Deutschland – Nigeria: die Spielerinnen in der Einzelkritik

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Womensoccer wirft einen Blick auf die Leistung der deutschen Spielerinnen beim hart erkämpften 1:0-Sieg gegen Nigeria im zweiten Gruppenspiel der Frauenfußball-WM in Deutschland.

Nadine Angerer: Wie schon gegen Kanada hatte sich auch gegen Nigeria nicht all zu viel tun, da die Viererkette vor ihr die gegnerischen Angriffe frühzeitig stoppte. Bekam in der Schlussphase ebenfalls die harte Gangart der Westafrikanerinnen zu spüren.

Note: 3

Linda Bresonik: Steigerte sich im Abwehrverhalten im Vergleich zum Eröffnungsspiel und hatte die rechte Außenbahn im Griff. Offensiv könnte sie sich noch etwas häufiger in das Angriffsspiel der DFB-Elf einschalten.

Note: 2,5

Annike Krahn: Kämpfte, rackerte und dirigierte die Viererkette umsichtig gegen die schnellen Spitzen der Afrikanerinnen. Ließ nur wenig anbrennen und wurde einen Tag vor ihrem Geburtstag zu ihrer eigenen Überraschung zur Spielerin des Spiels ausgezeichnet.

Note: 2

Saskia Bartusiak: Auch sie bot eine überwiegend souveräne Partie, ihren obligatorischen Schnitzer hatte sie allerdings erneut, als in der ersten Halbzeit Sarah Michael fast daraus Kapital geschlagen hätte. Dennoch: Auch die Frankfurterin hat sich gesteigert.

Note: 3

Babett Peter: Ähnlich wie Bresonik ließ Peter über ihre Abwehrseite kaum Angriffe der Nigerianerinnen zu. Versuchte sich nur selten offensiv, konnte dort aber keine wesentlichen Akzente setzen. Musste ein hartes Foul von Rita Chikwelu einstecken.

Note: 2,5

Kim Kulig: Mit körperlicher Präsenz und physischer Robustheit sicherte sie das defensive Mittelfeld ab. Ging gelegentlich mit nach vorne und probierte es mit Distanzschüssen, leistete sich aber auch gelegentlich Abspielfehler.

Note: 3

Simone Laudehr
Simone Laudehr avancierte zur Matchwinnerin gegen Nigeria © Nora Kruse / ff-archiv.de

Simone Laudehr: Ging gegen Nigeria lange Wege und wurde mit dem Treffer zum 1:0 belohnt, als ihr der Ball vor die Füße fiel. Hatte auch in der Anfangsphase eine gute Torchance, leistete sich aber auch Abspielfehler. War aber deutlich aktiver als im Eröffnungsspiel und mit die Beste.

Note: 2

Kerstin Garefrekes: War sie im Eröffnungsspiel noch die beste, fiel sie gegen Nigeria deutlich ab. Gegen die schnellen nigerianischen Abwehrspielerinnen kam sie nie richtig zu ihrem Spiel, obwohl sie sich sowohl links wie rechts bemühte, Löcher zu reißen.

Note: 4

Célia Okoyino da Mbabi: Auch sie kam bei weitem nicht an die Leistung aus dem Kanada-Spiel ran und entwickelt nur selten Torgefahr. Fand immer wieder ihre Meisterin in Nigerias starker Verteidigerin Fatih Ikidi. Wechselte später auf den Flügel, schlug die Flanke, die zum Tor führte.

Note: 3,5

Melanie Behringer: Bis zur ihrer Verletzung nach einer halben Stunde war Melanie Behringer eine der stärksten Spielerinnen im deutschen Team. Versuchte immer wieder den Ball nach vorne zu tragen, blieb aber auch häufiger hängen.

Note: 2,5

Birgit Prinz: Gegen die schnellen Nigerianerinnen sah die deutsche Rekordnationalspielerin in den Laufduellen schlecht aus, doch immer wieder rannte sie die gegnerische Defensive an. Tut sich in der inzwischen ungewohnten Position als Sturmspitze schwer. Wirkte verbittert, als sie in der 53. Minute vom Feld musste.

