Potsdam und Frankfurt siegen deutlich

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Am ersten Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga gaben sich Meister 1. FFC Turbine Potsdam und der 1. FFC Frankfurt keine Blöße und fuhren klare Siege ein. Auch Wolfsburg und Duisburg gewannen, und die Torschützenkönigin der vergangenen Saison traf bereits wieder ins Schwarze.

Potsdam kam zu einem 4:0 (2:0)-Sieg gegen den Hamburger SV und übernahm somit am ersten Spieltag gleich wieder die Tabellenführung.

Anonma und Nagasato treffen
2 790 Zuschauer sahen, wie Neuzugang Genoveva Anonma ihr Team früh in Führung brachte (8.), zweimal Weltmeisterin Yuki Nagasato (20, 58.) sowie erneut Anonma (62.) sorgten für einen gelungenen Saisonauftakt. „Wir sind schon ganz gut eingespielt, haben aber noch viel Luft nach oben“, so Turbine-Trainer Bernd Schröder.

Neu-Frankfurterin Fatmire Bajramaj (l.) traf für den FFC. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Frankfurt kommt schwer in Gang
Der 1. FFC Frankfurt tat sich beim 3:0 (1:0)-Sieg gegen die SG Essen-Schönebeck in der Anfangsphase schwer und hatte Glück nicht in Rückstand zu geraten, ehe Sandra Smisek die Führunge erzielte (38.) in einer Partie, die eine knappen Viertelstunde lang wegen eines Unwetters unterbrochen wurde. Svenja Huth (50.) und Fatmire Bajramaj (53.) sorgten für einen standesgemäßen Erfolg vor 2 750 Zuschauern.

Duisburg macht Sieg erst in Schlussphase perfekt
Mehr Mühe als erwartet hatte der FCR 2001 Duisburg beim 2:1 (0:1)-Sieg gegen den guten Aufsteiger 1. FC Lokomotive Leipzig. Die Gäste gingen vor 1 870 Zuschauern durch Lyn Meyer in Führung (14.), doch nach der Pause drehten Alexandra Popp (59.) und Stefanie Weichelt (85.) mit dem späten Siegtreffer die Partie. „Es war keine gute Leistung meiner Mannschaft“, so die Analyse von Duisburgs Trainer Marco Ketelaer.

Wolfsburg und Bayern feiern klare Siege
Zwei Treffer von Conny Pohlers (44., 65.) und ein Tor von Nadine Keßler (12.) bescherten dem VfL Wolfsburg vor 710 Zuschauern einen 3:0 (2:0)-Auswärtssieg beim FF USV Jena. Zu einem klaren 3:0 (2:0)-Auftaktsieg kam der FC Bayern München vor 810 Zuschauern gegen Bayer 04 Leverkusen. Ivana Rudelic (2.), Isabell Bachor (26.) und Laura Feiersinger (88.) sorgten für einen ungefährdeten Erfolg der Münchnerinnen.

Freiburg ärgert Bad Neuenahr
Der zweite Aufsteiger SC Freiburg konnte nach einer 2:0-Führung beim SC 07 Bad Neuenahr durch Treffer von Melanie Leupolz (15.) und Lydia Miraoui (47.) bereits von den ersten drei Punkten träumen, doch Sara Doorsoun-Khajeh (71.) und Celia Okoyini da Mbabi (84.) retteten den Gastgeberinnen vor 910 Zuschauern einen Punkt.

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jochen-or
jochen-or

Potsdam ist wieder da! Der erste Auftritt der neuformierten Mannschaft war klar besser als die meisten Autritte in der Liga im Vorjahr. Anonma ist wesentlich giftiger und fleissiger als Lira in der letzten Saison. Zudem düfte sie auch torgefährlicher sein. Verglichen mit dem Auftritt von Lira bei Frankfurt am Morgen sollte man froh über diesen Wechsel sein, zumal sich Lira offensichtlich zunehmend in ihrer Öffentlichkeitsarbeit ( s. Sportschau heute)und Medienwirksamkeit verliert. ( Vom ersparten Geld ganz zu schweigen.) Auch wenn der HSV sicherlich kein Maßstab ist, kann man feststellen, dass die Systemumstellung auf ein 4-4-2 gelungen ist. Yuki und Anonma… Weiterlesen »

waiiy
waiiy

@jochen-or:

Meines Erachtens nach haben sie weiter ein 3-4-3 gespielt:

Abwehr: Schmidt – Peter – Kemme

Mittelfeldraute: Zietz – Odebrecht (hinten) – Hanebeck (vor) – Cramer

Sturm: Nagasato – Anonma – Mittag (wechselnd)

Cramer hat deutlich vor Kemme im Mittelfeld gespielt.

