Trainer-Dilemma: Jena hofft auf DFB-Gnade
Nach dem Weggang von Trainerin Martina Voss-Tecklenburg in die Schweiz will Frauenfußball Bundesligist FF USV Jena vorerst keinen neuen Cheftrainer verpflichten, sondern eine altbewährte Notlösung aus dem Hut zaubern.
Denn wie schon in der Saison 2010/11 soll Daniel Kraus das Traineramt übernehmen. “Wir beabsichtigen, mit dem Team um die Co-Trainer Daniel Kraus und Bernd Lindrath weiterzuarbeiten”, so Präsident Ralf Schmidt-Röh .
Keine A-Lizenz Der Haken: Kraus ist nach wie vor nicht im Besitz der notwendigen A-Lizenz, er verfügt nur über die B-Lizenz. Eine entsprechende Sondergenehmigung ist laut Schmidt-Röh bereits beim DFB beantragt worden. Der Thüringer Verein hofft also, dass der DFB bereits zum zweiten Mal ein Auge zudrückt und eine neuerliche Ausnahme macht.
Externe Lösung angestrebt Schmidt-Röh begründet die Entscheidung damit, dass Kraus sich für den im März beginnenden A-Lehrgang angemeldet habe. „Die Ausnahmeregelung müsste also nur für die ersten Wochen der Rückrunde gelten“, so seine Argumentation. Doch der Verein sehe sich auch nach externen Lösungen um, betont er.
Schon 2010 mit Sondergenehmigung Kraus hatte bereits im November 2010 nach dem Weggang von Thorsten Zaunmüller interimsweise das Traineramt dank einer Sondergenehmigung ausgeübt , der DFB hatte aber wenig später eine längerfristige Ausübung der Tätigkeit untersagt .