Deutschland steht im Finale der U19-EM
Zum ersten Mal seit 2007 hat die deutsche U19-Nationalelf das Finale der Europameisterschaft erreicht. In Imola kam das Team von Trainerin Maren Meinert zu einem verdienten Erfolg gegen die Schweiz, dank einer Vielzahl von Chancen und klarer Überlegenheit.
Beim 3:1 (1:1)-Sieg brachte Ramona Petzelberger die DFB-Elf in Führung (21.), Cora Canetta gelang der überraschende Ausgleich (38.). Eunice Beckmann gelang die neuerliche Führung (54.), Lena Lotzen sorgte in der Schlussphase für die Entscheidung (84.).
Petzelberger trifft Bereits in der Anfangsphase erspielte sich das deutsche Team gute Chancen, doch erst rutschte Beckmann beim Schuss im Strafraum das Standbein weg (14.), ein weiterer Versuch aus aussichtsreicher Position geriet zu zentral (18.). Effektiver war Petzelberger, die mit einem platzierten Flachschuss aus 14 Metern nach Vorarbeit von Beckmann für die Führung sorgte. Die DFB-Elf schien das Spiel in der Folge im Griff zu haben, doch wie aus dem Nichts fiel der Ausgleich: Cora Canetta tankte sich kraftvoll bis zum Strafraum durch und verwertete sehenswert aus 17 Metern zum glücklichen Ausgleich.
Ausgleich aus dem Nichts Doch kurz nach dem Seitenwechsel ging Deutschland wieder in Führung: Bei einem Freistoß von Petzelberger schlief die Schweizer Abwehr, Beckmann spritzte in die Hereingabe und drückte den Ball ins Netz.
Mangelnde Chancenverwertung Danach versäumte es das deutsche Team frühzeitig für die Entscheidung zu sorgen, erneut Beckmann nach tollem Schuss von Petzelberger (59.) und die Bad Neuenahrerin selbst nach Flanke von Anja Hegenauer (77.) vergaben beste Chancen.
Mustergültiger Konter Das hätte sich fast gerächt, denn erst hämmerte Lia Wälti einen Freistoß an die Latte (80.) dann hatte die eingewechselte Gwendoline Fai eine weitere gute Chance (83.). Doch bei einem perfekt vorgetragenen Konter über Carolin Simon und Ivana Rudelic sorgte Lotzen für die Entscheidung (84.).
Wiedersehen mit Norwegen Am Samstag trifft das Team nun im Finale (ab 20.30 Uhr live auf Eurosport 2) in einer Neuauflage des ersten Gruppenspiels auf Norwegen, das sich im zweiten Halbfinale mit 3:2 (1:1) gegen Gastgeber Italien durchsetzte. Die zweimalige norwegische Führung durch Melissa Bjånesoy (12.) und Ada Hegerberg (48.) glich Italien durch Elisa Lecce (22.) und Katia Coppola (49.) aus, doch die eingewechselte Caroline Hansen sorgte in Bellaria für die Entscheidung (65.).