DFB-Pokal: Wer kommt ins Viertelfinale?
Auf dem Weg zum DFB-Pokalfinale nach Köln wird am Sonntag die nächste Runde eingeläutet. Auch sechs Zweitligisten sind im Achtelfinale noch vertreten. Einer von ihnen, der VfL Sindelfingen, bekommt es mit dem amtierenden Deutschen Meister zu tun. Der Pokalsieger empfängt im Erstligaduell den VfL Wolfsburg.
Die Begegnung zwischen dem 1. FFC Frankfurt und den Wolfsburgerinnen ist eines von nur drei Erstligaduellen, die anderen bestreiten der Hamburger SV und der SC Freiburg sowie der FC Bayern München und der FF USV Jena.
Freiburg gibt sich selbstbewusst „Wir fahren natürlich nicht nach Hamburg, um dort die weiße Fahne zu hissen“, sagt SC-Trainer Milorad Pilipovic, „wir wollen im Pokal unsere gute Leistung aus dem Liga-Spiel bei Bayer 04 Leverkusen (5:1) bestätigen und eine Runde weiter kommen.“ Mit dem HSV verbinden die Freiburgerinnen schlechte Erinnerungen, in der Meisterschaft verlor man trotz 2:0-Führung am Ende mit 2:3. „Es ist natürlich eine besondere Konstellation, dass wir uns nach der 2:3-Niederlage in der Liga so schnell revanchieren können“, gibt sich Pilipovic selbstbewusst. Allerdings muss sein Team weiterhin auf Torhüterin Marisa Brunner (Sehnenriss im Finger) verzichten, außerdem fallen Lydia Miraoui (Grippe) und Isabella Schmid (Knieprobleme) aus.
„Wölfinnen“ setzen auf mannschaftliche Geschlossenheit „Das war mit Abstand das schwerste Los, das man bekommen konnte“, blickt Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann auf die Partie beim 1. FFC Frankfurt. „Wir fahren jedoch nicht chancenlos nach Frankfurt. Mit einer guten Mannschaftsleistung sind wir in der Lage, gegen jedes Team der Bundesliga zu bestehen.“ In der Liga gelang in der vergangenen Saison ein Sieg gegen den FFC. Der ist auf nationaler Ebene in dieser Saison bislang ungeschlagen, will die Gäste aber nicht auf die leichte Schulter nehmen.
„Vor dem starken Angriffsduo Martina Müller und Conny Pohlers, die gemeinsam in der Liga neun Treffer erzielt haben, braucht man gar nicht erst zu warnen“, sagt FFC-Trainer Sven Kahlert. „Unser Ligakonkurrent hat selbst große Ambitionen im Cup-Wettbewerb formuliert“, ist sich Kahlert sicher, dass sein Team ein enges Duell erwartet.
Der USV gastiert in München Das dritte Erstligaduell steigt zwischen dem FC Bayern München und dem FF USV Jena. „Auswärts im Pokal bei Bayern anzutreten ist natürlich ein schweres Los“, sagt USV-Trainerin Martina Voss-Tecklenburg, die mit ihrer Mannschaft schon in der vergangenen Runde gegen den BV Cloppenburg viel Mühe hatte. „Die Bayern sind gegen uns Favorit, zumal sie im Pokalwettbewerb bisher immer eine gute Rolle gespielt haben. Wir haben aber beim 1:1 in der Meisterschaft gezeigt, dass wir dagegenhalten können und werden sicherlich nicht nach München fahren, um dort zu verlieren.“
Immer wieder Duisburg Der FCR 2001 Duisburg empfängt am Sonntag den Zweitligisten Herforder SV – mal wieder. In den letzten Jahren sind die Ostwestfälinnen im Pokal immer an Duisburg gescheitert. „Respekt haben wir vor jedem Gegner, aber der Unterschied zwischen erster und zweiter Liga im Frauenfußball beträgt schon mindestens eine Klasse. Wir sind klarer Favorit und wollen das Spiel auch klar und deutlich gewinnen“, gibt Marco Ketelaer die Marschrichtung vor. Dabei hofft der FCR-Trainer, dass seine Mannschaft die Trainingsinhalte der Woche umsetzen kann. Da viele Spielerinnen mit ihren Nationalmannschaften unterwegs waren, „haben wir viele Dinge geübt, die in kleineren Gruppen leichter zu trainieren sind als mit dem gesamten Kader, wie Laufwege, taktisches Verhalten, Passspiel-Optimierung und generell der Spielaufbau.“ Nicht zur Verfügung stehen am Sonntag Anke Preuß und Mandy Islacker.
Bad Neuenahr will neuen Mut schöpfen „Das ist ein Pokalspiel, also mindestens 90 Minuten Spannung. Hoffenheim ist ein sehr gut strukturierter Verein. Die wollen in die Bundesliga, und wir sind gewarnt“, blickt Colin Bell, Trainer des SC 07 Bad Neuenahr, auf das Duell mit der TSG 1899 Hoffenheim. Der SC trägt in der ersten Liga momentan die rote Laterne. „Es fehlt im Augenblick die Initialzündung, dann liefe vieles leichter“, hofft Bell, gegen den Zweitligisten die Negativserie der vergangenen Wochen zu beenden und im Spiel mal wieder in Führung gehen zu können.
Zweitligaduell in Gütersloh Zum einzigen Zweitligaduell kommt es zwischen dem FSV Gütersloh 2009 und dem SV Werder Bremen. In der Liga behielten zuletzt die Gütersloherinnen die Oberhand. Außerdem empfängt der 1. FC Lok Leipzig den FV Löchgau. Der 1. FFC Turbine Potsdam tritt zu Hause gegen den VfL Sindelfingen an.