Potsdam-Patzer lässt Konkurrenz hoffen

Von am 26. Februar 2012 – 17.42 Uhr 35 Kommentare

Während der FCR 2001 Duisburg und der 1. FFC Frankfurt ihre Heimspiele am 13. Spieltag der Frauen-Bundesliga souverän gewannen, patzte Meister 1. FFC Turbine Potsdam überraschend gegen Bayer 04 Leverkusen.

Erst am vergangenen Mittwoch hatte Potsdam beim 1:1 in Hamburg Punkte liegen lassen, am Sonntag kam das Team auch gegen Tabellen-Schlusslicht Bayer 04 Leverkusen nur zu einem enttäuschenden 1:1 (1:1) im heimischen Karl-Liebknecht-Stadion.

Treffer binnen drei Minuten
Die Gäste, die bisher elf ihrer zwölf Saisonspiele verloren, gingen durch Eunice Beckmann in Führung (36.), Viola Odebrecht gelang für den Tabellenführer nur noch der Ausgleich (39.), so dass die Konkurrenz weiter Boden gut machen konnte.

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Duisburg gibt sich keine Blöße
Der FCR 2001 Duisburg machte beim 3:1 (3:1)-Sieg gegen den Hamburger SV bereits vor der Pause alles klar. Kozue Ando (2.) und Mandy Islacker (15.) brachten die Gastgeberinnen bereits in der Anfangsviertelstunde auf die Siegerstraße, den HSV-Anschlusstreffer von Henrike Meiforth (34.) konterte Luisa Wensing mit dem postwendenden 3:1.

Starke erste Halbzeit
„Wir haben verheißungsvoll angefangen, schöne Tore erzielt und trotz schwieriger Bodenverhältnisse sehr gut gespielt. Warum wir dann nach der Pause merklich nachgelassen haben, ist schwer zu sagen“, so das Fazit von Duisburgs Trainer Marco Ketelaer.

Bajramaj glänzt als Torschützin und Vorbereiterin
Der 1. FFC Frankfurt kam vor 1 710 Zuschauern zu einem souveränen 4:0 (2:0)-Sieg gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig.  Fatmire Bajramaj brachte ihr Team nach Vorarbeit von Kerstin Garefrekes und starkem Einsatz von Svenja Huth per Kopf mit 1:0 in Führung (12.), Sandra Smisek erhöhte ebenfalls per Kopf zum 2:0 (22.), Bajramaj glänzte diesmal als Vorbereiterin.

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Frauenfußball - Kerstin Garefrekes

Kerstin Garefrekes (li.) zeigte gegen Leipzig eine starke Partie © Nora Kruse / ff-archiv.de

Schnelle Tore auch in Halbzeit zwei
Auch nach dem Wechsel blieb Frankfurt am Drücker, Melanie Behringer schraubte mit einem platzierten Schuss aus dem Stand für das 3:0 (51.). Einen schönen Spielzug über den rechten Flügel mit Flanke Bajramaj schloss Garefrekes per Kopf ab (56.).

Kahlert: „Sehr gutes Spiel gemacht“
Frankfurts Trainer Sven Kahlert freute sich: „Riesenkompliment an meine Mannschaft, dass sie für meine Verhältnisse ein sehr gutes Spiel gemacht hat. Einziger Kritikpunkt ist, dass wir nicht bis zum Ende konsequent gespielt haben.“

Jena holt dritten Saisonsieg
In den Nachmittagsspielen kam der FF USV Jena zu einem wichtigen 2:1 (1:1) gegen die SG Essen-Schönebeck. Die Thüringerinnen gingen durch Carolin Schiewe in Führung (10.), Irina Ioannidou gelang zwar der Ausgleich (27.), doch Sabine Treml sorgte mit ihrem Siegtreffer (75.) für einen gelungenen Einstand des neuen Trainers Daniel Krauss.

Neuzugang Hagen trifft doppelt
Auch der FC Bayern München landete beim 3:0 (1:0)-Sieg im Südduell gegen den SC Freiburg auf dem Kunstrasenplatz an der Säbener Straße einen gelungenen Start aus der Winterpause. US-Neuzugang Sarah Hagen erzielte gleich zwei Treffer (23., 80.) und verschaffte den Münchnerinnen Luft im Abstiegskampf, Sylvie Banecki traf in der Schlussminute zum Endstand (90.).

