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2011

Ein Sonntag mit richtungsweisenden Duellen

Der 1. FFC Frankfurt will nach der Niederlage in der Champions League ein Erfolgserlebnis am fünften Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga. Der VfL Wolfsburg tritt nach der Partie gegen den 1. FFC Turbine Potsdam in der Vorwoche zum nächsten Spitzenspiel an. Die “Wölfinnen” sind beim FCR 2001 Duisburg zu Gast, der bislang über den Erwartungen spielt.

„Natürlich freuen wir uns über das Erreichte, das ist doch selbstverständlich; aber wir wissen, dass mit Wolfsburg ein topbesetztes Team auf uns wartet, das ebenfalls sehr hochgesteckte Ziele hat“, so FCR-Trainer Marco Ketelaer, “dieses Spiel ist richtungsweisend.” Denn für den VfL geht es darum, den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren.

Duell auf Augenhöhe „Ich erwarte ein Duell auf Augenhöhe. Es stehen sich zwei offensiv ausgerichtete Mannschaften gegenüber, die ein hohes Tempo gehen werden. Ich bin optimistisch, dass wir Zählbares aus Duisburg mitnehmen werden“, sagt Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann, der mit seiner Mannschaft bislang sieben Punkte auf dem Konto hat und damit schon fünf Zähler Rückstand auf den FCR. Die Duisburgerinnen müssen bei ihrem Heimspiel weiter auf Mandy Islacker verzichten , Linda Bresonik „kann dagegen eine Option sein“, so Ketelaer, der den VfL trotz des holprigen Saisonstarts nicht unterschätzen will. „Wolfsburg hat eine prima erste Halbzeit gegen Potsdam gespielt; das wird eine schwere Herausforderung.“

Frankfurt will wieder Tritt fassen „Das Entscheidende ist jetzt, nach dem Champions-League-Hinspiel in Norwegen auch die Konzentration für den Bundesligaalltag hoch zu halten“, blickt Sven Kahlert auf das Heimspiel zwischen seinem 1. FFC Frankfurt und dem SC 07 Bad Neuenahr ( 11 Uhr, live auf DFB-TV ). Nach der 0:1-Niederlage gegen Stabæk trifft der FFC nun auf den aktuell Vorletzten der Bundesligatabelle. Ein Sieg gegen die Kurstädterinnen wäre für die Frankfurterinnen nicht nur im Titelrennen wichtig, sondern auch für das Selbstbewusstsein vor dem Rückspiel in der Champions League am kommenden Mittwoch ( 15 Uhr, live im HR ). Doch genau darum geht es auch für den SC, der nach dem schwachen Saisonstart dringend ein Erfolgserlebnis braucht.

Duell der Aufsteiger „Wiedergutmachung für das Ergebnis gegen Duisburg“ möchte Milorad Pilipovic am Sonntag betreiben. Im Duell der Bundesligaaufsteiger tritt er mit dem SC Freiburg beim 1. FC Lok Leipzig an. Während die Leipzigerinnen in der Vorwoche einen 3:2-Auswärtserfolg in Leverkusen feiern konnten, kassierte der SC eine bittere 0:6-Heimpleite gegen Duisburg . Gegen Leipzig sollen die Freiburgerinnen nun zu ihrer „klaren und dominanten Spielweise“ zurückfinden, so der Trainer, der optimistisch ist, „wieder in die Spur zu kommen“ und am liebsten eine Serie starten möchte. Nach der Begegnung in Leipzig warten der Hamburger SV und Bayer 04 Leverkusen – die Chance, „einen Meilenstein für eine einigermaßen entspannte Saison zu setzen“.

Jena reist zum FCB In München stehen sich mit dem FC Bayern und dem FF USV Jena zwei Teams gegenüber, die einen schwachen Saisonstart hingelegt haben. Für den FCB kam er eher überraschend, von Jena hatte man kaum anderes erwartet. Beim Heimsieg gegen Bad Neuenahr konnte der USV in der vergangenen Woche allerdings die ersten Punkte einfahren, in München will die Elf von Trainerin Martina Voss-Tecklenburg nun nachlegen „und den Gegner unter Druck zu setzen und die guten Ansätze aus dem Neuenahr-Spiel länger und konstanter umzusetzen.“ Für die Münchnerinnen ist ein Sieg gegen den Abstiegskandidaten dagegen Pflicht, um den Anschluss an die obere Tabellenhälfte nicht zu verlieren.

Potsdam trifft auf Überraschungsteam Der 1. FFC Turbine Potsdam trifft nach dem souveränen 6:0-Erfolg in der Champions League am Sonntag auf die SG Essen-Schönebeck, die einen starken Saisonauftakt hingelegt hat und momentan auf dem vierten Tabellenrang liegt. Bayer 04 Leverkusen reist zum Hamburger SV.