waiiy

XQ
XQ

Turbine vs. HSV: Sehr bedenklich fand ich in der ersten Hälfte die Potsdamer Abwehr mit etlichen Wacklern. In der zweiten Hälfte gefiel mir das Zusammenspiel Cramer und Andonova sehr gut, auch wenn letztere anscheinend nicht zum Tore schießen geboren ist. Sie brachte mit ihren präzisen Flanken mehr Gefahr, als, sorry, Anja M. Sollte Anonma ihr heute aufgezeigtes Niveau halten können, wird sie wertvoller, als es eine Bairamaj war. Denn sie ist schnell, bewegt sich absolut toll und sieht die Mitspielerinnen und hat ein Auge auf den Gegenspieler (das Tor zum 4:0). Also ich sah heute viel „SEHRVIELVERSPRECHENDES“.

waiiy
waiiy

Zum System habe ich bereits geschrieben. Aber auch ansonsten gab es heute imm Karl-Liebknecht-Stadion einige Aha-Erlebnisse: 1. Aha: hatte wohl Inka Wesely, als sie die Startaufstellung sah. Jennifer Cramer rutscht ins linke Mittelfeld, Tabea Kemme nach hinten und sie ist draußen. Aber Cramer hat gut gespielt, zusammen mit Kemme viele Bälle gewonnen und schnell nach vorn gespielt. Und jeder hätte ihr wohl den Treffer gegönnt, als die den Nachschuss in der 2. Halbzeit an den Pfosten gesetzt hat. Da wird wohl wieder eine Nachwuchsspielerin eingebaut werden in Potsdam. 🙂 2. Aha: WM-Titel und Hochzeiten können wohl Flügel verleihen! Yuki Nagasato… Weiterlesen »

waiiy
waiiy

Wie stark sich Wolfsburg verstärkt hat, kann man allein an den Torschützinnen ablesen: 2 mal Pohlers, 1 mal Kessler. Die Neuzgänge haben gleich mal ordentlich geknipst. Glückwunsch!

Hat das Spiel jemand gesehen?

waiiy

waiiy
waiiy

@XQ: Ich sehe Anonma nach der heutigen Leistung auch als sehr stark ein. Mal sehen, wie es auf Dauer wird. Aber ich glaube, dass die Pässe von Patricia Hanebeck bei weitem stärker sind als die von Nadine Kessler bzw. deren Vertreterinnen in der vergangenen Saison auf der Position. Da kann man dann als Stürmerin bzw. hängende Stürmerin nur gut aussehen.

Es ist übrigens ganz stark, wie Patricia immer wieder als freie Anspielstation da war. Sie rückte sehr weit zu den 3 Spitzen auf und im entscheidenden Augenblick ließ sie sich 5m zurückfallen und konnte so der Gegenspielerin entziehen. 🙂

waiiy

Schenschtschina Futbolista
Schenschtschina Futbolista

Na ja, ich fand meine Torbienen nicht wirklich viel anders spielen als in der vorangegangenen Saison:kaum Kurzpaßspiel, dafür jede Menge hohe und weite Bälle aus der Abwehr in die Spitze und natürlich die mangelnde Ausbeute bei selbst hochkarätigen Torchancen! Noch einiges an Luft nach oben, was es zu verbessern gilt, wie auch die bereits oben angesprochenen Abwehrwackler. Wenn u.a. Hartmann von der SGS einige Kilo weniger mit sich rumtragen müßte und damit schneller auf den Beinen wäre und auch den Kopf mehr hochgenommen hätte, wäre Ff. zur Pause mit einem 0:2 gut bedient gewesen! Mal abwarten, was das Pokalspiel TP… Weiterlesen »

waiiy
waiiy

Ach ja, insgesamt gab es recht ordentliche Zuschauerzahlen in allen Stadien, finde ich. Vielleicht gab es ja doch einen kleinen Hype von der WM!

waiiy

waiiy
waiiy

Gibt es hier jemanden, der etwas über das Duisburger Spiel schreiben kann? Rein nach den Fakten sah es wohl ganz schön eng zwischen der selbsternannten oben mitspielenden Mannschaft und dem Aufsteiger?!

waiiy

Michele
Michele

Überrascht hat mich heute Essen-Schönebeck. Was sie in Frankfurt gespielt haben, war wirklich ordentlich. Sie hätten sogar in Führung gehen müssen. Aber entweder war die Latte oder Natze im Weg. Gut, Frankfurt war eine halbe Stunde lang schlecht, aber Essen hat die fehler auch erzwungen.

waiiy
waiiy

Bei der Erwähnung von Natze fällt mir ein, dass Ann-Kathrin Berger (im Gegensatz zu Desi Schumann) heute spielen durfte und auch gut und vor allem sehr ruhig gespielt hat. Damit hat Turbine wieder ein klasse Torhüter-Duo.