Bad Neuenahr gegen Wolfsburg ausgefallen
Die Partie zwischen dem SC 07 Bad Neuenahr und dem VfL Wolfsburg wurde bereits am Freitag wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

35 Kommentare »

  • Render sagt:

    Pressekonferenz von heute in Potsdam: https://www.youtube.com/watch?v=LGVSb6Mx3ok

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  • isi sagt:

    Als Turbine-Fan war das heute ein ganz bitterer Tag. Ich stimme Schröder zu, dass heute die gute Ausgangsposition der Vorrunde endgültig verspielt wurde. Das ganze hat sich schon Ende der Vorrunde und in der Hallensaison angedeutet. Wenn die Mädels im Kopf nicht frei sind oder es in der Mannschaft nicht stimmt bzw. Unruhe ist, können überzeugende Leistungen halt nicht so einfach abgerufen werden. Das gilt auch für Babett Peter, die in dieser Saison auch nicht mehr so ganz fehlerfrei spielt. Schade, gerade jetzt, wo die Bundesliga ausgeglichener ist und doch etwas mehr Zuschauer kommen. Hoffentlich rafft sich die Mannschaft nun zu einer Trotzreaktion auf: mit einem Meister- oder CL-Titel zu gehen wäre doch auch für die etablierten Spielerinnen schön.

    Ich hoffe darauf, aber irgendwie habe ich kein gutes Gefühl dazu. Es ist gerade nicht ersichtlich, wie die Mannschaft nun ständig siegen sollen könnte, um den Vorsprung zu sichern.

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  • sitac sagt:

    Wieviel Punkte wird man diese Saison zur Meisterschaft brauchen-reichen 55 ??

    Wird man mit 15 Punkten den Abstieg schon abgewendet haben??

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  • fisch sagt:

    Sorry, da habe ich mich mit den Abgängen von Turbine sogar noch verzählt.
    Mit Bajramaj, Schumann, Kessler, Henning, Schröder, Wich und Bagehorn zur letzten Saison und Mittag, Peter, Schmidt und Odebrecht in bzw. dieser Saison nach dieser Saison sind es ja 11 Spielerinnen, davon 7 Nationalspielerinnen, die Turbinee innerhalb eines Jahres verlassen
    haben bzw. werden.

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  • Ballerina sagt:

    Hausgemachtes Problem.

