Lyon gewinnt die Champions League

Von am 27. Mai 2011 – 0.07 Uhr 58 Kommentare

Der 1. FFC Turbine Potsdam hat die Titelverteidigung in der Champions League verpasst. Die Potsdamerinnen unterlagen Olympique Lyonnais mit 0:2. Für den französischen Meister war es der erste Sieg in der Königsklasse.

„Ich bin nicht einmal so enttäuscht. Wir haben unser Gesicht gewahrt, uns nicht abschlachten lassen und nicht so schlecht gespielt“, so ein gefasster Turbine-Trainer Bernd Schröder nach der Partie vor 14 303 Zuschauer im Craven Cottage von London, die von den Französinnen vor allem in der ersten Halbzeit überlegen geführt wurde.

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Führung durch Renard
Den Führungstreffer erzielte die rechte Verteidigerin Wendie Renard per Abstauber in der 27. Minute nach einem Strafraumgewühl. Der erste Versuch von Lotta Schelin konnte von der Potsdamer Abwehr noch auf der Linie geklärt werden, beim Nachschuss waren die Turbinen aber machtlos. „Wir haben in einer schweren Partie besser gespielt“, so Lyons Camille Abily, die zur besten Spielerin der Spiels gewählt wurde, auch wenn laut Lotta Schelin die Anfangsphase „ein bisschen nervös“ war. Ihr Team übernahm aber nach einer Viertelstunde das Kommando und agierte immer selbstbewusster. „Lyon hat schnelle Spielerinnen, die über die Außen kommen und nach innen ziehen oder den Ball hineinflanken. Damit hatten wir in der ersten Halbzeit leider viele Probleme“, räumte Isabel Kerschowski ein.

Potsdam nutzt Chancen nicht
Potsdam gelang es im Gegenzug nicht, die Angriffe konsequent zu Ende zu spielen. „Vorne haben wir zu wenig gemacht und der zweiten Halbzeit haben wir zwei hundertprozentige Chancen nicht verwertet, eine davon von mir“, spielte Kerschowski auf die 62. Minute an, wo sie den Ausgleich auf dem Fuß hatte, aber an der sicheren französischen Torhüterin Sara Bouhaddi scheiterte. Und nur zwei Minuten später hatte Anja Mittag einen Treffer auf dem Fuß, doch allein vor dem Tor versprang ihr der Ball (64.). „Als Stürmerin muss ich so ein Tor einfach machen. Es ist ärgerlich, weil wir Chancen auf den Ausgleich hatten, aber letztendlich ist der Sieg von Lyon verdient.“ Und Trainer Schröder stimmt ein: „Wir haben unsere Möglichkeiten heute einfach nicht genutzt.“

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Erster Sieg in der Königsklasse: Olympique Lyonnais © Nora Kruse / ff-archiv.de

Entscheidung durch Dickenmann
Die Entscheidung fiel in der 85. Minute durch Lara Dickenmann, die in der 55. Minute eingewechselt worden war. Nach einem Angriff über links hatte Inka Wesely bei einem langen Ball der eingewechselten Eugénie Le Sommer auf Dickenmann das Nachsehen – die Schweizerin schloss mit einem sehenswerten Treffer zum 2:0-Endstand ab und meinte nach der Partie: „Wir haben das ganze Jahr für diesen Moment gearbeitet. Das Tor war mehr oder weniger dasselbe wie das gegen Arsenal. Eugénie hat eine gute Flanke hereingeschlagen, genauso wie gegen Arsenal im Halbfinale.“

Die Niederlage war für die Turbine-Spielerinnen nur schwer zu verdauen. Kapitänin Jennifer Zietz meinte: „Wir haben uns ein bisschen den Schneid abkaufen lassen und waren selbst zu harmlos. Diese schwere Niederlage muss man erst einmal verkraften. Lyon war effektiver und gefährlicher und hat deswegen auch verdient gewonnen.“

Bajramaj: „Unbeschreibliche Gefühle“
Fatmire Bajramaj hätte sich ihre Abschiedsvorstellung im Turbine-Dress sicherlich auch anders vorgestellt. „Das sind gerade unbeschreibliche Gefühle, ich hätten diesen Sieg zum Abschluss gerne gehabt. Aber wir haben schnell das erste blöde Tor bekommen, das darf nicht passieren. In der zweiten Halbzeit haben wir uns etwas gefangen, aber wenn wir unsere Chancen nicht verwerten, sind wir selbst daran schuld. Dann verliert man auch ein bisschen zurecht.“

