Algarve Cup: Spannung in allen Gruppen
Beim Algarve Cup ist am letzten Spieltag der Gruppenphase Spannung geboten. Noch haben vier Mannschaften Chancen, ins Endspiel einzuziehen. In den Gruppen A und B werden die Finalisten in direkten Duellen ermittelt. Schweden würde gegen Deutschland ein Unentschieden reichen, um das Finalticket zu lösen.
Ab 16.30 Uhr (MEZ, live auf Eurosport) trifft die DFB-Auswahl in Parchal auf Schweden. Die Schwedinnen haben sich nach Auftaktschwierigkeiten beim 1:0-Sieg gegen China gesteigert.
Schweden mit neuem Spielsystem erfolgreich Ein 4:1-Sieg gelang im zweiten Gruppenspiel gegen Island, alle Treffer fielen in der ersten Halbzeit. Im Angriff „spielen sie schnörkellos, schnell und präzise. Dadurch sind sie einfach torgefährlich“, so Bundestrainerin Silvia Neid . Den Schwedinnen scheint die Umstellung auf das 4-2-3-1-System gut zu bekommen. Aufgrund des besseren Torverhältnisses würde den Schwedinnen ein Unentschieden zum Finaleinzug reichen. „Spiele gegen Deutschland sind immer sehr eng, machen aber auch viel Spaß. Wir freuen uns darauf“, so Mittelfeldass Therese Sjögran gegenüber Womensoccer . Die deutsche Mannschaft muss weiterhin auf die verletzten Nadine Angerer und Fatmire Bajramaj verzichten, Dzsenifer Marozsán ist hingegen wieder fit.
Im anderen Spiel der Gruppe A treffen zeitgleich Island und China aufeinander. Beide haben nach zwei Auftaktniederlagen jedoch keine Chance mehr, ins Endspiel einzuziehen.
Neuauflage des WM-Finales Sollte Deutschland der Sieg gegen die Schwedinnen gelingen, trifft die DFB-Auswahl im Endspiel entweder auf die USA oder Japan. Die beiden Finalisten der vergangenen Weltmeisterschaft stehen sich ab 14.10 Uhr (MEZ) im Estádio Algarve gegenüber. Die USA, die als Titelverteidiger an den Start gehen, sind motiviert, Revanche für das verlorene WM-Endspiel zu nehmen.
Irland hofft auf guten Gegner Zeitgleich treffen Norwegen und Dänemark aufeinander, die bislang ihre Gruppenspiele je verloren haben. Der Verlierer wird die Gruppe auf Rang vier beenden und im Platzierungsspiel auf den Erst- oder Zweitplatzierten der Gruppe C treffen.
Trotz einer Niederlage gegen Ungarn und einem Unentschieden gegen Wales hat Irlands Nationaltrainerin Sue Ronan die Hoffnung noch nicht aufgegeben, den zweiten Platz zu erreichen. „Wir möchten gegen eine Mannschaft aus der anderen Gruppe spielen. Solche Spiele bringen uns weiter“, so Ronan im Gespräch mit Womensoccer . „Es wäre schade, wenn wir erneut gegen Ungarn antreten müssten.“ Um das zu vermeiden, müsste zunächst ein Sieg gegen Gastgeber Portugal gelingen. Bislang konnten die Irinnen weder gegen Ungarn noch gegen Wales überzeugen. „Bei uns ist deutlich zu erkennen, dass einige Spielerinnen mitten in der Saison stehen und fit sind. Aber diejenigen, die in England, den USA und Norwegen spielen, haben kaum Spielpraxis, weil die Saison noch nicht begonnen hat.“
Aber selbst im Falle eines Erfolgs gegen Portugal wären die Irinnen auf Schützenhilfe von Nachbar Wales angewiesen. Die Waliserinnen führen momentan die Tabelle in Gruppe C an und dürfen gegen Ungarn am Nachmittag nicht verlieren.