DFB-Pokal: Wer kommt ins Viertelfinale?

Von am 28. Oktober 2011 – 11.48 Uhr 33 Kommentare

Auf dem Weg zum DFB-Pokalfinale nach Köln wird am Sonntag die nächste Runde eingeläutet. Auch sechs Zweitligisten sind im Achtelfinale noch vertreten. Einer von ihnen, der VfL Sindelfingen, bekommt es mit dem amtierenden Deutschen Meister zu tun. Der Pokalsieger empfängt im Erstligaduell den VfL Wolfsburg.

Die Begegnung zwischen dem 1. FFC Frankfurt und den Wolfsburgerinnen ist eines von nur drei Erstligaduellen, die anderen bestreiten der Hamburger SV und der SC Freiburg sowie der FC Bayern München und der FF USV Jena.

Freiburg gibt sich selbstbewusst
„Wir fahren natürlich nicht nach Hamburg, um dort die weiße Fahne zu hissen“, sagt SC-Trainer Milorad Pilipovic, „wir wollen im Pokal unsere gute Leistung aus dem Liga-Spiel bei Bayer 04 Leverkusen (5:1) bestätigen und eine Runde weiter kommen.“ Mit dem HSV verbinden die Freiburgerinnen schlechte Erinnerungen, in der Meisterschaft verlor man trotz 2:0-Führung am Ende mit 2:3. „Es ist natürlich eine besondere Konstellation, dass wir uns nach der 2:3-Niederlage in der Liga so schnell revanchieren können“, gibt sich Pilipovic selbstbewusst. Allerdings muss sein Team weiterhin auf Torhüterin Marisa Brunner (Sehnenriss im Finger) verzichten, außerdem fallen Lydia Miraoui (Grippe) und Isabella Schmid (Knieprobleme) aus.

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„Wölfinnen“ setzen auf mannschaftliche Geschlossenheit
„Das war mit Abstand das schwerste Los, das man bekommen konnte“, blickt Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann auf die Partie beim 1. FFC Frankfurt. „Wir fahren jedoch nicht chancenlos nach Frankfurt. Mit einer guten Mannschaftsleistung sind wir in der Lage, gegen jedes Team der Bundesliga zu bestehen.“ In der Liga gelang in der vergangenen Saison ein Sieg gegen den FFC. Der ist auf nationaler Ebene in dieser Saison bislang ungeschlagen, will die Gäste aber nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Stephanie Bunte, Svenja Huth

Wolfsburgs Stephanie Bunte (l.) bekommt es am Sonntag wieder mit Svenja Huth zu tun. © Nora Kruse, ff-archiv.de

„Vor dem starken Angriffsduo Martina Müller und Conny Pohlers, die gemeinsam in der Liga neun Treffer erzielt haben, braucht man gar nicht erst zu warnen“, sagt FFC-Trainer Sven Kahlert. „Unser Ligakonkurrent hat selbst große Ambitionen im Cup-Wettbewerb formuliert“, ist sich Kahlert sicher, dass sein Team ein enges Duell erwartet.

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Der USV gastiert in München
Das dritte Erstligaduell steigt zwischen dem FC Bayern München und dem FF USV Jena. „Auswärts im Pokal bei Bayern anzutreten ist natürlich ein schweres Los“, sagt USV-Trainerin Martina Voss-Tecklenburg, die mit ihrer Mannschaft schon in der vergangenen Runde gegen den BV Cloppenburg viel Mühe hatte. „Die Bayern sind gegen uns Favorit, zumal sie im Pokalwettbewerb bisher immer eine gute Rolle gespielt haben. Wir haben aber beim 1:1 in der Meisterschaft gezeigt, dass wir dagegenhalten können und werden sicherlich nicht nach München fahren, um dort zu verlieren.“

