Die Tops und Flops der Woche 8/2012
In den Tops und Flops geht es in dieser Woche um einen gut aus der Winterpause gestarteten Abstiegskandidaten und die neue BeNe-Liga in Belgien und den Niederlanden, aber auch um Scharmützel bei Lok Leipzig und die Niederlagenserie eines WM-Teilnehmers.
HSV gibt kräftiges Lebenszeichen Es ist zwar nur ein Punkt, doch das 1:1 gegen Meister 1. FFC Turbine Potsdam dürfte dem abstiegsbedrohten Hamburger SV mächtig Aufwind gegeben haben. Fast wäre in der Schlussphase sogar ein Sieg gelungen, doch die Querlatte und Turbine-Torhüterin Alyssa Naeher verhinderten einen möglichen Dreier. HSV-Winterneuzugang Aylin Yaren gelang der 1:0-Führungstreffer und somit ein gelungener Einstand bei den Hanseatinnen.
Marta zurück in Europa Kaum eine andere Spielerin polarisiert so sehr wie die fünffache Weltfußballerin Marta. Doch ihre Fähigkeiten auf dem Platz sind unumstritten und ab sofort auch wieder in europäischen Gefilden zu bewundern. Die Brasilianerin steht für die kommenden zwei Jahre bei Tyresö FF unter Vertrag, einem Verein südöstlich von Stockholm. Von 2004 bis 2008 hatte Marta bereits in Nordschweden für Umeå IK erfolgreich Fußball gespielt und den UEFA Women’s Cup gewonnen.
Weg frei für BeNe-Liga Die Pläne einer gemeinsamen Frauenfußball Liga zwischen Belgien und den Niederlanden ab der Saison 2012/13 liegen schon länger auf dem Tisch. Nach dem belgischen hat nun auch der niederländische Fußballverband grünes Licht für das Projekt gegeben. In der ersten Saisonhälfte werden jeweils acht Teams nationale Meisterschaftsrunden bestreiten, ehe dann die Top 4 jeder Liga die BeNe-Liga A austragen werden, die jeweils besten Teams eines jeden Landes erhalten einen Startplatz in der UEFA Women’s Champions League. Die jeweils übrigen vier Teams beider Länder werden eine BeNe-Liga B durchführen.
Emirate starten Frauenfußball Liga Am Dienstag startete in den Vereinigten Arabischen Emiraten die erste Frauenfußball Liga. In der Anfangsphase kämpfen jeweils acht Teams in den beiden Alterskategorien U13 und U16 um den Titel. Die in zwei Runden durchgeführten Wettbewerbe werden in Kooperation vom Fußballverband (UAEFA), des Abu Dhabi Sports Council und des Schulsportverbands organisiert. Jedes Team kann 20 Spielerinnen registrieren, 15 von ihnen müssen aus den Emiraten stammen. In jeder Runde und Alterskategorie wird ein Meister ermittelt.
Finanzspritze in Zimbabwe Mit einem Sponsordeal über drei Millionen US-Dollar soll der Frauenfußball in Zimbabwe auf ein neues Niveau gehievt werden. MARANGE Resources stellt diesen Betrag für die Entwicklung des Frauenfußballs im Land zur Verfügung. Geschäftsführer Obert Moyo erklärte, die Unterstützung für den Frauenfußball sei Teil der sozialen Verantwortung. Die Gelder sollen sowohl in die Nationalmannschaft, die U20-Auswahl als auch die heimische Liga fließen.
Unruhe bei Lok Leipzig Zu spät geleistete Gehaltszahlungen des Vereins und Androhungen von Spielerinnen, die Arbeit niederzulegen – beim 1. FC Lokomotive Leipzig war in der Woche vor dem Wiederbeginn der Bundesliga ordentlich Feuer unter dem Dach. Dass die interne Auseinandersetzung dazu noch in die Öffentlichkeit getragen wurde, dürfte der Stimmung wenig dienlich gewesen sein. Bleibt zu hoffen, dass sich Team und Spielerinnen schnell wieder zusammenraufen und sich auf das sportliche Ziel Nichtabstieg konzentrieren.
Bartusiak fehlt gegen Spanien Das EM-Qualifikationsspiel in der Türkei dürfte Saskia Bartusiak eine Weile in Erinnerung behalten. Denn die unnötige Gelb-Rote Karte zwingt die Frankfurterin ausgerechnet im vorentscheidenden Spiel gegen Spanien am 31. März in Mannheim zu einer Pause. Man darf gespannt sein, welche Erkenntnisse der Algarve Cup liefern und mit welchem Innenverteidigerinnen-Duo Bundestrainerin Silvia Neid in die Partie gehen wird.
Belgien nutzt Chance nicht In der EM-Qualifikation hatte Belgien mit einem 0:0 in Island im vergangenen Herbst für eine positive Überraschung gesorgt. Beim 2:2 in Dessel gaben die Belgierinnen jedoch gegen Nordirland eine zweimalige Führung aus der Hand und verpassten die Chance, Druck auf Spitzenreiter Island zu machen, die Nordirinnen freuten sich hingegen über einen Punkt, der sich wie ein Sieg anfühlte.
Nigerias Trainersuche zieht sich hin Seit der Entlassung Eucharia Uche steht die nigerianische Frauenfußball Nationalelf ohne Trainer da. Für Ende Januar hatte der Verband angekündigt, einen Nachfolger ernennen zu wollen. Doch auch drei Wochen später ist offenbar immer noch keine Entscheidung gefallen. Barrister Musa Amadu, Generalsekretär des nigerianischen Fußballverbands, kündigte nun eine Entscheidung für Anfang März an.
Niederlagenserie für Mexiko Beim Vier-Nationen-Turnier in China musste Mexiko mit dem um einige Juniorinnenspielerinnen ergänzten Kader drei Niederlagen in Folge hinnehmen. Dem 0:1 gegen China folgten Niederlagen gegen Turniersieger Nordkorea (0:1) und Südkorea (2:3). Zuvor hatte das Team von Leonardo Cuéllar in Vancouver durch eine 1:3-Niederlage gegen Kanada im Halbfinale der Olympia-Qualifikation einen Startplatz für London 2012 verpasst.