Jays WM: „Gegen Japan wird es eine klare Sache“

Von am 9. Juli 2011 – 8.00 Uhr 2 Kommentare

In der neuesten Ausgabe von Jays WM beleuchtet Bianca Rech das heutige WM-Viertelfinale zwischen Deutschland und Japan, blickt aber auch auf die anderen drei Partien und äußert sich zum Thema Birgit Prinz.

 

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Hallo zusammen!

Heute Abend ist es also soweit: Deutschland trifft im Viertelfinale auf Japan. Ich behaupte, dass es eine klare Sache wird. Bei der deutschen Mannschaft ist gegen Frankreich der Knoten geplatzt und Ballast abgefallen. Auch wenn Japan ein laufstarker und vor allem ballsicherer Gegner ist, die Torhüterin ist jedoch der größte Schwachpunkt. Hier werden wir unsere Chancen nutzen und das Spiel für uns entscheiden.

Was die anderen Partien angeht: Bei England gegen Frankreich tippe ich eher auf Frankreich, denn in der Mannschaft scheint mir das Gefüge besser zu stimmen als bei England. Ich habe die Engländerinnen etwas genauer verfolgen können, da sie Gruppengegner von Neuseeland waren.

Schweden sollte sich knapp gegen Australien durchsetzen können. Der Sieg gegen die USA hat viel Selbstvertrauen gebracht und  ihre Auftritte in den ersten beiden Spielen haben mir gut gefallen. Im Halbfinale winkt dann das Deutschland-Trauma, da wird es wohl „hej da“ Schweden heißen.

Brasilien hat das letzte Spiel eindeutig für sich entschieden, doch haben sie mich bisher nicht überzeugt – gegen die USA werden sie verlieren. Die Amerikanerinnen haben gegen Schweden nicht so schlecht gespielt und in der letzten Viertelstunde gezeigt, wie viel Druck sie auf den Gegner ausüben können. Sie sind jetzt hoch motiviert und sollten sich durchsetzen.

Was mir in der Vorrunde aufgefallen ist: Die Kulisse in den Stadien war einfach toll. Auch bei Spielen, die von der Papierform her nicht so viel hergeben, wie Neuseeland gegen Mexiko war die Stimmung in Sinsheim fantastisch. Zuvor in Dresden, im Spiel Neuseeland gegen England, haben wir ähnliches erlebt. Diese Atmosphäre hat Spielerinnen und Verantwortliche sehr  beeindruckt. Zu den großen Enttäuschungen gehören für mich Norwegen und Nordkorea. Norwegen war sehr schwach und Nordkorea ist mehr durch kuriose Geschichten als durch Leistung aufgefallen.

Bianca Rech

Bianca Rech verfolgt die WM exklusiv für Womensoccer © privat

Neuseeland hat sich bei der WM sehr gut verkauft, der erste Punktgewinn bei einer WM war ein Meilenstein und wurde dementsprechend gefeiert. Meine schönste Erinnerung ist, als das 2:2 gegen Mexiko fiel und die Neuseeländerinnen im Stadion getanzt haben.  Die Mannschaft kann stolz auf sich sein, vorher hatte man sie eher als Kanonenfutter abgetan.

Zum Schluss möchte ich noch ein paar Worte zu Birgit Prinz loswerden: Der Umgang mit ihr in den Medien ist nicht fair, das hat sie nicht verdient. Sicherlich hat sie nicht die Leistung gebracht, die man sich von ihr gewünscht hätte – aber wer Birgit kennt , weiß wie selbstkritisch sie ist. Die Medien haben daraus eine Michael-Ballack-Geschichte gemacht und sie zerrissen. Das haben weder Birgit noch der deutsche Frauenfußball verdient. Vielleicht hätte aber auch Silvia Neid vorher schon die Reißleine ziehen und Birgit auf die Bank setzen müssen. Die Schwierigkeit entstand dadurch, dass sie Birgit immer aufgestellt hat, obwohl Birgit vielleicht selber wusste, dass die Leistung nicht immer für die erste Elf gereicht hat. Dass sie dann zweimal frühzeitig das Feld verlassen musste, ist vielleicht auch unglücklich.

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2 Kommentare »

  • erin sagt:

    Nicht nur Birgit Prinz hat es nicht verdient, sondern auch Michael Ballack. Vergleichbar ist die Situation der beiden sowieso nicht.
    Ballack war verletzt und ihm nun zu unterstellen, dass er die Leistung nicht mehr bringt, ist unbewiesen. Bei Bayer hat er, seitdem er wieder fit, gute Spiele gemacht.
    Außerdem hat Prinz alle Titel geholt und nun eben mal eine Leistungsschwäche, was ja auch mal normal ist. Da wird viel zu viel reininterpretiert.Es wird doch eher Prinz gelobt für ihre Ehrlichkeit und dass sie sich aus dem Kader genommen hat. Dasselbe hat Ballack bei BAyer gemacht wurde aber anders ausgelegt.

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  • timmy sagt:

    Und hier ist der Zonk…

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