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2012

Die Tops und Flops der Wochen 4 und 5/2012

In den ersten Tops und Flops in diesem Jahr beschäftigen wir uns unter anderem mit einer Trainerin und einer Torhüterin auf Höhenflug, blicken aber auch besorgt in die USA und nach Duisburg.

Voss-Tecklenburg geht in die Schweiz Martina Voss-Tecklenburg hat auf der Karriereleiter die nächste Stufe erklommen. Statt des abstiegsbedrohten Frauenfußball-Bundesligisten FF USV Jena wird sie zukünftig die Schweizer Nationalelf trainieren , ihre Arbeit wird somit auch verstärkt international wahrgenommen werden. Und gleich in der Anfangsphase wartet auf sie eine besondere Aufgabe, denn am 5. April empfängt sie in Aarau im Rahmen der EM-Qualifikation die DFB-Elf.

Almuth Schult macht von sich reden Beste Torhüterin beim Hallenturnier in Jöllenbeck , beste Torhüterin beim DFB-Hallenpokal in Magdeburg: Almuth Schult gibt derzeit mächtig Gas. Der Wechsel von Zweitligist Magdeburger FFC zu Erstligist SC 07 Bad Neuenahr hat der 20-Jährigen sichtlich gut getan. Und beim Algarve Cup in Portugal dürfte Schult dann auch ihr Debüt in der A-Nationalmannschaft geben.

Wolfsburg mischt die Liga auf Frauenfußball Bundesligist VfL Wolfsburg macht Ernst: Mit der Verpflichtung von Nationalspielerin Alexandra Popp und Teamkollegin Luisa Wensing vom FCR 2001 Duisburg hat der niedersächsische Verein ein starkes Signal an die Konkurrenz gesetzt, wohin der Weg in den nächsten Jahren führen soll. Bereits in dieser Saison ist die Qualifikation für das internationale Geschäft in greifbarer Nähe, doch spätestens im nächsten Jahr will der VfL auch einen Titel gewinnen.

Smisek macht weiter Beim 1. FFC Frankfurt spielt Sandra Smisek eine bärenstarke Saison. Grund genug für die 34-Jährige, noch eine Saison dran zu hängen und bis zum 30. Juni 2013 weiterhin die Stiefel für den Verein zu schnüren, dem sie seit 2005 angehört. „Es macht mir nach wie vor großen Spaß, Fußball zu spielen und mich sportlich zu fordern“, freut sich Smi.

Unterstützung für Ali Krieger Ali Krieger wird wegen ihrer in der Olympia-Qualifikation erlittenen Kreuzbandverletzung sechs bis acht Monate pausieren müssen. Ihre US-Teamkolleginnen haben Krieger nun mit einer ungewöhnlichen Geste Mut gemacht . Sie schrieben sich allesamt das deutsche Wort „Liebe“ auf ihre Arme, in Tribut an Krieger und ihr Tattoo. „Huuuge Smile!“, kommentierte Krieger die Aktion via Twitter.

Aus für die WPS In der US-Profiliga WPS wird in der Saison 2012 kein Ball rollen . Als Begründung wurde ein anhängiger Rechtsstreit mit dem magicJack-Besitzer Dan Borislow angeführt, der in der Folge teils wüste Beschimpfungen von amerikanischen Spielerinnen über sich ergehen lassen musste. Doch die Liga kränkelt nicht erst seit gestern, ob 2013 der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann, erscheint mehr als ungewiss.

Aderlass in Duisburg Gleich drei Hiobsbotschaften binnen einer Woche musste der FCR 2001 Duisburg verdauen. Denn Alexandra Popp und Luisa Wensing werden den Verein in Richtung Wolfsburg verlassen , Nationalspielerin Simone Laudehr zieht es zum 1. FFC Frankfurt . Auf die Verantwortlichen um FCR-Sportdirektor Claudio Marcone wartet nun eine Herkulesaufgabe, denn zahlreiche weitere Spielerinnenverträge und auch der Kontrakt mit Trainer Marco Ketelaer laufen zum Saisonende aus.

Peinliche Fehler Bei seinem nicht einmal 20-minütigen Zusammenschnitt des DFB-Hallenpokals ließ der übertragende Sender MDR kaum ein Fettnäpfchen aus . Da wurde etwa Ana-Maria Crnogorcevic zur deutschen Nationalspielerin erklärt, obwohl sie für die Schweiz spielt. Und der Kommentator brachte kaum einen Spielerinnennamen fehlerfrei über die Zunge. Ob Cecilia Okonyo Dembabi, Sake Kamugai oder Christina Bellinghover – die mangelhafte Übertragung wurde dem Frauenfußball nicht gerecht – schade.

Millionen-Poker um Marta Dass die fünffache Weltfußballerin Marta eine Ausnahmekönnerin ist, steht außer Frage. Doch auf der Suche nach einem neuen Verein scheinen ihr und ihrem Manager Fabiano Farah der Realitätssinn abhanden gekommen zu sein. Rund eine Million Dollar würde die Brasilianerin gerne pro Saison verdienen , ein Betrag, den wohl kein Verein aus Schweden, Russland oder Deutschland auf den Tisch blättern wird.

Malaga kämpft ums Überleben Club Atlético Malaga, 15. der spanischen Primera División, steckt in argen finanziellen Schwierigkeiten . Spielerin Isa Guerrero, die seit 18 Jahren im Verein tätig ist, bezeichnet die wirtschaftliche Situation als „dramatisch“. Nun hofft man, ab der kommenden Saison möglicherweise als Team beim Verein Málaga CF Unterschlupf zu finden, doch eine Entscheidung steht noch aus.