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2011

DFB-Elf siegt dank furioser Schlussphase

Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft hat zehn Tage vor Beginn der Frauenfußball-WM eine gelungene Generalprobe gefeiert. Allerdings dauerte es bis in die Schlussminuten, ehe eine wahre Torflut im Minutentakt den Sieg perfekt machte.

Vor 13 812 Zuschauern feierte die DFB-Elf in Mainz einen 3:0 (0:0)-Sieg. Simone Laudehr (79.) und zweimal Alexandra Popp (81., 83.) sorgten für einen späten, aber verdienten Erfolg.

Bundestrainerin Silvia Neid nahm gegenüber dem 5:0-Sieg gegen die Niederlande in Aachen zwei Veränderungen in der Startformation vor: Inka Grings ersetzte Fatmire Bajramaj, Linda Bresonik kehrte nach überstandener Achillessehnenreizung in die Anfangself zurück, für sie nahm Bianca Schmidt auf der Bank Platz.

Verheißungsvoller Start Der Beginn der DFB-Elf war viel versprechend, Célia Okoyino da Mbabi flankte scharf vom linken Flügel, doch Norwegens Torhüterin Ingrid Hjelseth hielt sicher (2.). Doch die Norwegerinnen hielten gut dagegen, einen Schnitzer von Saskia Bartusiak konnte Annike Krahn gerade noch ausbügeln (7.). Norwegen erwies sich als der erwartet unbequeme Gegner, der den deutschen Spielerinnen mit seiner Kompaktheit nur wenig Raum zur Entfaltung bot, die Folge waren Fehlpässe und Ungenauigkeiten.

Erste Chancen Nach einer guten Viertelstunde gelangen den deutsche Spielerinnen erste konstruktive Aktionen, Inka Grings verfehlte eine Hereingabe von Kerstin Garefrekes nur knapp (18.). Birgit Prinz tankte sich am Strafraum durch, wurde aber von zwei Verteidigerinnen geblockt (22.).

DFB-Elf erhöht Druck Die Skandinavierinnen kamen nur selten vor das deutsche Tor, Emilie Haavi vergab einen Drehschuss (26.). Nach einer halben Stunde erhöhte die deutsche Auswahl den Druck, Grings hatte mit einem Schuss von der Strafraumgrenze die bis dahin beste deutsche Chance.

Viele Chancen, wenig Effizienz Ein zentraler Schuss von Grings (33.), ein Kopfball von Garefrekes nach Freistoß von Da Mbabi (34.) sowie eine neuerliche Gelegenheit von Grings, deren Schuss in letzter Sekunde von Marita Skammelsrud Lund geblockt wurde, waren Belege der wachsenden Überlegenheit (38.). In der Schlussminute hatten die Zuschauer den Torschrei schon auf den Lippen, doch Hjelmseth klärte einen Garefrekes-Schuss reflexartig per Fuß, Prinz hatte die Vorarbeit geleistet (45.).

Drei Einwechslungen Mit drei Wechseln ging die DFB-Elf in Halbzeit zwei, Melanie Behringer kam für Garefrekes, Fatmire Bajramaj ersetzte Prinz und Alexandra Popp nahm die Position von Grings ein. Auf der Gegenseite feierte Ingvild Stensland ihr Comeback , auch Stürmerin Leni Larsen Kaurin vom VfL Wolfsburg durfte nun ran. Und Behringer setzte gleich ein erstes Ausrufezeichen, Hjelmseth klärte mit den Fingerspitzen zur Ecke (48.). Doch auch Norwegen kam schnell zu einer guten Chance, Kaurin bediente Haavi, die den Ball aber über das Tor setzte (51.).

Die DFB-Elf war bemüht, Behringer und Bajramaj konnten über die Flügel ansatzweise Druck entfachen, doch echte Torchancen stellten sich keine ein, Simone Laudehr prüfte Mitte der zweiten Halbzeit die nun bei Norwegen im Tor stehende Erika Skarbø, Kaurin zwang kurz darauf Nadine Angerer zu einer Glanzparade (70.). Auch ein heftiger Platzregen sorgte nicht für Inspiration, wenngleich Da Mbabi kurz vor ihrer Auswechslung aus 18 Metern eine gute Chance hatte (73.). Für sie kam Martina Müller in die Partie, Lena Goeßling ersetzte Krahn.

Deutsches Torfestival in der Schlussphase Müller setzte sofort einen ersten Akzent, doch ihre scharfe Hereingabe konnten weder Popp noch Bajramaj gewinnbringend verarbeiten (75.). Doch es musste eine Standardsituation herhalten: Behringer schlug eine Ecke von rechts herein, Laudehr stieg am höchsten und drückte den Ball per Kopf ins Netz (79.). Und nur Sekunden später sorgte Popp nach einem Konter für die Entscheidung, als sie den Ball geschickt ins Tor schob (81.). Und im Minutentakt ging es weiter, erneut Popp nach Vorarbeit von Behringer machte die Torflut in den Schlussminuten perfekt (83.).