Der Mittelfußbruch von Anna Felicitas Sarholz ist übrigens wieder ausgeheilt. Leider hat sie sich am Freitag an der Hand verletzt und wird ca. 6 Wochen ausfallen. 🙁

waiiy

waiiy
waiiy

Ich habe gerade die Zusammenfassung von Frankfurt gesehen ). Die 2 Chancen von Schönebeck waren wirklich ganz schön dick. Da hatte Frankfurt Glück.

waiiy

render
render

Also ich fands heute im Karli toll, schöne Pässe von Patti, gut gehalten von Ann-Katrin, Tore von Yuki und Anonma.
Mit dem Team können wir Frankfurt wieder schlagen!!
Ganz stark auch Jennifer Cramer: sehr gute Aktionen nach vorne und solide Arbeit hinten, kann man verstehen dass sie Inka verdrängt hat, obwohl es mir für Inka leid tut.
Weiss einer was das für Bezüge der Rückenlehnen auf den linken VIP-Sitzen waren? von der Stehtribüne sahen die Rückenlehnen mit dem schwarzen Stoff und weissen Kreuzen(?) wie Grabsteine aus.

xXx
xXx

@waiiy „1. Aha: hatte wohl Inka Wesely, als sie die Startaufstellung sah. Jennifer Cramer rutscht ins linke Mittelfeld, Tabea Kemme nach hinten und sie ist draußen. Aber Cramer hat gut gespielt, zusammen mit Kemme viele Bälle gewonnen und schnell nach vorn gespielt. Und jeder hätte ihr wohl den Treffer gegönnt, als die den Nachschuss in der 2. Halbzeit an den Pfosten gesetzt hat. Da wird wohl wieder eine Nachwuchsspielerin eingebaut werden in Potsdam.“ Das Kemme hinten in der 3er-Kette spielen wird hatte Bernd Schröder in einem Interview schon Tage zuvor angekündigt. So „Aha“ dürfte das nicht gewesen sein für Wesely.… Weiterlesen »

maxsee
maxsee

Ich habe Schröders Aussage, Turbine hätte für jeden Abgang 2011 einen qualitativ adäquaten Neuzugang, nicht ernsthaft glauben wollen. Aber das Spiel am Sonntag hat es deutlich gemacht. Und mit Hanebeck hat er m.E. den strategischen Riecher bewiesen. In dieser Mannschaft werden manche noch um ihren Stammplatz kämpfen müssen.

jochen-or
jochen-or

@waiiy Mit dem System ist dies immer so eine Sache. Dies hängt ja auch immer ein wenig vom Gegner ab. Hinten 3 (oder gar nur 2 gegen Kameraj) mag sein – jedenfalls hat Jennifer Cramer auf der linken Seite gut nach hinten und vorne gearbeitet und ich sehe eigentlich keine Veranlassung, sie gegen Göransson auszuwechseln. Vorne habe ich keine 3, sondern 2 – Yuki und Anonma, und gelegentlich auch nur eine Spitze – gesehen. Anja kam m.E. mehr aus dem Mittelfeld, leicht hinter den Spitzen. Aber nach vorne ist dies bei Turbine ja immer ziemlich flexi. Nicht ganz verstehe ich… Weiterlesen »

maxsee
maxsee

Wenn es im FF eine ähnliche Regelung wie im Eishockey geben würde, dann wäre mit Kerschofski, de Ridder und Antonowa eine ideale 2. Sturmreihe gegeben.

karl
karl

Deutschland sollte sich dafuer einsetzen dass es aehnliche Regelungen wie im Hockey gibt , zumindest dass man mal 6 Spielerinnen pro Spiel auswechseln kann statt 3 .

henry1
henry1

>>Deutschland sollte sich dafuer einsetzen dass es aehnliche >>Regelungen wie im Hockey gibt , zumindest dass man mal 6 >>Spielerinnen pro Spiel auswechseln kann statt 3 .

ich würde sogar noch weiter gehen und die wechsel thematik dem handball angleichen, so würde man zum beispiel schlagartig „frust auf der bank“ weg haben, denn es ergebe sich die möglichkeit alle spielerinnen einzusetzen, die gemeldet wurden

Jarmusch
Jarmusch

henry1 schrieb: „ich würde sogar noch weiter gehen und die wechsel thematik dem handball angleichen, so würde man zum beispiel schlagartig “frust auf der bank” weg haben, denn es ergebe sich die möglichkeit alle spielerinnen einzusetzen, die gemeldet wurden“

Blöd nur, dass Bernd Schröder in den seltensten Fällen überhaupt seine 3 Wechsel ausschöpft. Also, für den bräuchte es diese Regelung ganz sicher nicht.