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2011

Ärger für Saki Kumagai

Saki Kumagai, Japans frisch gekürte Weltmeisterin und Neuzugang bei Frauenfußball-Bundesligist 1. FFC Frankfurt, hat sich nur wenige Tage nach dem Titelgewinn Ärger mit dem japanischen Verband (JFA) eingehandelt.

Die 20-Jährige hatte am Mittwochabend mit einigen Studenten den WM-Titel bei einem Abendessen gefeiert, dabei kritische Töne gegenüber Trainer Norio Sasaki und die Teamhierarchie geäußert und angeblich auf ihrem Mobiltelefon auch Nacktfotos von Teamkollegin Karina Maruyama gezeigt. Dies geriet an die Öffentlichkeit, weil einer der Studenten die Infos über Twitter verbreitete.

TV-Auftritte abgesagt Kumagai hat sich inzwischen über ihren eigenen Twitter-Account entschuldigt, ihre geplanten TV-Auftritte wurden abgesagt. Sasaki erklärte: „Ich möchte mich im Namen aller, die die Nadeshiko unterstützt haben, tief entschuldigen. Ich habe meine Aufsichtspflicht vernachlässigt.“

Auf eigenes Verhalten achten JFA-Vizepräsident Kuniya Daini erklärte: „Ich habe den Chef der Frauenfußball-Abteilung instruiert, allen mitzuteilen, sie mögen auf ihr eigenes Verhalten achten und sich nicht hinreißen lassen.“

Kumagai bestritt bei der Frauenfußball-WM in Deutschland alle sechs Spiele ihres Teams und verwertete im Finale gegen die USA den entscheidenden Elfmeter. Zur neuen Saison wechselt sie von Urawa Reds Ladies zum 1. FFC Frankfurt.