Immer wieder Duisburg
Der FCR 2001 Duisburg empfängt am Sonntag den Zweitligisten Herforder SV – mal wieder. In den letzten Jahren sind die Ostwestfälinnen im Pokal immer an Duisburg gescheitert. „Respekt haben wir vor jedem Gegner, aber der Unterschied zwischen erster und zweiter Liga im Frauenfußball beträgt schon mindestens eine Klasse. Wir sind klarer Favorit und wollen das Spiel auch klar und deutlich gewinnen“, gibt Marco Ketelaer die Marschrichtung vor. Dabei hofft der FCR-Trainer, dass seine Mannschaft die Trainingsinhalte der Woche umsetzen kann. Da viele Spielerinnen mit ihren Nationalmannschaften unterwegs waren, „haben wir viele Dinge geübt, die in kleineren Gruppen leichter zu trainieren sind als mit dem gesamten Kader, wie Laufwege, taktisches Verhalten, Passspiel-Optimierung und generell der Spielaufbau.“ Nicht zur Verfügung stehen am Sonntag Anke Preuß und Mandy Islacker.

Bad Neuenahr will neuen Mut schöpfen
„Das ist ein Pokalspiel, also mindestens 90 Minuten Spannung. Hoffenheim ist ein sehr gut strukturierter Verein. Die wollen in die Bundesliga, und wir sind gewarnt“, blickt Colin Bell, Trainer des SC 07 Bad Neuenahr, auf das Duell mit der TSG 1899 Hoffenheim. Der SC trägt in der ersten Liga momentan die rote Laterne. „Es fehlt im Augenblick die Initialzündung, dann liefe vieles leichter“, hofft Bell, gegen den Zweitligisten die Negativserie der vergangenen Wochen zu beenden und im Spiel mal wieder in Führung gehen zu können.

Zweitligaduell in Gütersloh
Zum einzigen Zweitligaduell kommt es zwischen dem FSV Gütersloh 2009 und dem SV Werder Bremen. In der Liga behielten zuletzt die Gütersloherinnen die Oberhand. Außerdem empfängt der 1. FC Lok Leipzig den FV Löchgau. Der 1. FFC Turbine Potsdam tritt zu Hause gegen den VfL Sindelfingen an.

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33 Kommentare »

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Ich frage mich auch, wenn ich die Spieldetails gegen Sindelfingen so lese, ob am Mittwoch der Spagat zum CL-Spiel ordentlich geschafft wird oder es eben zu einer Fortsetzung der genannten Mißstände im Pass- und Zusammenspiel inkl. der mangelnden Toreffizienz der letzten Liga- bzw. Pokalspiele gibt. Dann sollte es nämlich nichts werden, mit einem Torepolster im Rücken nach Glasgow zu fahren. Stattdessen darf dann erneut gezittert, gestöhnt, die Haare gerauft etc. werden.

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  • Sheldon sagt:

    @SF: Ich würde sagen, wenn Glasgow gegen Sindelfingen spielt, dann hat Sindelfingen eindeutig das bessere Ende für sich! Von daher mache ich mir da keine Sorgen!

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  • Detlef sagt:

    @Sheldon,
    Wie oft hast Du denn Glasgow City schon spielen sehen, daß Du so eine Aussage treffen kannst???

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  • Sheldon sagt:

    @Detlef: Meine Güte, momentan könnte Potsdam sogar gegen Celtic oder Rangers bei den Männern spielen und würde gewinnen. Nur weil Glasgow ausnahmweise mal die 1. Runde überstanden hat, heißt das noch lange nicht, dass sie besonderes Format hätten.

    Das ist ein positiver Ausrutscher, nix weiter. Bisher hat es Glasgow ja noch nicht einmal bis in die 1. Runde geschafft vor dieser Saison, da wird sich nicht so viel geändert haben, dass man es jetzt mit dem besten Team der Welt aufnehmen könnte.

    Von daher gehe ich von einem ruhigen und gemütlichen 6:0 bis 7:0 aus!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Detlef

    > @Sheldon,
    > Wie oft hast Du denn Glasgow City schon spielen sehen, daß Du so eine Aussage treffen kannst???

    Wozu hat man denn seinen privaten Learjet und pendelt Wochenende für Wochenende zwischen Glasgow und Potsdam?! 😀
    Dann stehen noch die dänische Liga und NM und einige andere ungenannte Teams (je nach Stimmung) auf der Spontanliste…

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  • Sheldon sagt:

    @SF: Nun gut, es muss nicht gleich der Privatjet sein… Doch wer geht allen Ernstes davon aus, dass Potsdam sich wirklich schwer tut?
    Die CL ist bis jetzt immer noch eine mindestens 3- bis 4-Klassengesellschaft, wobei vielleicht die französischen, deutschen, englischen, dänischen, schwedischen, russischen und italienischen Klubs Erstligaformat haben.
    Sindelfingen dagegen ist punktgleich Zweiter in der 2. Liga und wird im nächsten Jahr höher spielen als beispielsweise Bad Neuenahr!