Olympique Lyonnais – Turbine Potsdam 2:0 (1:0)

Lyon: Bouhaddi – Renard, Georges, Viguier, Bompastor – Thomis (73. Le Sommer), Henry, Cruz Trana, Abily – Schelin, Necib (55. Dickenmann)

Potsdam: Sarholz – Schmidt, Peter, Henning – Zietz – Isabel Kerschowski, Odebrecht, Kemme – Bajramaj, Mittag, Wesely

Schiedsrichterin: Dagmar Damkova (Tschechien)

Zuschauer: 14 303

Tore: 1:0 Renard (27.), 2:0 Dickenmann (86.)

Gelbe Karten: Abily

Beste Spielerinnen: Abily, Schelin / Kemme, Kerschowski

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58 Kommentare »

  • Jan sagt:

    Der Kommentator gestern sprach 2x davon, dass OL das Double geschafft hat (in Frankreich). Stimmt denn das? War nicht OL im Pokal gegen Juvisy rausgeflogen?

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  • speedcell sagt:

    double wohl im zusammenhang mit CL und meisterschaft.

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  • labrys sagt:

    Detlef, was behaupte ich, was niemand gesagt hat?
    – Das schon vor dem Spiel klar war, das bei einer Niederlage Neid schuld ist? Geh mal in beiden Foren lesen, das steht es schwarz auf weiss. Die kurze Buli und die vielen Lehrgänge waren vielen ein Dorn im Auge. Da hat Neid reagiert und die TP Spielerinnen geschont, und wieder war es nicht ok. Die Bundestrainerin kann machen was sie will, TP-Fans ists nie recht.

    – Das Sarholz für einige in die Natio gehört? Geh und lies in den Foren, da steht überall, das Sarholz die beste Torhüterin Deutschlands wäre (nach den Fans). Das hat man gestern nicht gesehen. Sie hat einige male gut gehalten, aber sie war auch viele male zu spät, so das noch eine OL SPielerin dazwischen kam…. so was darf in einem CL spiel nicht passieren. Und der Grund der Verletzung zählt ned, Schörder hätte wechseln können, doch Schumann ist ja schon lange nicht mehr eine Option bei Schröder (zudem geht sie ja nächstes Jahr zum grössten Rivalen, also lieber der Spielerin eins auswischen statt zu wechseln).

    das sind die zwei einizigen sachen, die ich behauptet habe, sonst kann ich aus meinem Post nichts rauslesen. Ich würde es mal begrüssen, wenn die TP-Fans mal einfach keine Ausreden suchen und der Manschaft die schuld geben.

    der Punkt, das TP sich von Spiel zu spiel gegurkt hat, kann ich nicht gelten lassen. Den sonst hätte es nicht zum Meistertitel und Pokalfinale gerreicht. Sie hatten vielleicht einige schlechte Spiele, doch trotzdem haben sie namhafte spielerinnen im Team. Das Nagasato gefehlt hat, kann man nicht als Grund nennen. Lira und Mittag haben zusammen fast 30 Tore geschossen, Yuki nur 10. In der ersten HZ hat man von Mittag nichts gesehen. Lira rannte ins nichts und/oder verdribbelte sich.

    eher stimmt was im Team nicht. Das war keine Mannschaft auf dem Platz, den sonst hätten sie vielleicht das Spiel drehen können. Bei OL haben sich die Spielerinnen gegenseitig aufgepuscht. Lira und co. haben lieber mit der Schiedsrichterin diskutiert. Ich fand die Leistung auch nicht hammer, aber sie hat nun mal die Pfeife und schluss ist. Wenn sie nicht pfeift, dan pfeift sie in diesem Augenblick nicht. Da bringen diskussionen nichts. Das ist verschwendete Energie.

    ach noch was: Ich habe im Forum ein Video vom Spiel gepostet, bei Minute 1:10 fällt das Tor, Renard hat Josi nicht mal berührt…wo siehst du da ein foul? Meinst du die sache von Schelin? das ist eine normale Berührung mit Odebrecht, für mich kein Foul. sie macht es nicht absichtlich, sie kann sich ja die Arme nicht abschneiden -.- Wer deckt in diesem Augenblick eigendlich Renard? Kemme und Henning stehen hinter ihr und schauen zu….sorry ein ganz normales Tor. Aber wer ein haar in der Suppe sucht…..

