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2011

Historische Niederlage für Norwegen

Die Enttäuschung stand Eli Landsem ins Gesicht geschrieben, als die sonst immer zu Späßen aufgelegte norwegische Trainerin nach der 1:2-Niederlage gegen Australien zur Pressekonferenz erschien. Zum ersten Mal in der Geschichte der Frauenfußball-Weltmeisterschaft ist Norwegen in der Vorrunde gescheitert.

„Wir hatten gehofft, weiter zu kommen“, so Landsem, die gegen Australien hätte gewinnen müssen, um in die K.o.-Runde einzuziehen. „Jede im Team ist enttäuscht.“ Dabei war Norwegen sogar in Führung gegangen.

Australien engagiert Die Australierinnen, die schon beim Aufwärmen gute Laune versprühten, begannen die Partie engagiert und erwischten den besseren Start. Echte Torchancen konnten sich die Matildas allerdings nicht erspielen, Norwegen stand als Team recht gut. „Sie haben es uns sehr, sehr schwer gemacht“, so Australiens Nationaltrainer Tom Sermanni nach der Partie, die in den ersten 45 Minuten wenig zu bieten hatte.

Thorsnes bringt Norwegen in Führung Erst nach dem Seitenwechsel nahm das Spiel ein wenig Fahrt auf, denn die Uhr lief gegen die Norwegerinnen, denen ein Unentschieden zum Viertelfinaleinzug nicht gereicht hätte. In der 56. Minute trafen die Skandinavierinnen schließlich zum 0:1. Elise Thorsnes überlief Torhüterin Melissa Barbieri und netzte zur Führung ein.

Doppelschlag von Simon Diese hielt allerdings nicht einmal eine Minute; nach Vorarbeit von Lisa De Vanna traf Kyah Simon zum 1:1. Norwegen zeigte sich in der Folgezeit bemüht, konnte sich aus dem Spiel heraus aber keine ernsthaften Tormöglichkeiten erspielen. Die Versuche, mit langen Bällen in die Spitze zu spielen, waren zu ungenau. Erst eine Standardsituation brachte echte Gefahr: In der 83. Minute traf Trine Rønning allerdings nur die Latte. Stattdessen waren es die Australierinnen, die in der 87. Minute für die Entscheidung sorgten. Nach einer Flanke von Kim Carroll traf Simon, die zur besten Spielerin der Partie gewählt wurde, zum 2:1-Endstand.

Nach 2007 haben die Matildas zum zweiten Mal das Viertelfinale bei einer Weltmeisterschaft erreicht. „Ich bin sehr stolz auf meine Spielerinnen und darauf, dass sie nach dem 0:1 wieder zurück gekommen sind“, lobte Sermanni.

„Wir werden zurückkommen“ Für seine norwegische Kollegin war es ein bitterer Abend. Noch nie haben die Skandinavierinnen das Viertelfinale bei einer WM verpasst. Das Aus ist doppelt tragisch, denn dadurch kann sich Norwegen auch nicht mehr für die Olympischen Spiele im kommenden Jahr qualifizieren. „Wir werden nach Hause fahren und jetzt noch härter arbeiten“, so Landsem, die auf der Pressekonferenz nahezu jeden Satz mit den Worten „Wir werden zurückkommen“ beendete.