Note: 4

Alexandra Popp: Gegen den robusten Gegner konnte auch sie ihre Vorzüge nicht so gut zur Geltung bringen wie noch gegen Kanada. Zeigte aber erneut guten Einsatz und war am Führungstreffer beteiligt. Schloss aber manchmal zu früh ihre Torschüsse ab.

Note: 3

Inka Grings: Leitete per Hacke den Freistoß von Da Mbabi weiter, der zum Tor führte. Wirkte lebendiger und spritziger als zum WM-Auftakt.

Note: 2,5

Fatmire Bajramaj: Kam erst in der 87. Minute aufs Feld und somit zu spät für eine Bewertung.

Letzte Aktualisierung am 18.11.2019 / * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Ballerina
Ballerina

Haben wir das gleiche Spiel gesehen?

Winter
Winter

Deutschland gegen Kanada – bitte mal die Vorlage ändern.

Camulos
Camulos

Hallo, ich finde das ganze Konzept schlecht. Durch die benotung in 0,5er Schritten wird einem eine exakte Beurteilung suggeriert, untermalt mit einer Beschreibung die oberflächlich und kurz ist. Das passt doch nicht zusammen und ich finde schon, dass man sich hier als alteingessenes Informationszentrum schon ein wenig von der „neuen Konkurrenz“ unterscheiden sollte. So sind die Benotungen auch nicht nachvollziehbar und ich find sie in vielen Fällen auch etwas seltsam. Beispiel gefällig ? Bartusiak kriegt eine 3, obwohl sie hinten was anbrennen ließ und nach vorne nicht spielte. Bresonik, die hinten nichts anbrennen ließ und auch nach vorne gespielt hat… Weiterlesen »

Till
Till

Ja mit den Noten kann ich mich anfreunden, auch wenn ich manche Spielerinnen etwas schlechter gesehen hab. Dazu zählen für mich Prinz, Grings, Peter, Bresonik und Okoyino da Mbabi. Aber jeweils nur etwa ne halbe Note – bei Prinz vielleicht auch eine ganze. Ich finde sie ist einfach zu langsam geworden, um als Stoß/-Wandstürmerin zu spielen. Allgemein war gestern meiner Meinung nach gerade das Passspiel der deutschen Damen einfach fürchterlich – viele Spielzüge sind an dem fehlenden Pass/falschen Pass/schlechter bis gar keiner Annahme gescheitert. Aber wir haben gewonnen, sind weiter und anscheinend keine größeren Blessuren nach dem Kontakt mit den… Weiterlesen »

laasee
laasee

Marcus, you are uber generous today.
I was expecting to see at least half of the team with the number „5“ next to their names.

(it would also be very interesting if you awarded a rating for the coach)

karl
karl

Ich hab eher manche Spielerinnen etwas besser gesehn. Zum Beispiel da Mbabi . Die ist sehr viel gelaufen , und jeder der selbst mal als Spitze gespielt hat muss doch wissen dass es Gesgenspieler gibt gegen die man kaum nen Stich macht weil die einem staendig auf den Fuessen stehen , manchmal sogar zu zweit . Dafuer ist ihr recht viel gelungen , zum Beispiel das nicht gegebene Tor . Und Bartusiak hat doch in der Abwehr nen super job gemacht , gegen die moecht ich nicht unbedingt antreten muessen (auch nicht wenn ich 30 jahre juenger waere) …

waiiy
waiiy

Also ganz ehrlich sah ich die ganze Mannschaft mindestens um eine Note tiefer. Und das war auch wirklich eine mannschaftliche Leistung, wo man kaum Einzelkritik anführen kann. Vorn wurde anfangs nicht angegriffen. Wenn Birgit Prinz dafür die Kraft fehlt, muss sie raus. Es fehlt völlig die Bindung zwischen den 6-ern und der offensiven Mittelfeldspielerin bzw. wurden aus dem offensiven Mittelfeld die Bälle nicht richtig gefordert und verteilt. Dadurch war Simone Laudehr zu vielen Laufwegen GEZWUNGEN. Das heißt, sie hat zwar mit die meisten Akzente gesetzt. Aber ihre eigentliche Aufgabe im defensiven Mittelfeld ließ sie dadurch verwaisen. Und Kim Kulig konnte… Weiterlesen »