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  • Rallfb sagt:

    Ich denke auch, daß Lyon verdient gewonnen hat. Das, was in Halbzeit 2 von Turbine kam, war nicht wirklich internationaler Spitzenfussball. Spielerisch war das sehr wenig. Man hat wieder gesehen, daß manche Kommendatoren nicht viel von Fussball verstehen und die Leistung noch total schönreden. Lyon stand noch voll im Saft, daß Turbine nicht mehr so in der Wettkampfpraxis steht, dafür können die Französinnen nichts.
    Außerdem hätte Schröder mal von außen ein deutliches Zeichen setzen können und ein neues Gesicht in der 2.Hälfte bringen müssen. Wofür gibt es Ersatzspielerinnen ? Hat z.B. eine Jessica Wich keine Jokerqualitäten ? Die brennen draußen, und hoffen – gerade in einem CL-Finale – inständig auf einen Einsatz. Daß die Verletzung der derzeit besten Spielerin ein entscheidender Grund für Schröder war, ist zu einfach.

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  • labrys sagt:

    Lyon hat Meisterschaft und CL gewonnen, damit ist das Double gemeint. Im Pokal flogen sie gegen FCF Juvisy im VF raus (glaub gar im Elfmeterschiessen), die im HF gegen Montpellier HSC verloren haben. Pokal hat dieses Jahr AS Saint-Étienne gewonnen (Im Elfmeterschiessen)

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  • paule sagt:

    Ich habe mir das Spiel heute nochmal in aller Ruhe auf Video angeschaut. Ich verstehe es immer noch nicht, dass Schröder 90 Minuten nichts geändert hat. Er hätte nach spätestens 20 Minuten Henning „erlösen“ müssen. Warum bringt er nicht Wich, die zwar sicher noch nicht ganz fit ist, aber in den letzten Spielen beim Sommer-Cup häufig getroffen hat? Warum wagt er es nicht, eine erfahrene Spielerin, die grottenschlecht spielt (da gab es mehrere)gegen eine unerfahrene,aber für den Gegner auch unbekannte Spielerin (Demann, Cramer)zu tauschen. Was hatte er denn in den letzten 20-30 Minuten zu verlieren?
    Jetzt hat er angekündigt, nächste Saison eine anderes System spielen zu wollen. Ich wäre schon froh, wenn man überhaupt mal eins erkennen könnte (Kick and Rush ist für mich kein System).
    Schröder hat unbestritten Potsdam zu dem gemacht, was es heute ist. Aber es ist Zeit zu gehen!

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  • waiiy sagt:

    @labrys und ballander:

    Bernd Schröder selbst hat den Triumpf in der Meisterschaft als glücklich bezeichnet. Und gegen die Gegner auf Augenhöhe haben wir uns zwar durchgesetzt, aber so Superspiele waren es wohl auch nicht, wenn ich an die Heimspiele gegen Frankfurt (inkl. „verrutschter Ball von Kemme“) und Duisburg (1:0 kurz vor Schluss) denke.

    @labrys:

    Die Option „Schumann“ gibt es schon länger nicht mehr. Da kann also nicht der Wechsel nach Wolfsburg der Grund gewesen sein. Wenn man ehrlich ist, steht schon seit über einem guten Jahr Sarholz bei den wichtigen Spielen im Tor. Dass sie nicht fehlerfrei ist, ist klar. Aber deshalb ragt sie immer noch weit heraus gegen die meisten Torhüterinnen, weil sie auch Situationen zunichte macht, die dann erst gar nicht gefährlich werden können. Und es ist schon ein Armutszeugnis für Schumann, dass sie gestern nicht das Vertrauen gekriegt hat in der 2. Halbzeit. Das zeigt, wie wichtig der Faktor „Sarholz“ für ihre Vorderleute ist. Übrigens wurde meines Wissen in allen Aussagen im Forum immer anerkannt, dass Angerer die Nr. 1 in Deutschland ist.