    Von daher: Wie soll man anhand der Daten Glasgow und Sindelfingen vergleichen bzw. so vergleichen, dass Glasgow besser dasteht als Sindelfingen?
    Vielleicht sollte man erstmal eine Ausscheidung zwischen diesen beiden veranstalten und der Sieger darf dann morgen gegen Potsdam ran!

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  • berggruen1 sagt:

    @sheldon: Schon wegen dieser Aussage bzgl. Glasgow kann man fast nur wünschen, dass es anders kommt (was ich mir und TP selbstverständlich nicht wünsche)! Man sollte, selbst bei unbeschriebenen Blättern, niemals so arrogant sein zu glauben, die hauen wir schon vom Platz! Die Spitze gegen Bad Neuenahr hättest Du Dir auch sparen können…

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  • Sheldon sagt:

    Ich will ja nix sagen, aber: ICH habs gesagt! Glasgow ist einfach noch 2 bis 3 Klassen unter Potsdam!

    6:0 nach 61 Minuten und da kann noch das ein oder andere Tor fallen!

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  • wrack sagt:

    @ Sheldon: Ich will ja nix sagen, aber: Du hast auch gesagt „Bye,bye, Frankfurt“ 😉

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  • Sheldon sagt:

    @wrack: Ist ja immer noch machbar. Frankfurt muss nur einmal einen schlechten Tag erwischen, und PSG einen guten, und es wird ganz eng in Paris, wo ja auch schon der CL-Sieger, die wohl nach der Meinung vieler hier beste Mannschaft Europas, gestolpert ist!

    Von daher seid nochmal ganz ruhig, wenn Frankfurt durch ist, könnt ihr meinetwegen feiern, aber nicht vorher!

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  • Michele sagt:

    @Sheldon
    Wer feiert hier? Frankfurt hat sich eine sehr gute Ausgangslage geschafft und wird sich diese auch nicht mehr nehmen lassen. Auch wenn es dir nicht passt, aber der FFC Frankfurt kommt weiter.

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  • wrack sagt:

    Sheldon: Angesichts des 3-0 für Frankfurt will ich das 0-0 von Lyon in Paris wohl als einen Stolperer sehen. Jetzt muß das heimstarke Paris zuhause nur noch 4 Tore mehr schießen als Frankfurt und du hast recht ! Wie stehen die Wettquoten ? Da kann man wohl ein kleines Vermögen verdienen. 🙂

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  • berggruen1 sagt:

    @sheldon: Kein Mensch hier hat erwartet, dass Glasgow Turbine ein 1:1 abtrotzt oder gar gewinnt, den Meisten von uns stört nur die Überheblichkeit, mit der Du glaubst, Gegner schlecht(er) machen zu müssen (als sie sind). Selbst den vermeintlich leichtesten Gegner sollte man ernst nehmen, sonst gibt es ein böses Erwachen (oder bist Du ernsthaft der Meinung, dass Rubin Kazan „gleichwertig“ mit Barcelona ist?). Da lobe ich mir die Einstellung von Bernd Schröder, der klar gesagt (und umgesetzt) hat, dass sie mit der A-Mannschaft auflaufen. Frankfurt hat Deine Skepsis (euphemistisch ausgedrückt) eindrucksvoll widerlegt, selbst wenn es kein 10:0 war wie bei TP. Natürlich sind sie noch nicht weiter, genauso wenig wie Turbine (bei einem ganz, ganz schlechten Tag von TP und einem Buttertag von Glasgow gewinnen sie mit 11:0 und TP ist draußen) oder irgendeine andere Mannschaft, die noch ein Rückspiel vor sich hat. Aber die zweite Halbzeit (sozusagen) mit einem 3:0 zu beginnen, ist erst einmal eine beruhigende Sache.

    Glückwunsch an Turbine Potsdam und den 1. FFC Frankfurt! Weiter so!

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