16-Jährige soll Marta stoppen

Von am 29. Juni 2011 – 10.05 Uhr

Heute Abend steigt ein weiterer Titelfavorit in die Frauen-WM ein: Brasilien empfängt im zweiten Spiel der Gruppe D in Mönchengladbach Australien (live ab 18.15 Uhr in ZDF und Eurosport). Eine erst 16-Jährige soll dabei den Wirkungskreis von Weltfußballerin Marta einengen.

Nach dem Vizeweltmeistertitel im Jahr 2007 gibt es für Marta und ihr Team dieses Mal nur ein Ziel: Weltmeister zu werden. Brasiliens Trainer Kleiton Lima erklärt: „Marta fühlt sich persönlich verantwortlich, aber wir haben 21 Spielerinnen, Offizielle, Trainer. Wir alle wollen ein gutes Turnier.“

Lima warnt Spielerinnen
Und er warnt davor, bereits schon zu weit in die Zukunft zu schauen. „Die Leute denken nur an mögliche Spiele gegen Deutschland oder die USA, aber vorher müssen wir erst mal die Spiele in der Gruppe gewinnen“, so Lima.

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Erinnerungen an China
Schon zum Auftakt wartet auf die Brasilianerinnen, die erst am vergangenen Freitag nach Deutschland anreisten, eine knifflige Aufgabe. Gegen Australien tat sich das Team schon vor vier Jahren im WM-Viertelfinale schwer, damals verwies man die Australierinnen mit Mühe mit 3:2 in die Schranken, nachdem das Team eine 2:0-Führung verspielt hatte.

Marta

Weltfußballerin Marta ist der Star in Brasilien. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Australien ohne Druck
Die Australierinnen gehen entspannt ins Turnier. „Wir haben keinen Druck“, erklärt Torhüterin Melissa Barbieri. „Brasilien hat den Druck, gut zu spielen, und wir können daraus hoffentlich einen Vorteil ziehen und der Welt zeigen, was wir können.“

Foord soll Marta bremsen
Ausgerechnet die erst 16-jährige Caitlin Foord soll auf der rechten Außenbahn zusammen mit Tameka Butt dafür verantwortlich sein, die fünffache Weltfußballerin Marta zu stoppen. Und auch die 17-jährige Emily van Egmond wird in der Anfangsformation stehen.

Sermanni vertraut Spielerinnen
„Ich habe lange über die Aufstellung nachgedacht, ich sehe das nicht als Risiko“, so Trainer Tom Sermanni. Er glaubt, dass es ein Vorteil ist, gleich zu Beginn gegen Brasilien zu spielen. „Sie haben sich vielleicht noch nicht ganz akklimatisiert und ich glaube auch nicht, dass sie allzu viel über uns nachdenken.“

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.