Duisburg hält Titelrennen offen
Der FCR 2001 Duisburg hat mit einem Last-Minute-Sieg beim 1. FFC Turbine Potsdam die Spannung im Titelkampf der Frauenfußball Bundesliga gewahrt, während der 1. FFC Frankfurt und der FC Bayern München nach Heimniederlagen in der Krise stecken.
Bresonik sorgt für Duisburger Coup Der 1. FFC Turbine Potsdam gab beim 2:3 (2:0) gegen den FCR 2001 Duisburg eine Zwei-Tore-Führung zur Halbzeit aus der Hand und musste die erste Saisonniederlage einstecken. Patricia Hanebeck (34.) und ein Eigentor von Linda Bresonik (42.) schienen die Potsdamerinnen bereits dem vierten Meistertitel in Folge ein gutes Stück näher zu bringen, zumal Bresonik kurz vor der Pause auch noch einen Handelfmeter vergab. Doch die Duisburgerinnen bewiesen Moral, Kozue Ando (63.), Alexandra Popp (66.) und Bresonik (90.) drehten vor 2 560 Zuschauern die Partie zugunsten der Gäste, die mit dem Sieg den zweiten Tabellenplatz zementierten und dafür sorgten, dass Potsdam sich nicht auf einem Acht-Punkte-Polster ausruhen konnte.
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Ketelaer überglücklich Die Duisburgerinnen schoben sich durch den Sieg bis auf zwei Punkte an den Tabellenführer heran. „Einfach geil!“, kommentierte Bresonik einen Fußball-Tag, wie man ihn nur selten erlebt. Duisburgs Trainer Marco Ketelaer meinte: „Ich bin überglücklich und stolz auf meine Mannschaft, weil sie Supermoral und Charakter bewiesen hat nach diesem Rückstand.“ Potsdams Trainer Bernd Schröder haderte hingegen: „„Hätten wir gewonnen, wäre die Meisterschaft entschieden gewesen, jetzt ist alles wieder offen.“
Wolfsburg stürzt Frankfurt in die Krise Der 1. FFC Frankfurt kassierte beim 0:1 (0:1) gegen den VfL Wolfsburg bereits die dritte Bundesliga-Niederlage in Folge und hat somit einen weiteren herben Rückschlag im Kampf um Meisterschaft und das internationale Geschäft hinnehmen müssen. Ausgerechnet die Ex-Frankfurterin Conny Pohlers stürzte mit ihrem Treffer in der 15. Minute die Frankfurterinnen in die Krise und bescherte den Niedersachsen den fünften Sieg im fünften Spiel in Folge und den Sprung auf Tabellenplatz 3. Frankfurts Trainer Sven Kahlert erklärte: „Wir haben besser gespielt als beim 1:0 im DFB-Pokal vor vier Wochen.“ Doch nach der vierten Pflichtspielniederlage in Folge muss Frankfurt erst einmal kleinere Brötchen backen und sich mit der Verfolgerrolle begnügen. Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann freute sich: „Endlich ein Big Point. Wir haben nicht so stark gespielt, wie vor vier Wochen im DFB-Pokal, haben aber unglaublich viel Präsenz auf dem Rasen gezeigt.“
Bayern auf Abstiegsplatz Der FC Bayern München ist nach der überraschenden 1:2 (0:1)-Heimniederlage gegen den 1. FC Lok Leipzig auf einen Abstiegsplatz abgerutscht. Marlene Ebermann brachte den Aufsteiger mit einem sehenswerten Treffer in Führung (26.), Lena Lotzen glich für desolate Bayern kurz nach der Pause mit einem Drehschuss aus (49.). Doch postwendend bescherte Lysann Schneider mit einem platzierten Kopfball (50.) ihrem Team einen ungeplanten Dreier und Trainer Jürgen Brauße ein ganz besonderes Geschenk zum 57. Geburtstag.
Enttäuschter Wörle Ein maßlos enttäuschter Bayern-Trainer Thomas Wörle meinte nach der Partie: „Die Mannschaft hat heute jedes Zweikampfverhalten vermissen lassen. Die Mädchen haben wohl noch nicht erkannt, dass es gegen den Abstieg geht.“ Gäste-Trainer Jürgen Brauße freute sich: „Wir haben von Beginn an kompakt und leidenschaftlich gespielt. Die Mädchen haben mir ein besonderes Geburtstagsgeschenk gemacht.“
Jena landet wichtigen Dreier Im Duell zweier Abstiegskandidaten landete der FF USV Jena einen wertvollen 2:1 (1:0)-Sieg gegen Bayer 04 Leverkusen und verabschiedete sich von den Abstiegsrängen. Die Neuseeländerin Amber Hearn brachte die Gastgeberinnen mit einem Kopfball in Führung (22.) Carolin Schiewe baute die Führung mit einem Flachschuss aus (73.), Isabell Linden gelang für die Gäste mit einem abgefälschten Freistoß nur noch der Anschlusstreffer (83.).
Bad Neuenahrs Höhenflug hält an, Freiburg gewinnt in Essen Nationalspielerin Célia Okoyino da Mbabi (20.) bescherte dem SC 07 Bad Neuenahr einen 1:0 (1:0)-Sieg gegen den Hamburger SV und somit den dritten Sieg in Folge. Der SC Freiburg festigte mit einem 2:0 (2:0)-Auswärtssieg bei der SG Essen-Schönebeck den sechsten Tabellenplatz. Essi Sainio (36.) und Hasret Kayikci (40.) sorgten bereits vor der Pause mit ihren Treffern für die Entscheidung.