    Ach ja, Sarholz sollte hier gar kein Thema sein, weil sie nicht bei der WM sein wird und auch nicht heute gestrichen wurde. Aber hier scheinen einige gleich angepiekt zu sein, weil ich ganz oben einen Kommentar mit Augenzwinkern geschrieben habe, der sich eigentlich nur auf eine Aussage von Silvia Neid bezog. Also Bälle flach! Falls Angerer ausfällt hoffe ich, dass Holl oder Schult weniger Fehler machen, als ich es je getan haben.

    waiiy

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  • waiiy sagt:

    @paule:

    Uneingeschränkt Daumen nach oben! Du sprichst mit aus der Seele. Und man merkt Dein Herz für Potsdam, auch wenn Du Kritik übst. 🙂

    waiiy

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  • laasee sagt:

    @Paule

    I understand your disappointment but do not be hasty with criticism.
    Schroder is the Alex Ferguson of FF and there is still more success for him to achieve at Turbine.

    You have a very well organised club – the best club in Europe!
    Keep the faith.
    Please, please, please do not copy the people at Nordrhein – that is the road to oblivion.

    You are Deutche Meister and have a super coach.

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  • paule sagt:

    @laasee

    Ich unterscheide zwischen der Philosophie des Vereines und der Wahrheit auf dem Platz. An der grundsätzlichen Philosophie des Vereines will ich nichts kritisieren, obwohl Schröder diese selbst durch seine Personalpolitik (durchschnittliche Neuzugänge, keine Chancen für den Nachwuchs)zuletzt selbst infrage gestellt hat und, glaubt man den Ankündigungen, weiter infrage stellt.
    Ich kritisiere die sportliche Entwicklung, und da habe ich große Zweifel nach der letzten Saison, ob Schröder die Zeichen der Zeit erkennt, erkennen will oder erkennen kann???

    Ich finde es richtig, dass sein Nachfolger die Philosophie des Vereines vertreten muss. Die Fehler, die z.B. Bayern mit Klinsmann und v. Gaal gemacht hat, muss man ja nicht kopieren. Aber auf dem Platz wünsche ich mir eine andere Entwicklung.

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  • ballander sagt:

    als bekennender turbine-fan ist anzuerkennen, dass ol besser war.

    aber auch als nicht bekennender turbine-fan ist einzugestehen, dass man turbine bessere rahmenbedingungen zur vorbereitung hätte ermöglichen können.

    das team hatte durch die lange abwesenheit der natio-spielerinnen und die verkürzte buli wenig spielpraxis in der formation, mit der sie im cottage aufgelaufen sind.

    wer meint, dass diese mangelnde spiel- und trainingspraxis die vorbereitung von turbine nicht beeinträchtigt hat, den frage ich: warum zieht frau neid die natio so früh und so oft zusammen, wenn es für die vorbereitung auf die wm nicht relevant wäre?

    für meine begriffe hätte es aus beiden spielfeldern (natio und turbine) einen gesunderen kompromiss geben müssen.

    für mich ist auch die natio nicht vorrangig, auch nicht im jahr einer wm. auch ein verein, der es bis in das cl-finale schafft, ist ein aushängeschild für deutschland und verdient absolute unterstützung durch den dfb!

    für mich sind es die vereine, denen der dfb zu dank verpflichtet sein muss, wenn es um begeisterung für den frauenfussball und um nachwuchsgewinnung geht. da mag eine wm zwar viel aufmerksamkeit mit sich bringen. aber die buli-vereine sind die perlen in den regionen, die die herzen der fans begeistern und die leute in die stadien ziehen!

    ich freue mich jedenfalls auf die ära nach frau neid und auf jemanden, der alle regionen und alle vereine im wiedervereinten deutschland unterstützt! wie kann es zum beispiel sein, dass die deutsche natio nur ein einziges wm-spiel im osten bestreitet? und auch das nur dank des hauptstadtstatus von big berlin! wie kann es sein, dass kein einziges testspiel der deutschen natio in den neuen ländern stattfindet? wie kann es sein, dass der erfolgreichste verein der saison (meister, pokal- und cl-finalist) mit nur 3 spielerinnen im kader ist? könntet ihr euch das bei topvereinen der männer vorstellen? wie kann es sein, dass frau neid nicht zum meisterschaftsfinale nach potsdam kommt? in der zusammenschau dieser nackten fakten wird man verständnis für schröders anmerkung aufbringen, dass frau neid wohl noch nicht gemerkt habe, dass die mauer nicht mehr steht. ich kann mich noch an die damalige bundestrainerin theune-meyer erinnern, die zu einfachen punktspielen von turbine kam und sich unter die fans im stehbereich gemischt hat. das ist die anerkennung und wertschätzung der vereine und fans vor ort, die ich bei frau neid vermisse…

