Potsdam und Frankfurt siegen deutlich

Von am 21. August 2011 – 18.15 Uhr 30 Kommentare

Am ersten Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga gaben sich Meister 1. FFC Turbine Potsdam und der 1. FFC Frankfurt keine Blöße und fuhren klare Siege ein. Auch Wolfsburg und Duisburg gewannen, und die Torschützenkönigin der vergangenen Saison traf bereits wieder ins Schwarze.

Potsdam kam zu einem 4:0 (2:0)-Sieg gegen den Hamburger SV und übernahm somit am ersten Spieltag gleich wieder die Tabellenführung.

Anonma und Nagasato treffen
2 790 Zuschauer sahen, wie Neuzugang Genoveva Anonma ihr Team früh in Führung brachte (8.), zweimal Weltmeisterin Yuki Nagasato (20, 58.) sowie erneut Anonma (62.) sorgten für einen gelungenen Saisonauftakt. „Wir sind schon ganz gut eingespielt, haben aber noch viel Luft nach oben“, so Turbine-Trainer Bernd Schröder.

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Neu-Frankfurterin Fatmire Bajramaj (l.) traf für den FFC. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Frankfurt kommt schwer in Gang
Der 1. FFC Frankfurt tat sich beim 3:0 (1:0)-Sieg gegen die SG Essen-Schönebeck in der Anfangsphase schwer und hatte Glück nicht in Rückstand zu geraten, ehe Sandra Smisek die Führunge erzielte (38.) in einer Partie, die eine knappen Viertelstunde lang wegen eines Unwetters unterbrochen wurde. Svenja Huth (50.) und Fatmire Bajramaj (53.) sorgten für einen standesgemäßen Erfolg vor 2 750 Zuschauern.

Duisburg macht Sieg erst in Schlussphase perfekt
Mehr Mühe als erwartet hatte der FCR 2001 Duisburg beim 2:1 (0:1)-Sieg gegen den guten Aufsteiger 1. FC Lokomotive Leipzig. Die Gäste gingen vor 1 870 Zuschauern durch Lyn Meyer in Führung (14.), doch nach der Pause drehten Alexandra Popp (59.) und Stefanie Weichelt (85.) mit dem späten Siegtreffer die Partie. „Es war keine gute Leistung meiner Mannschaft“, so die Analyse von Duisburgs Trainer Marco Ketelaer.

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Wolfsburg und Bayern feiern klare Siege
Zwei Treffer von Conny Pohlers (44., 65.) und ein Tor von Nadine Keßler (12.) bescherten dem VfL Wolfsburg vor 710 Zuschauern einen 3:0 (2:0)-Auswärtssieg beim FF USV Jena. Zu einem klaren 3:0 (2:0)-Auftaktsieg kam der FC Bayern München vor 810 Zuschauern gegen Bayer 04 Leverkusen. Ivana Rudelic (2.), Isabell Bachor (26.) und Laura Feiersinger (88.) sorgten für einen ungefährdeten Erfolg der Münchnerinnen.

Freiburg ärgert Bad Neuenahr
Der zweite Aufsteiger SC Freiburg konnte nach einer 2:0-Führung beim SC 07 Bad Neuenahr durch Treffer von Melanie Leupolz (15.) und Lydia Miraoui (47.) bereits von den ersten drei Punkten träumen, doch Sara Doorsoun-Khajeh (71.) und Celia Okoyini da Mbabi (84.) retteten den Gastgeberinnen vor 910 Zuschauern einen Punkt.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

30 Kommentare »

  • karl sagt:

    Fuer die Nationalelf aber schon

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  • Ulf sagt:

    Ebenso hätte ich gerne gewußt, warum es hier eine Zweiklassengesellschaft gibt, d.h. User mit bzw. ohne „Dein Kommentar wartet auf Freischaltung“

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  • grobi sagt:

    @ulf

    Du bist auf der schwarzen (Zensur-)Liste – deshalb habe ich es hier im Blog auch aufgegeben.

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  • XQ sagt:

    @waiiy. Tschuldigung, dass ich jetzt erst antworte, habe ne längere Fahrt in den Urlaub hinter mir. Hanebeck, denke ich, muss ihre Leistung erst bestätigen, gegen einen Verein, der auch Pressing spielt. Und das hat ja in diesem Spiel nur Potsdam gemacht. Übrigens, da hat Anja selbst Yuki dirigiert, ebenso Anonma. Will damit nur eins zum Ausdruck bringen: die körperliche Fitness vom HSV könnte man eher mit einem Zweitligaclub vergleichen, wenn da nicht ein paar gute Spielerinnen mitgewirkt hätten. Und das kann nicht der Maßstab von Turbine sein. Und da sind wir dann schon bei
    @Jochen. Die Hamburger Rechtsaußen hat in der ersten Halbzeit allein durch ihre Langsamkeit mehrere gut eingeleitete Spielzüge des HSV verpuffen lassen. Bei einer etwas flinkeren und beweglicheren Spielerin wäre mehr möglich gewesen, denn es waren zwar in der ersten Hälfte nur 2 Chancen für die Hamburgerinnen da (zu Wichs Solo noch der Freistoß, der am Tor vorbei ging, aber die Abwehr einschließlich Frau Berger, die dann noch bei einer Flanke ganz schön schwamm, überraschte), trotzdem wirkte die Abwehr mehrere Male nicht souverän. Wie gesagt, wenn ich Optionen nach oben will, muss ich auch Kleinigkeiten hinterfragen.

