Duisburg kann Sprung an die Tabellenspitze schaffen

Von am 16. März 2012 – 8.02 Uhr 27 Kommentare

Nachdem durch den Nachholspieltag am Mittwoch die Spitze der Frauenfußball-Bundesliga näher zusammengerückt ist, stehen am Sonntag richtungsweisende Duelle an. Der FCR 2001 Duisburg will ab 11 Uhr vorlegen, um Tabellenführer 1. FFC Turbine Potsdam weiter unter Druck zu setzen. Die Potsdamerinnen treffen ab 14 Uhr im Spitzenspiel auf den VfL Wolfsburg.

Im Hinspiel fertigten die Duisburgerinnen den SC Freiburg mit 6:0 ab. „Freiburg hat aus dieser Niederlage seine Lehren gezogen und seitdem nie mehr auch nur annähernd so hoch verloren“, ist sich FCR-Trainer Marco Ketelaer sicher, am Sonntag auf einen anderen SC zu treffen.

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Duisburg will positiven Schub nutzen
„Wir fahren nach Duisburg, um dagegenzuhalten und zu versuchen, uns für die Hinspielniederlage zu rehabilitieren“, sagt Freiburgs Trainer Milorad Pilipovic, der allerdings auf die Ex-Duisburgerin Hasret Kayikci verzichten muss, die weiter unter Knieproblemen leidet. Der FCR hat durch den 6:1-Erfolg gegen den 1. FC Lok Leipzig an Punkten mit Potsdam gleichgezogen. „Ich merke schon, dass uns das Aufschließen zum Tabellenführer einen positiven Schub gibt, den wollen wir natürlich auch gegen den zweiten Aufsteiger nutzen“, so Ketelaer. Marina Himmighofen, die unter der Woche ausfiel, wird wieder an Bord sein.

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So wollen die Potsdamerinnen auch am Sonntag jubeln. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Spitzenspiel in Potsdam
Sollte ein Duisburger Sieg gegen die Breisgauerinnen gelingen, steht der 1. FFC Turbine Potsdam im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg noch mehr unter Druck. Denn um die Tabellenführung zu behaupten, wäre dann ein Sieg gegen den VfL nötig. Das Spitzenspiel verspricht Spannung, denn beim VfL lief es zuletzt sehr gut, während Potsdam in der Bundesliga schwächelte.

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Kellerduell in Leipzig
Fünf Punkte Vorsprung hat der 1. FC Lok Leipzig momentan auf Tabellenschlusslicht Bayer 04 Leverkusen, drei Zähler beträgt der Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Ein spannendes Spiel dürfte sich daher in Leipzig entwickeln, denn wenn die Leverkusenerinnen ihre Minimalchance auf den Klassenerhalt noch nutzen wollen, müssen sie in Leipzig drei Punkte holen.

Jena will Bad Neuenahrs Serie beenden
Im Hinspiel gelang dem FF USV Jena ein 1:0-Erfolg gegen den SC 07 Bad Neuenahr – doch mittlerweile sind die Vorzeichen andere. Seit sechs Spielen ist der SC 07 Bad Neuenahr ungeschlagen und hat kein Gegentor kassiert. Die Kurstädterinnen stehen auf dem fünften Tabellenplatz, haben zwar nach oben keine Chancen mehr, doch von unten drängen vor allem der SC Freiburg und die SG Essen-Schönebeck. Jena liegt auf dem zehnten Platz und muss versuchen, den Abstand auf die Abstiegsränge aufrecht zu erhalten.

HSV reist nach Frankfurt
Der 1. FFC Frankfurt empfängt ab 11 Uhr den Hamburger SV. Einen Ausrutscher darf sich der FFC kaum erlauben, denn seit Mittwoch liegt der VfL Wolfsburg punktgleich mit den Hessinnen und hat noch ein Spiel in der Hinterhand. Die Hamburgerinnen haben zuletzt einen Punkt gegen den FC Bayern München geholt und zuvor mit einem Unentschieden gegen den 1. FFC Turbine Potsdam überrascht. Dennoch befinden sich die Elbstädterinnen mit 13 Punkten auf dem Konto weiter in der Nähe der Abstiegsränge.

Mittelfeldduell in Aschheim
Der FC Bayern München empfängt auf heimischem Platz die SG Essen-Schönebeck. Bislang hat der FCB noch nie zu Hause gegen Essen verloren. Diese Serie wollen die Münchenerinnen ausbauen. „Ich hoffe, dass wir an die guten Leistungen gegen Freiburg anknüpfen können“, sagt FCB-Trainer Thomas Wörle. „Zudem ist Wiedergutmachung angesagt, denn in der Hinrunde verloren wir das Spiel in Essen knapp mit 0:1.“ Gelingt dies, würde der FCB noch mehr Abstand zwischen sich und die Abstiegsränge bringen. Die SGS hat hingegen nach dem hervorragenden Saisonstart zuletzt etwas abreißen lassen müssen, hat zur Zeit aber drei Punkte Vorsprung auf den FCB.

