Spannende Gesprächsrunde

Von am 10. Juni 2011 – 9.21 Uhr 2 Kommentare

Unter dem Motto „Gegnerinnen-Aufklärung“ tourt die Heinrich-Böll-Stiftung derzeit durch Deutschland, um über die Teilnehmerländer der Frauen-WM zu informieren. Eine der Veranstaltungen fand in Augsburg statt und Womensoccer war dabei, als sich prominente Gäste über den Frauenfußball in Mexiko und Deutschland austauschten.

WM-OK-Präsidentin Steffi Jones hatte es sich trotz eines voll gepackten Terminkalenders kurz vor der WM nicht nehmen lassen, an der vom FAZ-Redakteur und Frauenfußball-Experten Daniel Meuren geleiteten Podiumsdiskussion in der Gaststätte des Augsburger Rosenaustadions im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Gender Kicks 2011“ teilzunehmen.

Illustre Runde
Steffi Jones, Bayern Münchens Frauenfußball-Managerin Karin Danner und Claudia Stamm, Sprecherin für Gleichstellung von Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag, diskutierten mit der früheren mexikanischen Nationalspielerin Ana Montenegro und Mayerli Vargas, Gründerin des Straßenfußball-Projektes Street Soccer México, über den Stellenwert des Frauenfußballs in beiden Ländern, auch jenseits des sportlichen Horizonts.

Von links nach rechts: Claudia Stamm, Mayerli Vargas, Karin Danner, Steffi Jones, Ana Montenegro und Daniel Meuren © Heinrich-Böll-Stiftung

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

2 Kommentare »

  • Winter sagt:

    Frauenfussball muss eine eigene Identität behalten und weiterentwickeln. Ich halte es für eine Illusion, wenn einzelne Vereine denken, von ihren großen Männervereinen profitieren zu können.
    Frauen haben andere Ziele mit Beruf/Studium/Schule, Familie und Karriere – das ist auch gut so!!!
    Im Handball, im Volleyball und vielen anderen Sportarten gibt es im Männer- und Frauenbereich komplett andere Mannschaften die in den hohen Ligen kämpfen und es ist auch nur für einen wirklich Platz (THW Kiel, Thüringer HC im Handball, SC Schwerin, Dresdner SC, Sportfreunde Haching im Volleyball). Man macht im Regelfall erst gar nicht den Fehler auf Spitzenmannschaften im Männer- und Frauenbereich gleichermaßen zu setzen, weil dafür im Regelfall das Interesse, Zeit, Begeisterung, Gelder u.a. fehlt. Der VFl Wolfsburg und der Hamburger SV sind für mich die besten Beispiele dafür. Die Männer spielen vor 30.000 bis 60.000 Zuschauern, die Frauen vor 100 bis 600 Zuschauern. Ich bin absolut dafür, dass die Frauen ihre eigene Identität stärken (USV Jena, FCR Duisburg, 1. FC Lok Leipzig, 1. FFC Frankfurt, Turbine Potsdam) und ihr eigenes Ding machen, nur weiter Mut!!! Diese eigene Identität wird sich langfristig auszahlen, denn Frauenfussball tickt einfach anders, hat andere Interessenten und andere Gesetzmäßigkeiten. Ich z.B. möchte beim Frauenfussball keinen Bier saufenden, voll getankten, oberkörperfreien, übergewichtigen und schreienden Fettsack neben mir haben.
    Das Niveau beim Frauenfussball, das Familien- oder Rentnerereignis , die Nähe zu Spielern und Betreuern, der hohe Sachverstand der Fans, das harte Stück Arbeit der Spielerinnen mit der gleichzeitigen Vereinbarkeit von Beruf und Schule/Studium, die realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten – das ist es, was Spaß macht!

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  • intersoccer sagt:

    guter Artikel!

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