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  • susifan sagt:

    @waiiy: zum Spiel von Jena, bleibt nur das zu sagen, was auch die Trainerin in der PK schon analysiert hat. Der FF USV am Anfang völlig mut- und konzeptlos,j aängstlich. MVT sagte „wir haben nichts von dem umgesetzt was wir uns vorgenommen haben“. Es war am Ende nicht mal Wolfsburg so überragend stark wie man vermuten könnte, ehr war Jena recht schwach, dazu altbekannte Probleme wie Abschlussschwäche, dumme individuelle Fehler… Das Hauptproblem ist aber m.E. der viel zu dünne Kader, MVT hat eigentlich keine echten Alternative auf der sehr überschaubaren Bank. Nach Ayomas Abgang bleibt zudem die Frage wer die Tore machen soll, Amber Hearn hatte wenig wirklich gute Szenen … Mal sehen wie es aussieht, wenn der erste Gegner auf Augenhöhe kommt, dann wissen wir mehr.

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  • Detlef sagt:

    @XQ,
    Gehe mit dem Meisten konform, was Du geschrieben hast!!!
    Auch ich war ziemlich enttäuscht von den Rothosen, denen ich ja bescheinigt habe, in dieser Saison noch nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben!!!
    Wenn ich mir dagegen die gute Leistung der SGS ansehe, denen ich am Ehesten die rote Laterne zugetraut habe, dann schwant mir Furchtbares für die Feifel-Truppe!!!

    Das „schwimmen“ von KABA habe ich anders gesehen!!!
    Sie wollte den Ball wohl zuerst „runterpflücken“, merkte dann aber, daß sie nicht richtig Schwung genommen hatte!!!
    Der Versuch zu fausten mißlang ihr dann, und so sah sie nicht sehr souverän aus!!!
    Auch ich habe einige Nachlässigkeiten im Abwehrverhalten der TURBINEN ausgemacht, die hauptsächlich durch Fehlpässe zustande kamen!!!
    Daran muß Schröder noch arbeiten, denn stärkere Teams werden solche Fehler bestrafen!!!

    ANJA war deutlich stärker als zuletzt, was ihr fehlt sind Tore!!!
    Und da ist es doppelt tragisch, daß Ihr Treffer nicht anerkannt wurde!!!

    Bei DFB-TV sieht man in der Wiederholung sehr schön, daß ANJA (bei PATTIs Paß) nicht im Abseits stand, sondern höchstens auf gleicher Höhe!!!
    Die 16 m Markierung ist dafür übrigens sehr hilfreich!!!

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  • waiiy sagt:

    Ich hatte mal geschrieben, dass es für Anja auch hilfreich sein kann, dass sie aus dem Kader für die WM genommen wurde, wenn sie die Fehler bei sich sucht und abzustellen versucht. Ich hoffe, ich behalte damit recht. Das Spiel war auf jeden Fall ein vielversprechender Anfang. Ich drücke ihr die Daumen.

    Sie darf sich in meinen Augen jetzt nicht mehr so nach hinten fallen lassen, da sie sonst die Kreise von Patricia stört. Dafür wird sie noch öfter von solchen Pässen profitieren wie bei dem „Abseitstor“ gegen den HSV.

    waiiy

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  • sodalith7 sagt:

    Hier ist ein Bericht von Sportbild über Turbine Potsdam.

    https://j.mp/oQWvka

    „Das Gegenteil von Neid-Fußball“. Ich bin der Meinung, dass an dieser Stelle Kritik an Frau Neid nicht angebracht ist. Es geht um die Buli und da sollte man sich auch mal „positiv“ darstellen.

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  • KateS sagt:

    Hallöchen,
    hier 2 interessante Artikel aus der Zeit online zum Thema Frankfurt und Potsdam.
    Viel Spaß damit.
    https://j.mp/qOy1M8

    https://j.mp/ntUtWQ

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  • fisch sagt:

    @ KateS
    https://j.mp/qOy1M8
    Fur den 20iger DFB und in der Stadt Ffm scheinbar normale, als beispielhaft professionell gepriesene Geschäftsgebaren, FF-Welt erwache!

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