    Über Jahre hinweg verfolgte man in Potsdam ein klares und erfolgreiches Konzept: Fortlaufende Integration, junger, talentierter Spielerinnen, in eine Mannschaft mit etablierten Korsett.
    Diese konnten sich dann an ihren Vorbildern orientieren und mit ihnen weiterentwickeln. Dadurch entstand ganz natürlich eine harmonische Hierarchie auf der Einen und dieses besondere Mannschafts/Zusammengehörigkeitsgefühl auf der anderen Seite. Eine Konstellation, die in der Vergangenheit, der Garant für den enormen sportlichen Erfolg war.
    Ohne Not, weicht nun der Verantwortliche immer mehr von diesem, von ihm selbst so oft geprießenen Weg ab.
    Vom Denkmal zum Mahnmal. Wo früher eine Mannschaft war, hat man mittlerweile ein Truppe bestehend aus verschiedenen Grüppchen und Interessen. Einen Zustand, den man mit zuvielen Zukäufen in zu kurzer Zeit, selbst heraufbeschworen hat.
    Generell glaube ich nicht, dass die Deutsche Frauenbundesliga zwingend internationaler werden muss, wir haben genug Quantität und vor allem Qualität in unseren eigenen Reihen. Nichtdestotrotz muss der Sport an sich internationaler werden und dazu gehört natürlich auch vielversprechenden ausländischen Talenten ein Chance zu geben. Keine Frage.
    Unbegreiflich ist in dem Zusammenhang für mich allerdings das Ausmaß und die Geschwindigkeit mit der die Verantwortlichen in Potsdam hier von ihrer erfolgreichen Philosophie abweichen. Die im Grunde das Gegenteil von dem ist, was jetzt praktiziert wird. Heute stehen bisweilen 50% ausländische Neuzugänge auf dem Platz. Die sicherlich alles gute Spielerinnen sind. Aber es fehlt an Kommunikation, die letzten Spiele haben gezeigt wie wenig man aufeinander eingespielt ist und wie wenig man kommuniziert, man überhaupt in der Lage ist zu kommunizieren. Und warum bitteschön lässt man eine Anja Mittag ziehen, lobt sie sogar mehr oder weniger weg. (Und jetzt erzähl mir bitte keiner, dass Anja unbedingt innerhalb der Saison nach Schweden wechseln wollte.)
    Eine großartige Fussballerin, die zu dem anfänglich erwähnten etablierten Korsett gehört hat und die Turbine geatmet hat. Bei der es natürlich auch Licht und Schatten gab und nicht selten auch mal Finsternis. Aber Einwas hat Anja in so ziemlich jedem Spiel gemacht. Sich für den Verein zerrissen bis zum Abpfiff.
    Derartige Spielerinnen gibt es jetzt auch , aber wo sich noch letztes Jahr die gesamte Mannschaft einer drohenden Niederlage entgegengeworfen hat, sind es heute nur noch einzelne Spielerinnen. Und es wird scheinbar mit zweierlei Maß gemessen, was die Spielerinnen auch mitbekommen. Eine Genoveva Anonma, eingewechselt im Spiel gegen den HSV, hatte doch tatsächlich weder Trikot noch Stutzen unterm Trainingsanzug als Schröder sie aufs Spielfeld schicken wollte! Also erstmal in die Kabine und dann in aller Ruhe Umziehen. Wenn Kemme, Schmidt, Wich usw. sich das anfänglich geleistet hätten, die hätten doch direkt wieder Platz nehmen dürfen oder gleich Auslaufen und zwar bis zum nächsten Spiel, nur um dann wieder auf der Bank zu sitzen und den Ablauf nochmal zu üben.
    Wenn man sich einmal anschaut, wie viele großartige Spielerinnen der Gegenwart und näheren Vergangenheit ihre Karriere in Potsdam begonnen haben, ist es erstaunlich wie wenig der Verein scheinbar zu unternehmen versucht um diese Spielerinnen zu halten. Oder kreiert der Verein wohlmöglich erst das Klima, welches die Spielerinnen veranlasst dem Verein den Rücken zuzukehren.
    Die Leistungen eines Bernd Schröder in allen Ehren.
    Aber die Erfolge der letzten Jahre sind doch weniger ihm zuzuschreiben als vielmehr dem System Brandenburg/Potsdam/Turbine Potsdam, dem Umfeld und der Infrastruktur.
    Die Aufgabenbereiche des Trainers umfassen grob: Training und Taktik, evtl. noch ein Stückweit psychologische Betreuung. Beim Training hab ich bis jetzt dreimal persönlich zugeschaut. Nach einem Erfahrungsaustausch mit Anderen zeichnet sich hier ein immer gleicher Ablauf: Einlaufen, Spielen. Einlaufen, Spielen. Einlaufen, Spielen. Dazwischenh ein winziger Teil Technik ,Torschuss und Spielvarianten. Das Ganze sechs Tage die Woche, 40 Wochen im Jahr.
    Taktik: Spielsystem seit jeher nahazu ohne Veränderung. Taktische Vorgaben: Ball schnell und weit nach vorn.
    Das die Mädels trotz der wiedrigen Ausgangssituation solch tolle Erfolge feiern konnten, nötigt mir Respekt ab. Auf der anderen Seite sehe ich aber auch das Spielerinnen, die den Absprung nicht geschaft haben, wie eine Jeniffer Zietz, leistungsmäßig seit Jahren auf der Stelle treten.
    Ich wünsche daher den drei Abgängerinnen viel Erfolg für die Zukunft und danke ihnen für ihre großartigen Leistungen für Turbine Potsdam!
    Ein Satz, den ich gern auch von Herrn Schröder gehört hätte.
    Ich denke allerdings, dass alle Drei in Deutschland bleiben werden. Und die Tatsache, dass man Herrn Schröder den zukünftigen Arbeitgeber scheinbar noch nicht mitgeteilt hat, lässt mich Wolfsburg oder Frankfurt vermuten. Gerade am Main könnte man doch zwei Abwehrspielerinnen gebrauchen? Nebenbei hätte man dann auch fast die komplette Nationalmannschaftsabwehr eingespielt und in den eigenen Reihen.
    Was aber auch bedeuten würde, dass sich ein Großteil des Leistungspotentials wieder auf wenige Vereine, namentlich Frankfurt und Wolfsburg konzentriert. Einer Entwicklung der ich mit sehr gemischten, eher negetiven Gefühlen entgegenblicke…