Micha
Micha

@Till: bei Prinz geb ich dir recht.. Auch wenn sie -ohne Frage- hohe Verdienste hat, ist ihre Zeit wohl abgelaufen..
Aber Peter in einem Atemzug mit ihr zu nennen, das passt ja nun überhaupt nicht.. Gerade Babett spielt sehr genaue Pässe, bewahrt die Übersicht, übernimmt 90% aller Einwürfe, ist vorne und hinten zu finden und das obwohl Abwehrspielerin!! Deshalb seh ich sie eher vor Krahn, da diese selten über die Mittellinie läuft..

Till
Till

@Karl Also das ist wohl mal eine komsiche Begründung um eine bessere Note zu fordern… Célia Okoyino da Mbabi hat sicherlich keinen leichten Stand gehabt in den ersten 30min – aber spätestens dann auf den Außen hatte sie deutlich mehr Platz und viele Bälle sind ihr versprungen bei der Ballannahme, oder sie hat sie komplett verpasst. Sie sollte auf jeden Fall nicht als einzige Stürmerin agieren, sondern auf eine der drei offensiven Mittelfeldpositionen, da sie offensichtlich nicht gegen eine körperbetont spielende Innenverteidigung ankommt/ankam. Auch da kann man als Spieler(in) deutlich mehr bewegen, als sie es getan hat – aber gestern… Weiterlesen »

Till
Till

@Micha – ich wollte Peter nicht mit Prinz gleichstellen – das auf keinen Fall!! Aber ich find ihr eine 2.5 für gestern zu geben einfach zu gut. Eine 3 wäre da angemessener – aus meiner Sicht. Ebenso kann die Häufigkeit der Überquerung der Mittellinie kein geeignetes Vergleichskriterium zwischen einer Außenverteidigerin und einer Innenverteidigerin sein. Das gehört bei einer Außenverteidigerin nun mal absolut dazu. Also Meine Notenwahl wäre Peter 3 (absolut solide, besonders defensiv – offensiv nicht wirklich sehr auffällig) Brinz 5 (fehlende Bindung zum Spiel, fehlendes Durchsetzungsvermögen, … – was aber zum Teil auch einfach an der Aufstellung liegt) Ich… Weiterlesen »

waiiy
waiiy

Ach ja, Einzelkritik an Birgit Prinz: Wie war noch gleich die Begründung von Silvia Neid, dass sei von Anfang an spielen muss? 1. Sie kann gut die Bälle verteilen: Damit ist sie hoffnungslos überfordert. Das muss schon über die Außenbahnen oder (leider) über Simone Laudehr (die ganz andere Aufgaben hätte) gehen. 2. Sie bindet immer gleich mehrere Gegenspielerinnen: Das tut sie gar nicht. Die Wahrheit ist, dass der Gegner sie locker im Raum deckt, weil sie nach Annahme des Balles so viel Zeit braucht, dass man locker noch hinlaufen kann. 3. Sie flößt Gegnern Respekt ein und reißt die Mannschaft… Weiterlesen »

Micha
Micha

Bin sehr gespannt, ob Frau Neid die Mannschaft am Dienstag umzustellt und es ‚wagt‘ Prinz auf der Bank zu lassen..
Wäre eigentlich die logische Konsequenz.. aber sie hat auch gestern meiner Meinung nach viel zu lange mit deren Auswechslung gewartet.. Habe Prinz bis dahin noch nie so sauer erlebt..

