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2012

Wolfsburg will gut aus den Startlöchern kommen

Die meisten Teams der Frauenfußball Bundesliga haben den Start aus der Winterpause bereits hinter sich gebracht, doch für den VfL Wolfsburg steht am Sonntag gegen den FC Bayern München das erste Pflichtspiel im neuen Jahr an. Mit einem Sieg will das Team den Anschluss an die Spitze halten, doch die Niedersachsen sind gewarnt.

Ab 14 Uhr ist der FC Bayern München zu Gast im VfL-Stadion am Elsterweg. Die Münchnerinnen gehörten in der Hinrunde zwar zu den Enttäuschungen der Liga, doch nach dem 3:0-Sieg gegen den SC Freiburg werden die Wölfinnen vor allem die neue US-Stürmerin Sarah Hagen im Auge behalten, die gegen Freiburg zwei Treffer erzielte. Dennoch gilt es für die Wolfsburgerinnen diese Hürde zu nehmen, denn nach zuletzt sechs Siegen in Folge ist der Appetit nach etwas mehr gewachsen.

Wolfsburg will oben angreifen „Wir sind in einer sehr guten Ausgangsposition, um vielleicht oben in Richtung Champions League noch etwas machen zu können, aber wir haben nicht den Druck, in diesem Jahr da oben rein zu kommen, deswegen genießen wir die Situation“, so Wolfsburgs Cheftrainer und Sportlicher Leiter Ralf Kellermann, nachdem das Minimalziel Platz 4 bei sieben Punkten Vorsprung auf Platz 5 und zwei weniger ausgetragenen Spielen wohl nur noch rechnerisch in Gefahr ist.

Müller und Tetzlaff zurück im Training Die Wolfsburgerinnen müssen allerdings wegen einer Knochenhaut-Entzündung im Knie auf Mittelfeldspielerin Ivonne Hartmann verzichten, dafür haben aber Stürmerin Martina Müller nach Zehenbruch und Abwehrspielerin Maren Tetzlaff nach ihrem Außenbandriss bereits wieder mit der Mannschaft trainiert, ein Einsatz ist nicht ausgeschlossen.

Schafft der VfL Wolfsburg in dieser Saison den Sprung in die Champions League (Platz 1 oder 2)?

Freiburg erwartet wütende Potsdamerinnen Tabellenführer 1. FFC Turbine Potsdam will nach den zwei enttäuschenden Unentschieden gegen den Hamburger SV und Bayer 04 Leverkusen auf die Siegerstraße zurückkehren, erwartet aber beim starken Aufsteiger SC Freiburg eine schwere Aufgabe. Die Freiburgerinnen stellen sich auf einen Gegner ein, der „bestimmt mit Wut im Bauch nach Freiburg kommt“, so Trainer Milorad Pilipovic.

Kayikci fehlt Von seiner Mannschaft, die ohne die an Knieproblemen leidende Stürmerin Hasret Kayikci auskommen muss, erwartet Pilipovic, dass „sie das Spiel so angeht, wie es sich gehört – wie ein absolutes Highlight.“ Und er erklärt weiter: „Wir haben bewiesen, was wir leisten können, wenn wir uns in jeden Zweikampf stürzen, immer nah dran sind, den Gegner ständig nerven und beschäftigen.“

Duisburg wohl ohne Bresonik Ebenfalls auswärts treten der Tabellenzweite FCR 2001 Duisburg und der Tabellendritte 1. FFC Frankfurt an.

Die Duisburgerinnen sind ab 14 Uhr (live auf DFB-TV) bei Bayer 04 Leverkusen zu Gast. „Wir haben vor dem Rückrundenstart gesagt, dass es unser Anspruch ist, die Spiele gegen Hamburg, Leverkusen und in Leipzig zu gewinnen. Und davon rücken wir auch nicht ab“, gibt Duisburgs Trainer Marco Ketelaer die Marschrichtung vor.

Gegen Leverkusen soll es die Elf richten, die bereits den HSV mit 3:1 bezwang, mit Ausnahme von Linda Bresonik, „die wohl auch am Sonntag ausfallen wird.“

Frankfurts Auftakt in die englischen Wochen Der 1. FFC Frankfurt will zum Auftakt der englischen Wochen mit den beiden Champions-League-Highlights gegen LdB Malmö wohl auch ohne die verletzten Nadine Angerer und Fatmire Bajramaj beim FF USV Jena einen Dreier landen. „Wir treten bei allem Respekt vor Jena dort an, um den nächsten Sieg einzufahren”, so Frankfurts Trainer Sven Kahlert, der von seinem Team Laufbereitschaft, Aggressivität, Kreativität und Konzentration einfordert.

Da Mbabi will auch in Essen knipsen Die formstarke Célia Okoyino da Mbabi, die beim gerade zu Ende gegangenen Algarve Cup mit drei Toren im Finale die DFB-Elf zum 4:3-Sieg gegen Japan schoss , tritt mit dem SC 07 Bad Neuenahr bei der SG Essen-Schönebeck an, auch ein Duell der aktuellen Nationaltorhüterin Almuth Schult mit der früheren Nationaltorhüterin Uschi Holl. In einem weiteren Spiel kommt es zum Abstiegsduell zwischen dem zehntplatzierten Hamburger SV und dem 1. FC Lokomotive Leipzig, in dem der Sieg sich ein wenig Luft verschaffen kann.

Leipzig will in Hamburg punkten „Nach einer ordentlichen Vorbereitung hat das erste Spiel in Frankfurt unsere Reserven aufgezeigt. Daraus gilt es zu lernen und mit Selbstbewusstsein eine kämpferische Leistung zu zeigen“, so Leipzigs Trainer Jürgen Brauße. „In Anbetracht der Tabellenkonstellation sollten wir unbedingt punkten, was uns zugleich Selbstvertrauen für die nächsten Spiele geben würde.“

HSv-Trainer Achim Feifel meint: “„Auch für dieses Spiel gibt es nur drei Punkte, keine sechs oder neun. Natürlich ist es ein besonderes Spiel, aber wir werden es angehen wie jedes andere auch.“

11.00 Uhr: SC Freiburg – 1. FFC Turbine Potsdam 11.00 Uhr: Hamburger SV – 1. FC Lokomotive Leipzig 14.00 Uhr: FF USV Jena – 1. FFC Frankfurt 14.00 Uhr: VfL Wolfsburg – FC Bayern München 14.00 Uhr: SG Essen-Schönebeck – SC 07 Bad Neuenahr 14.00 Uhr: Bayer 04 Leverkusen – FCR 2001 Duisburg (live auf DFB-TV)