum Beitrag? Dann kontaktieren Sie mich doch per Mail! Oder folgen Sie uns einfach via RSS, Facebook oder Twitter!

23 Kommentare »