Conny
Conny

@waiiy Ja, Birgit Prinz hat gestern eine ziemlich miserable Vorstellung abgegeben – wie wohl so ziemlich alle deutschen Spielerinnen. Defensiv – okay, auch da war es nicht supergut, doch zu Null gespielt, aber das Spiel nach vorne war eine einzige Katastrophe. Das 1-0 fiel zwar kurz nachdem Prinz das Spielfeld verlassen hat, aber durch eine Standardsituation. Nach dem 0-1 mußte Nigeria mehr tun, aber der dadurch entstandene mehr Raum konnte von den deutschen Spielerinnen nicht genutzt werden. Seien wir doch mal ehrlich – das Spiel wurde auch nach Prinz Auswechslung kein bißchen besser oder konstruktiver. Gestern konnte sich weder eine… Weiterlesen »

Michael
Michael

Vielleicht war Birgit Prinz auch nur sauer auf sich selbst und das überharte Spiel von Seiten Nigerias?

laasee
laasee

And what about Inka?
Neid has now humiliated her in the two games.

The starting Xl were poor against Canada and pathetic last night.
Is there a discussion within Germany about the competence of the coach?
Or is Frau Neid above any criticism?

Detlef
Detlef

NATZE war für mich die beste deutsche Spielerin auf dem Platz!!! Und das sagt wohl alles darüber, wie ich die gestrige Leistung der Mannschaft sehe!!! Annike mit gut zu bewerten, kann ich absolut nicht nachvollziehen!!! Die Defensivarbeit ist nur ein Teil ihres Jobs, den sie gestern recht ordentlich erfüllt hat!!! Aber was ist mit Spielaufbau??? (zumindest mal bis zu den Sechsern vor ihr) Bartusiak müßte eigentlich ähnlich benotet werden!!! Sie war zwar defensiv nicht so sicher (wieder mit einem katastrophalen Bock), aber dafür tat sie wesentlich mehr für den Spielaufbau!!! BABBS fiel gestern definitiv in ihrer Leistung ab!!! Sie war… Weiterlesen »

mrx
mrx

Kulig kommt auch zu gut weg. Ihre harmlosen Ego-Distanzschüsse hätte sie sich sparen können. Einmal war Garefrekes deutlich besser und alleingelassen platziert und in der zweiten Halbzeit hätte sie auch Popp und Grings in Szene setzen können. Dazu viele Abspielfehler…

Paul
Paul

SN – wir können uns auf jeden Gegner einstellen unsere Spielerinnen sind variabel genug dafür—– man sieht nur ein System –kein umstellen oder einstellen —- auf den Gegener —immer das gleiche— auch die Einwechslungen —immer das selbe —-sind wir noch in der Vorbereitung ? Ein Trainer sollte reagieren— eine Lauder die laufen will und kann — sollte rechts raus rücken usw. Frankreich spielt auch körperbetont und pfeilschnell. Ich hoffe wir sind im nächsten Spiel besser auf den Gegner eingestellt und zur Kritik der Spielerinnen jede sollte 3x (Strafe)das Spiel anschauen und sich selbst eine Note geben.

Erny
Erny

Birgit Prinz ist mir nicht mehr sympathisch, denn was sie da nach dem Verlassen des Platzes für eine verbissen trotzköpfige Reaktion – Hand(rundum)schlag – gezeigt hat, ist einer Nationalspielerin unwürdig. In solch einer Vorbildposition sollte man (Frau) sich beherrschen können und müssen.

Schenschtschina Futbolista
Schenschtschina Futbolista

@Erny
Ich habe Verständnis für die von Dir so (miss-)interpretierte Reaktion von BP! […]
Das sind adrenalingetränkte Emotionen pur und genehmige ich allemale!
Das Interview mit ihr hinterher, brauchte ich daher gar nicht, um sie zu verstehen, ihre Motivation zu erfahren. Da wirkte sie bereits wieder souverän, gefasst und kritisch!
Mach´ also aus ´ner Mücke keinen Elefanten, sonst wird Berty böse mit Dir! 😀

Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.