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27 Kommentare »

  • pinkpanther sagt:

    Nach den Niederlagen von FM und Wolfsburg ist der Punktgewinn des FCR gegen Freiburg schon fast wie ein Sieg 😉 😉
    Dann können sich die beiden „Großeinkäufer“ nächstes Jahr wenigstens voll auf die Liga konzentrieren, vielleicht können sie dann ja Potsdam und Duisburg Paroli bieten 🙂

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  • be sagt:

    @ Sheldon:

    Diese Siegerregel ist bereits angewendet worden, und zwar gleich in der ersten Saison 2009/10. Potsdam war 2009 Meister, Bayern Vize und Duisburg Dritter. Duisburg hatte aber 2008/09 den (damals noch) Women’s Cup (heißenden Vorgängerwettbeweb) gewonnen, und war somit ebenfalls im Wettbewerb vertreten.

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  • Sheldon sagt:

    @be: Habe ich doch die ganze Zeit gesagt. Sokrates hat hier doch diesen Punkt bestritten.

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  • be sagt:

    Oh ja Sheldon, da habe ich mich verguckt. Ich sollte lesen lernen und die richtige Person kritisieren, diesmal warste unschuldig. 🙂

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  • Sheldon sagt:

    Kein Problem 😉 Kann schon ma passieren bei der diffusen Diskussion^^

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  • fisch sagt:

    @ Sheldon 15:01 Uhr
    Besonders Dietrich kauft nach dem Motto: Erst mal den Konkurrenten
    schwächen durch Abkauf, dann sehen wir mal, ob das bei uns passt.
    Einfach widerlich! Da ist jede Niederlage des FFC Ffm ein Fest für den FF-Sport.

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  • Sheldon sagt:

    @fisch: Ich würde das gar nicht mal so sehen, dass Dietrich nur die Spielerinnen kauft, um andere Teams zu schwächen, jedenfalls ist das nicht seine erste Intention.
    Es geht ihm vor allem erstmal darum, eine bestimmte Sorte von Spielerinnen zu holen, die in das Schema der Werbung passen: Bajramaj, Kulig, Marozsan, Schmidt – jung, dynamisch, hübsch, erfolgreich.

    Was er dabei aber vollständig vergisst, ist der Erfolg und wie man den erreicht. Mit Prinz und co. hatte er Anfang des Jahrtausends Glück, dass die so zusammen harmoniert haben. Da spielte der FF in der Öffentlichkeit noch keine große Rolle und damit auch nicht die Vermarktung.

    Du musst sehen, in Frankfurt spielen einige Spielerinnen, die Werbeverträge usw. haben. Bajramaj, Kulig, Krieger und andere, die haben oder wollen Werbeverträge haben und vermarktet werden.
    Für die Spielerinnen ist es wichtiger, wenn sie im CL-Finale spielen und verlieren, als wenn sie auf der Bank sitzen und das Team das CL-Finale gewinnt.
    Das bedeutet, alle wollen sich präsentieren und kämpfen um ihre Einzelvermarktung.

    So, zunächst einmal klug eingekauft, so steht man in jedem Fall schon mal im Fokus der Öffentlichkeit. Das Problem dabei ist, dass halt nicht geschaut wurde, dass die Spielerinnen dann auch zusammenpassen, sondern bloß gekauft wurde, was der Markt an werbeträchtigen Spielerinnen hergab.

    So, da steht Kahlert dann mit 9 Verteidigerinnen, 8 Mittelfeldspielerinnen und 2 Stürmerinnen, fast alle Nationalspielerinnen, wollen alle Spielpraxis und Kahlert ist hilflos überfordert mit der Situation.
    Und damit macht er vor allem die Nationalspielerinnen kaputt.

    Ich hätte absolut nix dagegen, wenn das funktionieren würde wie bei Prinz, Künzer, Jones und Konsorten, tut es aber nicht. Aber so ist das das Schlimmste für den deutschen Fußball überhaupt, schließlich spielen zur Zeit 7 deutsche Nationalspielerinnen beim höchstwahrscheinlich Viertplatzierten am Saisonende. Und wenn die schon in der Liga nicht konkurrenzfähig sind, wie wird das dann auf N11-Ebene aussehen?

    Für meinen Geschmack ist der N11-Spielerinnen-Verschleiß beim FFC einfach viel zu groß, so schnell kommen die anderen Vereine (Potsdam, Duisburg, Bad Neuenahr, Bayern) mit der Produktion gar nicht hinterher!

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