Japan entzaubert Schweden
Die japanische Nationalmannschaft ist zum ersten Mal ins WM-Finale eingezogen. Die Japanerinnen besiegten Schweden mit 3:1, obwohl sie zunächst in Rückstand geraten waren.
Schon in der zehnten Minute gingen die Schwedinnen, die die Partie dynamisch begannen, durch Josefine Öqvist mit 1:0 in Führung. Doch danach ließ der Vize-Weltmeister von 2003 nach.
Ausgleich noch vor der Halbzeitpause Nur neun Minuten später traf Nahomi Kawasumi zum 1:1, und ab dann übernahmen die Japanerinnen vor 45.000 Zuschauern in Frankfurt das Kommando. Die Leichtigkeit, mit der Schweden in den vergangenen Partien aufgelaufen war, ging verloren. Stattdessen setzten die Japanerinnen ihren Gegner früh unter Druck. Von physischer Überlegenheit Schwedens war nichts zu spüren. Die “Nadeshiko” ließ den Ball laufen, Schweden zeigte sich ideenlos.
Seger verletzt auf der Bank Schwer wog dabei der Ausfall von Caroline Seger auf schwedischer Seite. Die Spielführerin stand ursprünglich in der Startaufstellung. “Aber 25 Minuten vor Spielbeginn hat sie uns gesagt, dass sie unsicher sei, spielen zu können”, so Schwedens Trainer Thomas Dennerby. “Kurze Zeit später musste sie absagen.” Seger musste mit muskulären Problemen in der Wade auf der Bank Platz nehmen. “Das kann passieren”, so Dennerby weiter, “damit muss man umgehen können. Das haben wir nicht getan.”
Sawa bringt Japan auf die Siegerstraße Nach einer Stunde sprach schließlich auch das Ergebnis für die Japanerinnen. Deren Spielführerin Homare Sawa nutzte einen kapitalen Fehler von Torhüterin Hedvig Lindahl, die aus dem Tor eilte, die Situation aber nicht klären konnte, zum 2:1. Nur vier Minuten später traf Kawasumi zum 3:1-Endstand. Es war zwar noch eine knappe halbe Stunde zu spielen, doch Schweden konnte keinen Druck aufbauen und fand nicht mehr in die Partie.