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  • FFFan sagt:

    Anmerkungen zum 13.Spieltag der Bundesliga:

    1.) Turbine Potsdam schlittert immer tiefer in die Krise! Zum zweiten Mal in Folge reicht es gegen einen Abstiegskandidaten nur zu einem Remis. Das Punktepolster, das sich der Titelverteidiger vor Weihnachten ‚angefressen‘ hatte, ist mittlerweile aufgebraucht. Damit nicht genug: mit Viola Odebrecht, Babett Peter und Bianca Schmidt werden alle aktuellen deutschen Nationalspielerinnen des amtierenden Meisters am Saisonende den Verein verlassen! Trainer Bernd Schröder versuchte auf der Pressekonferenz nach dem Spiel in bewährter Manier einen Keil zwischen die Fans und die ‚abtrünnigen‘ Spielerinnen zu treiben, warf ihnen vor, nicht mehr „mit Herzblut und Leidenschaft“ dabeizusein. Ob das dazu angetan ist, am Luftschiffhafen Ruhe einkehren zu lassen? Vielleicht ist es ganz gut, dass die Liga jetzt wegen des Algarve-Cups erst mal Pause hat…

    2.) Durch den souveränen 3:1-Sieg gegen den HSV (der am Mittwoch noch Turbine Potsdam ein Unentschieden abtrotzte) ist der FCR Duisburg jetzt bis auf drei Punkte herangekommen und hat noch ein Nachholspiel. Derzeit spricht einiges für den ersten Meistertitel der ‚Löwinnen‘ seit 12 Jahren, da sie im Vergleich zu Potsdam momentan den stärkeren Eindruck machen.

    3.) Und was macht der 1.FFC Frankfurt? Gewinnt locker und leicht gegen schwache Leipzigerinnen und fühlt sich auf einmal wieder im Rennen um die Meisterschaft. Trainer Kahlert reibt sich schon die Hände (natürlich nur wegen der Kälte 😉 ), denn sein Verein könnte im Streit zwischen Potsdam und Duisburg am Ende der lachende Dritte sein.

    4.) Der spielfreie Vierte heißt VfL Wolfsburg. Die Partie in Bad Neuenahr fiel ins Wasser und das dürfte den ‚Wölfinnen‘ nicht mal ungelegen kommen, denn so verpassen die momentan verletzten Spielerinnen Tetzlaff und Müller im günstigsten Fall kein Spiel.

    5.) Freiburg wird verApplet! 😉
    Die Aufstiegseuphorie ist im Breisgau verflogen, denn auf dem Kunstrasen in München setzte es eine 0:3-Schlappe, und die Frau des Tages war dabei ausgerechnet Bayerns Neuzugang Sarah „Apple“ Hagen. Die US-Amerikanerin erzielte zwei Tore und erweist sich für den FCB als wahrer Glücksgriff.

    6.) Einen Einstand nach Maß konnte noch eine andere Spielerin feiern: Jenas Sabine Treml kam als ‚Joker‘ ins Spiel und wurde zum ‚Matchwinner‘, indem sie den Siegtreffer für ihren USV gegen Essen-Schönebeck erzielte. Dabei hatte die 20-jährige in der Hinrunde unter Trainerin Voss-Tecklenburg überhaupt keine Rolle gespielt und war sogar in die 2.Mannschaft gesteckt worden!

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  • Eric sagt:

    Der Weg von Bianca S. geht wohl nach Frankfurt (laut MAZ) und da es Babett und Viola nur im Doppelpack gibt, kommt bei einem Wechsel innerhalb der Liga nur WOB in Frage.

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  • Antje sagt:

    @ Ballerina
    So traurig der Anlass ist, war dein Beitrag eine tiefgehende und umsichtige Analyse.

    Ich war im Stadion, fand den Punkteverlust nicht so tragisch, da ich es ebenfalls als Zeichen vieler Dinge sehe. Trotz des weniger gelungenen Zusammenspiel sind mir gute Einzelleistungen aufgefallen. Fazit für mich war, es bleibt in der Saison spannend und das ist gut.

