HSV erkämpft Remis gegen Potsdam

Von am 22. Februar 2012 – 17.13 Uhr 41 Kommentare

Der 1. FFC Turbine Potsdam musste sich im Nachholspiel vom 12. Spieltag der Frauenfußball Bundesliga beim Hamburger SV überraschend mit einem Punkt zufrieden geben. Und hatte in der Schlussphase Glück, nicht als Verlierer vom Platz zu gehen.

Beim 1:1 (0:0) vor 380 Zuschauern auf der Wolfgang-Meyer-Sportanlage brachte HSV-Neuzugang Aylin Yaren ihr Team kurz nach der Pause mit einem Schuss ins lange Eck in Führung (48.), nachdem die Turbine-Abwehr einen Ball zu kurz abgewehrt hatte.

Bilder zum Spiel Hamburger SV gegen 1. FFC Turbine Potsdam

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Hanebeck gleicht Yaren-Führung aus
Patricia Hanebeck gelang für die Gäste in der kampfbetonten und unterhaltsamen Partie mit einem Schuss aus 12 Metern nach Vorarbeit von Viola Odebrecht der Ausgleich (73.) – inzwischen hatte Turbine-Trainer Bernd Schröder seine zunächst geschonten Stürmerinnen Genoveva Anonma und Neuzugang Margret Lara Vidarsdottir ins Spiel gebracht.

Kameraj trifft die Latte
In der Schlussphase hatten beide Seiten gute Chancen auf den Siegtreffer, doch es waren überraschend die Hanseatinnen, die dem Dreier ganz nahe kamen, als zwei Minuten vor Spielende Aferdita Kameraj aus 17 Metern nur die Querlatte traf und Augenblicke später fast eine weitere gute Torchance hatte, Turbine-Torhüterin Alyssa Naeher war jedoch auf der Hut.

Zietz verschießt ElfmeterSchmidt und Simon verletzt
Potsdam hatte bereits früh die Führung auf dem Fuß, als Schiedsrichterin Katrin Rafalski nach einem Foul von HSV-Torhüterin Bianca Weech an Yuki Nagasato auf den Elfmeterpunkt zeigte. Doch Jennifer Zietz setzte den Ball an den linken Pfosten (8.). Beide Teams hatten früh wechseln müssen. Nationalspielerin Bianca Schmidt zog sich bereits in der Anfangsphase in einem Zweikampf eine Verletzung und musste genauso vom Platz wie Carolin Simon, die einen Ball ins Gesicht bekam.

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Feifel: „Punkt gibt Selbstvertrauen“
„Mit einem Punkt gegen Potsdam zu starten gibt uns Selbstvertrauen. Turbine hat in der zweiten Halbzeit mächtig Druck gemacht, wir hatte aber auch noch zwei Chancen, den Siegtreffer zu erzielen. Es ist letztlich ein gerechtes Ergebnis“, kommentierte HSV-Trainer Achim Feifel den Punktgewinn.

Schröder angefressen
„So darf man sich als Tabellenführer hier nicht zeigen. Wir haben die erste Halbzeit völlig verschlafen, vor allem im Mittelfeld viel zu wenig Impulse gesetzt. Keine Spielerin, die auf dem Platz stand, hat Normalform gezeigt, die Torhüterin mal ausgenommen“, so der 69-Jährige. „Wir haben es als Mannschaft nicht verstanden, unsere Leistung abzurufen. Der Höhepunkt war dabei der verschossene Elfmeter, der der Mannschaft Sicherheit hätte geben können.“

HSV verlässt Abstiegsrang
Der 1. FFC Turbine Potsdam führt die Tabellen nun mit 31 Punkten an, gefolgt vom FCR 2001 Duisburg (26 Punkte), der allerdings ein Spiel weniger ausgetragen hat. Auf Platz drei und vier folgen der 1. FFC Frankfurt und der VfL Wolfsburg mit jeweils 25 Punkten, die Niedersachsen haben allerdings ebenfalls ein Spiel weniger bestritten. Der HSV verbesserte sich durch den Punktgewinn dank des besseren Torverhältnisses auf den 9. Platz.

Frauenfußball - Zweikampf zwischen Aylin Yaren und Patricia Hanebeck

Zweikampf der Torschützinnen: Aylin Yaren (li.) im Duell mit Patricia Hanebeck © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Hamburger SV – 1. FFC Turbine Potsdam 1:1 (0:0)

HSV: Weech, Haye, Meiforth, Simon (25. Saländer), Hepfer – Brüggemann, Engel – Kameraj, Ewers, Yaren (90. Bagehorn) – Wich (76. M. Schubert)

Potsdam:
Naeher – Schmidt (21. Cramer), Peter, Singer – Odebrecht, Hanebeck, Zietz, Göransson (60. Vidarsdottir) – Nagasato, I. Kerschowski, Andonova (65. Anonma)

Tore: 1:0 Yaren (48.), 1:1 Hanebeck (73.)

Schiedsrichterin: Katrin Rafalski (Bad Zwesten)

Zuschauer: 380

Gelbe Karten: Weech, Kameraj

Besondere Vorkommnisse: Zietz verschießt Foulelfmeter (8.)

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

41 Kommentare »

  • Lakshmi sagt:

    @Svensson,

    I really don’t mind as long as the players have character and skills.
    It seems that the German Top Players either go to Frankfurt or Wolfsburg so the club has not many other options than to sign foreign players.

    (0)