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  • laasee sagt:

    @paule

    „Ich finde es richtig, dass sein Nachfolger die Philosophie des Vereines vertreten muss.“

    That is most important.
    A new coach can have her/his own ideas, but that coach must fully embrace the philosophy of the club and the history of the club.
    I am a FCR fan but I have uber respect for the Turbine club and its tradition.

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  • preuße sagt:

    Auf Grund der infrastrukturellen Lage in der sich ein Verein im Osten befindet in Bezug auf Sponsoren ist TP schon seit Jahren gezwungen auf hohen Niveau zu spielen.
    Deshalb bin ich der Meinung,das der ständige Erfolgsdruck,der auf der Mannschaft lastet und auch vom Trainer auf seine Art den Spielerinnen vermittelt wird,dazu geführt hat,das einige
    scheinbar regelrechte Versagensängste haben.Die mit jeder nicht
    gelungenen Spielaktion ja auch nicht kleiner werden.
    Man kann jedenfalls feststellen, das die Spielkultur der Mannschaft
    schon zum Ende der letzten Saison deutlich nachgelassen hat.
    Schon da wirkten einige Spielerinnen regelrecht ausgebrannt.
    Sollte es in der nächsten Saison nicht gelingen wieder die verloren gegangene Spielfreude herzustellen, wird es in Zukunft
    schwer oben mitzuspielen.Vielleicht wäre so ein junger Trainer wie Wörle bei Bayern auch gar nicht mal so schlecht für Potsdam.

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  • xXx sagt:

    @preuße

    Da brauchts mir Sicherheit keinen neuen jüngeren Trainer. Das wurde ja schonmal alles durchgekaut, nachdem Turbine ab 02/03 schon eine erfolgreiche Zeit hatte und einige Spielerinnen gingen. Auch da hieß es, dass statt Schrüder mal neues junges „Trainerblut“ gut wäre und Turbine sonst nicht mehr oben mitspielen können. Das wurde dann ja hinreichend wiederlegt mit 3 Deutschen Meisterschaften in Folge, dem CL-Sieg, viele Hallenpokalen und etlichen weiteren Finaleinzügen.

    Schröder hat durch den Bajramaj-Wechsel bedingt ja schon bekannt gegeben, dass es in der nächsten Saison eine Systemänderung geben wird und die Mannschaft ein neues Gesicht bekommt.

    Schröder hat es bislang immer wieder geschafft mit Turbine großen Erfolg zu haben, auch wenn man mal 2 oder 3 Jahre durchhing. Aber da kann man ihm schon vertrauen.

    Er wird es auch diesmal wieder hinbekommen.

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  • Jan sagt:

    von Kaktüssen und Globüssen

    Also: Hab in der ZDF-Mediathek nochmal das CL-Finale geschaut – und da schaut’s so aus:

    1.) Der Kommentator sagt (in Video-Zeit):
    – 6:57 – 6:59: „das Double in Frankreich geholt“ (also zu Beginn des Spiels!!)
    – 1:47:29 – 1:47:37: „5mal nacheinander Meister geworden in Frankreich; das Double in diesem Jahr; und jetzt noch der Titel in der Champions-League.“
    Demnach meinte dieser gute Herr – der sich scheinbar für besonders informiert hielt – ja wohl eindeutig einen frz. Pokalsieg 2011 für OL! (Diese Lapsüsse meines männl. Artgenossen bitte ich zu entschuldigen.)

    2.) Lyon taten Wechsel gut: Man befreite sich von TPs Druck + eine Einwechselspielerin traf, eine andere gab dazu die Vorlage.
    Sehr geehrter Herr Schröder,
    40 Jahre (TP) – und (k)ein bisschen weiser?

