Landesverdienstorden für WM-Engagement
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat die Nationalspielerinnen und DFB-Trainerinnen, die in NRW beheimatet sind, für ihr Engagement rund um die Frauenfußball-Weltmeisterschaft mit dem Landesverdienstorden ausgezeichnet.
Zu den Geehrten gehören Bundestrainerin Silvia Neid, ihre Kolleginnen Maren Meinert und Bettina Wiegmann sowie die Nationalspielerinnen Annike Krahn , Linda Bresonik , Inka Grings, Ursula Holl, Simone Laudehr und Alexandra Popp .
„Sie haben Ideale, für die Sie leben und sich engagieren“ Die Trainerinnen und Spielerinnen hätten mitgeholfen, dass die Frauenfußball-Weltmeisterschaft im Sommer ein großer Erfolg geworden sei, so Kraft in ihrer Ansprache. „Sie alle haben Ideale, für die Sie leben und für die Sie sich engagieren“, dankte die Ministerpräsidentin in ihrer Laudatio zunächst einmal allen Geehrten, „Sie alle haben Außergewöhnliches geleistet.“
Beitrag zur Gleichberechtigung Mit Blick auf die Sportlerinnen erinnerte Kraft an die große Begeisterung, die das Team bei „vielen Tausenden“ während der WM entfacht habe, und hob hervor, dass der Frauenfußball einen wichtigen Beitrag zur Gleichberechtigung von Mann und Frau geleistet habe. Damit sei, so beendete die Ministerpräsidentin ihre Würdigung, zumindest beim Fußball das Ziel erreicht, über das sich in den Geschichtsbüchern eine nette Geschichte finden lasse:
„Beim Kampf für die Rechte der Frauen nämlich wurde dem britischen Politiker Chamberlain einmal in hitziger Atmosphäre zugerufen: ‚Der Tag wird kommen, an dem die Frauen regieren werden.’ Chamberlain soll sich daraufhin der Dame zugewandt, ihr die Hand geküsst und gesagt haben: ‚Und das wird gar nichts Neues sein.’ Machen Sie, meine Damen, also weiter. Damit es auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen völlig normal und nichts Neues sein wird, wenn Frauen das tun, was für Männer schon lange selbstverständlich ist.“