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2011

Rheinländerinnen wollen Anschluss, Ruhrpott-Teams den Derby-Sieg

Sowohl die SG Essen-Schönebeck als auch der FCR 2001 Duisburg haben in der Bundesliga bislang über den Erwartungen gespielt. Am sechsten Spieltag treffen sich beide zum Ruhrpott-Derby. Aber auch das Duell zwischen dem SC 07 Bad Neuenahr und dem FC Bayern München verspricht Spannung – beide haben in der Liga ihr Potenzial noch nicht ausschöpfen können.

Der FC Bayern steht mit vier Zählern momentan auf dem siebten Tabellenrang, der SC 07 Bad Neuenahr trägt die rote Laterne.

Bad Neuenahr mit dem Rücken zur Wand Zwei Unentschieden in fünf Begegnungen – das ist die Ausbeute der Rheinländerinnen, die sich am vergangenen Wochenende in Frankfurt zwar gut verkauft haben, aber erneut ohne Zählbares nach Hause gefahren sind. „Wie wir haben sich die Neuenahrerinnen den bisherigen Saisonverlauf wohl anders vorgestellt“, sagt Bayern-Trainer Thomas Wörle, der einen motivierten Gegner erwartet. „Bad Neuenahr muss als Tabellenletzter gegen uns gewinnen.“ Wieder an Bord ist dabei SC-Nationalspielerin Célia Okoyino da Mbabi. Wörle muss auf Julia Simic, Tanja Wörle, Sarah Puntigam, Stefanie Mirlach und Nicole Banecki verzichten. Ein Einsatz von Petra Wimbersky ist noch unklar.

Pilipovic sieht „Möglichkeit zum Befreiungsschlag“ Der SC Freiburg steht mit sieben Punkten aus fünf Spielen momentan auf einem sehr guten sechsten Rang. Anders sieht es mit dem Hamburger SV aus, der mit nur einem Sieg auf Platz neun steht. Dennoch erwartet SC-Trainer Milorad Pilipovic einen Gegner, der „sicherlich wesentlich stärker ist, als der Tabellenplatz aussagt“. Doch der Trainer Chancen rechnet sich Chancen aus und möchte „den HSV durch einen Sieg auf Distanz halten und uns im Mittelfeld der Tabelle etablieren“. Nicht zur Verfügung steht dem SC Stéphanie Wendlinger (Grippe), hinter dem Einsatz von Marina Makanza steht ein Fragezeichen.

Ruhrpott-Derby „Wir sind erneut der krasse Außenseiter, aber im Gegensatz zu den Spielen gegen Potsdam und Frankfurt ist dies eben ein Derby“, sagt Markus Högner, Trainer der SG Essen-Schönebeck vor dem Heimspiel gegen den FCR 2001 Duisburg, das als einzige Partie bereits am morgigen Samstag (14 Uhr, live auf DFB-TV) ausgetragen wird. „Dieses Derby wird alles andere als ein Spaziergang; das sage ich nicht als Pflichtformulierung, sondern aus Respekt vor den bisherigen Leistungen der Essenerinnen“, spricht auch FCR-Trainer den Derbycharakter an. „Wenn man bedenkt, dass Essen schon in Potsdam und Frankfurt gespielt und trotzdem neun Punkte gesammelt hat, weiß man, wie schwer die Aufgabe wird“.

Frankfurter Pflichtaufgabe in Leverkusen Bislang „ist unsere Spielanlage nicht immer so überzeugend, aber die Ergebnisse stimmen, und wir spielen bisher zu null“ ist Sven Kahlert mit der Ausbeute aus 15 Punkten hochzufrieden. Am Samstag reist er mit dem 1. FFC Frankfurt zu Bayer 04 Leverkusen und ist auch dort haushoher Favorit. Die Rheinländerinnen haben beim 2:0-Auswärtserfolg gegen den Hamburger SV in der Vorwoche die ersten Punkte holen können, haben aber mit Verletzungen zu kämpfen; es fehlen Natalie Moik (Kreuzbandriss) sowie Lisa Schmitz und Shelley Thompson (Meniskus).

Jena empfängt Turbine Ähnlich wie im Duell zwischen Leverkusen und Frankfurt sind auch in der Partie zwischen dem FF USV Jena und dem 1. FFC Turbine Potsdam die Rollen klar verteilt. Während die Potsdamerinnen mit ebenfalls 15 Punkten die Maximalausbeute gewonnen haben, liegt die Elf von Trainerin Martina Voss-Tecklenburg mit vier Zählern auf dem achten Tabellenrang. Dennoch will sich die USV-Trainerin nicht verstecken. „Wir haben durch die vier Punkte aus den letzten beiden Spielen viel Selbstbewusstsein getankt und werden versuchen Turbine das Leben so schwer wie möglich zu machen“.

Spiel 1 nach von Lanken Nach der Entlassung von Trainerin Claudia von Lanken reist der 1. FC Lok Leipzig zum VfL Wolfsburg. Auf Leipziger Seite wird es spannend zu sehen, wie sich die Mannschaft nach dem Trainerwechsel verkauft, für Wolfsburg ist ein Sieg gegen den Abstiegskandidaten Pflicht, um den Anschluss an die Spitzenteams nicht zu verlieren.