    Doch der Abgang von den Dreien … ich bin völlig geklatscht. Sehe mich in einer ähnlichen Verfassung, wie 2007. Mich macht das echt traurig … Natürlich wünsche ich den Frauen alles gute.
    Trotzdem bricht für mich vieles weg. Wichtiges.

    @Danke für den guten Überblick.

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  • uwe sagt:

    @Ballerina

    Peter und Schmidt werden definitiv nicht nach Duisburg gehen. Malmö (wurde immer wieder spekuliert) wirds wohl auch nicht. Bleibt eigentlich nur Frankfurt. Dazu passt die Aussage von SiDi auf die Frage: Ob Laudehr die letzte Neuverpflichtung ist? “ Wer mich kennt weiss das da noch was kommt“.
    Das Viola den Verein verlässt kommt wohl für alle überraschend.
    Jedenfalls ist ihr Name in Duisburg nicht mal gerüchte weisse gefallen. Aber das muss ja nix heißen.

    Auf jeden fall werden vor der nächsten Saison wieder alle sagen, Frankfurt muss mit dem Kader Meister werden………..:-)

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  • paule sagt:

    Habe gerade erst die Pressekonferenz gesehen. Fazit: Da sitzt ein alter Mann, der sein Lebenswerk in Gefahr sieht und nicht merkt, dass er selbst die Ursache ist. Stattdessen das bekannte Schema. Die Spielerinnen, die den Verein verlassen, werden mit Schimpf und Schande bedacht. Er spielt die beleidigte Leberwurst. Kein Anzeichen von Selbstkritik, er hat wie immer alles richtig gemacht. Ballerina hat mit ihrer Analyse zu 100 % recht.

    Ich weiß nicht wie aktuell die Vertragsspielerübersicht auf der Homepage des Landesverbandes ist. Aber demnach laufen auch noch die Verträge von Draws, Demann und I. Kerschowski aus. Wenn die auch noch gehen, bleiben vom so hochgelobten Jugendkonzept nur noch Trümmer.

    Ich frage mich ernsthaft, wer im Verein mal den Mut hat zu sagen: „Bernd, so geht es nicht weiter“. Leider wohl keiner. Vielleicht wachen die Fans endlich mal auf und kapieren, was da läuft.

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  • waiiy sagt:

    Ich war gestern leider nicht in Potsdam im Stadion, sodass ich, was die Leistung angeht, nicht mitreden kann. Aber wenn ich die nackten Zahlen sehe, freue ich mich dass es ein Unentschieden geworden ist. Zum einen kann er eine Punkt nochmal ganz wichtig gegenüber Duisburg werden, solange das Torverhältnis besser ist. Zum anderen ist es gut, dass nicht am Ende doch noch ein Ball bei Freiburg reingekullert ist. Sonst wäre dieser ganze Mist nicht so hochgekocht, sondern wieder alles unter den Teppich gekehrt.

    Ich hoffe, dass sich etwas ändert. Dafür ist die Situation gut, auch wenn es am Ende der Saison nicht zu einem Titel reichen wird/sollte, da ich Duisburg für so stark halte, sich kaum noch Blößen in der Rückrunde zu geben und Potsdam keine Chance gebe gegen Lyon, wenn man denn Rossyanka überhaupt überlebt.

    Ansonsten kann ich in vielen Dingen Ballerina nur zustimmen. Aber ich bin immer der Typ, der dann nach vorn schaut, was man ändern muss und nicht zurück. Ich denke auch, dass es vielleicht Zeit wäre, wenn Schröder langsam die Trainingsarbeit übergeben würde, damit eine Mannschaft mit diesen Spielerinnen, deren Leistungsfähigkeit ja offensichtlich von allen anderen geschätzt wird, auch mal variabler und dynamischer auftreten kann.

    Es kann in meinen Augen auch nicht sein, dass man keinen Systemwechsel hinbekommt. So etwas sollte sogar mitten im Spiel möglich sein. Das habe ich aber weder bei Frankfurt noch bei Potsdam und schon gar nicht in der N11 gesehen. Die Einzigen, die das gut praktiziert haben, war Duisburg in Potsdam. Wenn es so weiter läuft, wird Duisburg in dem Jahr, in dem dem Klub prophezeit wurde, dass er unten mitspielen wird, der große Wurf gelingen. Wenn das eintritt, verbeuge ich mich vor dieser Mannschaft (den Hut habe ich schon lange gezogen) und gönne es ihr auch von Herzen.