    3.) Sonstiges

    schöne Szene: wo Felix nach Schluss OL applaudiert 🙂 (naja, fällt einem als Titelträger und bei eindeutiger statt äußerst knapper dramatischer Niederlage auch sichtlich leichter, sodass der Stachel vllt. nicht ganz so tief steckt – denn 2010 taten einem die Olympioniqueinnen schon etwas leid, gell)

    Bouhaddi steht seltsamerweise nicht (mehr) in Frankreichs Kader, oder?

    Irgendwie (= iwi ; für laasee) scheint mir Elodie Thomis die frz. Anja Mittag zu sein: ackert und bedient viel – versemmelt aber auch viel

    Als beste Spielerin des Finals stach also Camille Abily heraus; trotz gelber Karte. Auch in den USA war sie eine der Besten. Bei der EM 2009 schoss Norwegen einen sehenswerten Führungstreffer – aber diese Camille Abily erzielte ein technisch so brillantes Ausgleichstor – zum Zunge schnalzen!

    Ob Frankreich Deutschland nun beim globalen Turnier gefährlich werden kann? Immerhin kommt ca. die halbe Equipe aus Lyon. Allerdings brauchten sie im CL-Finale ja eigtl. nur eine vom WM-Training ausgelaugte Lira und auch keine Yuki ausschalten. (Vorm eigenen Tor hätte sich OL eine Bewachung von Anja und Isabel eh sparen können.) In der WM-Gruppe müssen sie aber eine Grings, Prinz, Garefrekes, Behringer, Kulig, Laudehr und stärkere Bajramaj ausschalten! Das dürfte u.U. aufwendiger und schwieriger werden. Aber ich freu mich auf diese frz.Truppe! – zumal sie die WM 2007 unglücklich und knapp verpasst hatten.

    PS
    Ob gegen so eine Spielweise wie von Spanien und Barca vllt. eine uralte Taktik helfen könnte: nämlich totale Manndeckung?!

    So: Jetzt auf ins Slawendorf! (ggf. ja mit gelber Locken-Perücke)

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  • ballander sagt:

    die ratschäge für turbine bringen mich echt zum schmunzeln. wenn man sich die erfolge der letzten jahre anschaut, dann braucht turbine alles andere als einen neuen trainer. er hat immer wieder abgänge kompensiert und in kurzer zeit eine neue erfolgreiche truppe auf die beine gestellt. ich freue mich auf die neue saison. es macht immer wieder spaß zu sehen, wie er neuanfänge in angriff nimmt. und da stört es mich auch nicht, wenn der erfolg in der übergangszeit ausbleibt. übrigens tippe ich auf eine nachfolge durch heinrichs, turbines co-trainer. es sei denn, frankfurt kauft ihn auch weg 😉

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  • paule sagt:

    @ballander und @xXx

    Wie kann man nur die Augen vor der Realität so verschließen? Ach ja, Ihr träumt von der Vergangenheit.

    Die Welt im FF dreht sich weiter, wie man am Donnerstag deutlich sehen konnte. Aber das Konzept von Schröder, mit Kraft und Athletik die Gegner „platt“ zu machen, reicht irgendwann nicht mehr aus. Relativ erfolgreich wird er damit in Deutschland, auch mit einer neuen Mannschaft, wohl bleiben. Wer will aber diese Art Fußball sehen? Dann kann ich mir auch ein Herren Kreisligaspiel ansehen.

    Schröder war ja angeblich gestern mit der Mannschaft beim Herren-Finale. Vielleicht hat er sich von Barca ja inspirieren lassen. Die spielen in der ganzen Saison nicht so viel lange und unkontrollierte Bälle wie Turbine in einer Halbzeit.

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  • ballander sagt:

    @paule: danke, dass du mir die augen geöffnet hast 😉 im hier und jetzt, jenseits aller träume, nehme ich die realität zur kenntnis: turbine ist deutscher meister 2010, deutscher meister 2011, pokalfinalist 2011 und, champions-league sieger 2010 und champions-league finalist 2011.

    wow, ich bin beeindruckt. wovon soll ich denn jetzt noch träumen können? offen gestanden bin ich auch froh, dass sie auch mal verlieren. das macht sie als truppe auch sympathisch. sie sind eben keine maschinen, sondern auch nur menschen.

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