Duisburg kann Sprung an die Tabellenspitze schaffen
Nachdem durch den Nachholspieltag am Mittwoch die Spitze der Frauenfußball- Bundesliga näher zusammengerückt ist, stehen am Sonntag richtungsweisende Duelle an. Der FCR 2001 Duisburg will ab 11 Uhr vorlegen, um Tabellenführer 1. FFC Turbine Potsdam weiter unter Druck zu setzen. Die Potsdamerinnen treffen ab 14 Uhr im Spitzenspiel auf den VfL Wolfsburg.
Im Hinspiel fertigten die Duisburgerinnen den SC Freiburg mit 6:0 ab. „Freiburg hat aus dieser Niederlage seine Lehren gezogen und seitdem nie mehr auch nur annähernd so hoch verloren“, ist sich FCR-Trainer Marco Ketelaer sicher, am Sonntag auf einen anderen SC zu treffen.
Duisburg will positiven Schub nutzen „Wir fahren nach Duisburg, um dagegenzuhalten und zu versuchen, uns für die Hinspielniederlage zu rehabilitieren“, sagt Freiburgs Trainer Milorad Pilipovic, der allerdings auf die Ex-Duisburgerin Hasret Kayikci verzichten muss, die weiter unter Knieproblemen leidet. Der FCR hat durch den 6:1-Erfolg gegen den 1. FC Lok Leipzig an Punkten mit Potsdam gleichgezogen. „Ich merke schon, dass uns das Aufschließen zum Tabellenführer einen positiven Schub gibt, den wollen wir natürlich auch gegen den zweiten Aufsteiger nutzen“, so Ketelaer. Marina Himmighofen , die unter der Woche ausfiel, wird wieder an Bord sein.
Spitzenspiel in Potsdam Sollte ein Duisburger Sieg gegen die Breisgauerinnen gelingen, steht der 1. FFC Turbine Potsdam im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg noch mehr unter Druck. Denn um die Tabellenführung zu behaupten, wäre dann ein Sieg gegen den VfL nötig. Das Spitzenspiel verspricht Spannung, denn beim VfL lief es zuletzt sehr gut, während Potsdam in der Bundesliga schwächelte.
Kellerduell in Leipzig Fünf Punkte Vorsprung hat der 1. FC Lok Leipzig momentan auf Tabellenschlusslicht Bayer 04 Leverkusen , drei Zähler beträgt der Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Ein spannendes Spiel dürfte sich daher in Leipzig entwickeln, denn wenn die Leverkusenerinnen ihre Minimalchance auf den Klassenerhalt noch nutzen wollen, müssen sie in Leipzig drei Punkte holen.
Jena will Bad Neuenahrs Serie beenden Im Hinspiel gelang dem FF USV Jena ein 1:0-Erfolg gegen den SC 07 Bad Neuenahr – doch mittlerweile sind die Vorzeichen andere. Seit sechs Spielen ist der SC 07 Bad Neuenahr ungeschlagen und hat kein Gegentor kassiert. Die Kurstädterinnen stehen auf dem fünften Tabellenplatz, haben zwar nach oben keine Chancen mehr, doch von unten drängen vor allem der SC Freiburg und die SG Essen-Schönebeck. Jena liegt auf dem zehnten Platz und muss versuchen, den Abstand auf die Abstiegsränge aufrecht zu erhalten.
HSV reist nach Frankfurt Der 1. FFC Frankfurt empfängt ab 11 Uhr den Hamburger SV. Einen Ausrutscher darf sich der FFC kaum erlauben, denn seit Mittwoch liegt der VfL Wolfsburg punktgleich mit den Hessinnen und hat noch ein Spiel in der Hinterhand. Die Hamburgerinnen haben zuletzt einen Punkt gegen den FC Bayern München geholt und zuvor mit einem Unentschieden gegen den 1. FFC Turbine Potsdam überrascht. Dennoch befinden sich die Elbstädterinnen mit 13 Punkten auf dem Konto weiter in der Nähe der Abstiegsränge.
Mittelfeldduell in Aschheim Der FC Bayern München empfängt auf heimischem Platz die SG Essen-Schönebeck. Bislang hat der FCB noch nie zu Hause gegen Essen verloren. Diese Serie wollen die Münchenerinnen ausbauen. „Ich hoffe, dass wir an die guten Leistungen gegen Freiburg anknüpfen können“, sagt FCB-Trainer Thomas Wörle. „Zudem ist Wiedergutmachung angesagt, denn in der Hinrunde verloren wir das Spiel in Essen knapp mit 0:1.“ Gelingt dies, würde der FCB noch mehr Abstand zwischen sich und die Abstiegsränge bringen. Die SGS hat hingegen nach dem hervorragenden Saisonstart zuletzt etwas abreißen lassen müssen, hat zur Zeit aber drei Punkte Vorsprung auf den FCB.