    Aber dieses Herz wünscht sich, dass sich erst einmal was in Potsdam dreht…

    waiiy

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  • waiiy sagt:

    Ich halte übrigens nichts davon, die Spielerinnen, die gehen werden, auf die Bank zu setzen. Dazu hat der 2. Anzug bei Potsdam schon bewiesen, dass er noch nicht so richtig passt. Aber man sollte insgesamt mehr Variabilität in die Aufstellung bringen, dass auch die Stammspieler ein wenig die Konkurrenz anfangen zu fürchten. Bei mir wäre da die Nr.1, die auf die Bank gehen würde, Jenny Zietz. Und da könnte man ja locker reagieren (Schmidt in die Abwehr, Demann auf rechts).

    Wieso kein Wechselspiel auf der 10 zwischen Hanebeck und Vidarsdottir?

    Wieso nicht nur eine Stürmerin mit Anonma und Isy Kerschowski aus der Tiefe kommend, sodass es nicht so eng vorn ist und Isy auch den Schwung, den sie bringen kann, ausnutzen kann? Vielleicht wird dann die immer noch müden wirkende Yuki Nagasato irgendwann mal ein wenig munterer…

    Wieso nicht hinten die Viererkette, dass man Inka Wesely ein wenig aufbaut neben Babett Peter? Je nach Spielstand kann man dann Babs sogar Auszeiten gönnen, dass Inka die Verantwortung selbst schultern kann/muss.

    waiiy

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  • Zonk sagt:

    Wieso denken eigentlich alle,dass Babett und Viola nur gemeinsam wechseln? Habe ich irgendetwas verpasst?
    Eigentlich dachte ich immer Babett und Bianca wären die besten Freundinnen? Da würde ein gemeinsamer Wechsel eher Sinn machen,oder?

    Jedenfalls bin ich wirklich sehr gespannt,ob es wirklich eine von den 3en ins Ausland verschlägt.Dass Babett Peter damit liebäugelt ist ja schon lange bekannt, aber in Schweden sind die Kader fast voll (zumindest die der „führenden“ Vereine wie Malmö,Linköping oder Tyresö), die WPS gibt es nicht mehr, bleibt, wie ich schon einmal angedeutet hatte, nur noch Frankreich. Was mich aber stutzig macht ist,warum, sollte Babett wirklich demnächst das Land verlassen, sie sich dann dem schweißtreibenden Lehrgang bei der Bundeswehr unterzogen hat? Demnach denke ich,dass sie vielleicht doch in Deutschland bleibt.

    Bianca Schmidt kann ich mir in Frankfurt vorstellen, dass Viola Odebrecht dorthin wechselt ist meiner Meinung nach nach der gerade verlautbarten Verlängerung einer Kerstin Garefrekes eher unwahrscheinlich. Bleibt noch abzuwarten,ob Melanie Behringer ihren Vertrag auch verlängert?

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  • Marcel sagt:

    Untergangsstimmung bei Turbine ist ja zum Glück nichts neues und es wurde ja auch nie was draus.
    Diese Phasen hat man doch immer gut genutzt junge Spielerinnen ins „kalte Wasser“ zu schmeissen. Das wird auch wichtig sein um die Identifikation bei den Fans hochzuhalten und nicht wie zur Zeit üblich mit ausländischer Hilfe die entstandenen Löcher zu stopfen.Auch wenn ich Yuki&Co nicht missen will aber ein bisschen deutsch sollte schon noch in Turbine stecken.

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  • FFFan sagt:

    @ Marcel:
    „Diese Phasen hat man doch immer gut genutzt junge Spielerinnen ins “kalte Wasser” zu schmeissen.“

    Richtig, 2007 hat man bei Turbine -Achtung Kalauer!- „aus der Not eine Jugend gemacht“ und war mit der jüngsten Mannschaft der Liga und vielen ‚Eigengewächsen‘ relativ schnell wieder nationale Spitze.
    Aber ob das noch einmal funktionieren würde und ob man überhaupt den Mut dazu hat, erscheint fraglich.

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