Äquatorialguinea wechselt Teamquartier

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Nur einen Tag nach seiner Ankunft in Deutschland hat WM-Teilnehmer Äquatorialguinea sein Teamquartier gewechselt. Von Münster zieht die 32-köpfige Delegation nach Bitburg um.

Nach der Ankunft am Montag in der „Johanniter-Akademie“ hatten Spielerinnen und Verantwortliche ihre Koffer gar nicht erst ausgepackt.

Mit Münster unzufrieden
Kein Schwimmbad im Haus, keine Trainingsplätze in unmittelbarer Umgebung – die Gäste hatten andere Vorstellungen von den optimalen Rahmenbedingungen in der WM-Vorbereitung. Zunächst wurde ein Umzug in die Sportschule Duisburg-Wedau in Erwägung gezogen, auf Vermittlung des WM-OK fiel die Wahl schließlich auf Bitburg, wo das Team nun bis 20. Juni bleiben wird.

Genoveva Anonma
WM-Quartier gewechselt: Genoveva Anonma © Holger Peterlein / girlsplay.de

Beste Bedingungen in Bitburg
„Dort haben sie alle Möglichkeiten, die sie brauchen. Sie sind glücklich“, so Team-Betreuer Pantaléon Mayiboro. „Mit dem Hotel waren die Mädchen zufrieden. Die Mannschaft vermisste jedoch eine Anlage mit Schwimmbad und Kraftraum“, so Mayiboro gegenüber dpa. „Die Mannschaft kann sich jetzt unter Topbedingungen auf die WM vorbereiten“, bestätigte WM-OK-Sprecher Jens Grittner den Umzug.

WM-Auftakt gegen Norwegen
Äquatorialguinea trifft am 29. Juni zum WM-Auftakt in Augsburg auf Norwegen. Weitere Gegner in Gruppe D sind Australien und Brasilien.

Letzte Aktualisierung am 18.11.2019 / * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Jarmusch
Jarmusch

Herrje, ist der Lebensstandard in Äquatorialguinea denn so hoch, dass ein Schwimmbad zur Grundausstattung gehören muss? Gute Trainingsbedingungen o.k., aber so etwas checkt man doch eigentlich VOR der Buchung.

Jarmusch
Jarmusch

Andererseits verstehe ich aber auch nicht wie ein Fußball-Team überhaupt dort aufschlagen kann. Passt ja irgendwie gar nicht zur Konzeption des Hauses.

https://j.mp/ljjEwX

Frieda
Frieda

Ich frag mich viel mehr, wer der Delegation dieses Haus empfohlen hat.
Ein Schwimmbad gehört meiner Meinung auf jeden Fall zur Grundausstattung einer Unterkunft für ein Trainingslager. Stichwort Regeneration.
Und Jarmusch deinen ersten Kommentar finde ich ehrlich gesagt ziemlich daneben.

Schenschtschina Futbolista
Schenschtschina Futbolista

Im Normalfall sollte die Quartierwahl vom Verband Äquatorialguineas selbst und das mit einer Vor-Ort-Besichtigung in Form einer Abnahme erfolgt sein.

Jarmusch
Jarmusch

Frieda schrieb: ‚Ein Schwimmbad gehört meiner Meinung auf jeden Fall zur Grundausstattung einer Unterkunft für ein Trainingslager. Stichwort Regeneration.‘ Zwischen Schwimmbad und Regenerationsbecken besteht meines Erachtens ein gewaltiger Unterschied. Aber anscheinend haben sich die Afrikanerinnen wirklich nur bei der Quartierwahl vergriffen. Aber dennoch bleibe ich bei meiner ersten Reaktion Frieda! Als Gast (aus welchem Land auch immer) gleich bei Ankunft rummoppern mag ich einfach nicht. Und wenn’s dann eine Delegation aus einem vermeintlich ärmeren Land (vielleicht irre ich und in Äquatorialguinea ist der Lebensstandard ähnlich hoch wie in Deutschland) tut, finde ich es noch absurder. Aber wahrscheinlich hat es sich… Weiterlesen »

henry
henry

@jarmusch
was Frieda damit sehr wahrscheinlich sagen wollte (und ich habe das ebenfalls so empfunden wie Frieda) ist, das man Deinen Beitrag durchaus als abfällig gegenüber Ländern der dritten Welt interpretieren kann, im Sinne von, „seit froh dass wir Euch in unser schönes reiches Land überhaupt reinlassen!“
Ich hoffe, und bin mir sicher (weil ich es von Dir aus zahlreichen anderen Posts nicht anders kenne), dass Dein Beitrag keinesfalls in letzterem Tenor gemeint war.

henry
henry

hatte ich vergessen:
ich denke, egal, ob den Verantwortlichen der afrikanischen Mannschaft hier im Vorfeld Versäumnisse unterstellt werden müssen (meiner Meinung nach Ja) die Bedürfnisse der Mannschaft sind absolut nachvollziehbar und der Wechsel verständlich

Steffen
Steffen

Im ersten Moment habe ich genauso gedacht wie Jarmusch! Ich konnte mir nicht vorstellen, dass Münster nicht geeignet ist.

Jarmusch
Jarmusch

henry schrieb:’Ich hoffe, und bin mir sicher (weil ich es von Dir aus zahlreichen anderen Posts nicht anders kenne), dass Dein Beitrag keinesfalls in letzterem Tenor gemeint war.‘
Nein, war er natürlich nicht.

Jarmusch
Jarmusch

Auf jeden Fall tut mir die Johanniter-Diakonie leid, da die mit Sicherheit einiges an Vorarbeit geleistet haben dürften um ihre Gäste zufriedenzustellen.

Wie auch immer, da ist im Vorfeld verdammt viel, wenn nicht alles, schiefgelaufen.
Aber selbst wenn der Verband Äquatorialguineas nicht vor Ort war um das Quartier zu checken. Ein Blick auf die Internetseite der Johanniter-Diakonie (zusammen mit einem Helfer mit Deutschkenntnissen) wäre doch das Mindeste gewesen. Also tragen sie meines Erachtens eine nicht unerhebliche Mitschuld an dem Fiasko.

Mich würde darüberhinaus mal interessieren wer den Ausfallschaden an die Johanniter zahlt.

Detlef
Detlef

Ich denke auch, daß hier der Verband des afrikanischen Landes einen gewaltigen Bock geschossen hat!!!
Egal ob arm oder reich, man hat doch als Leistungssportlerin so seine Ansprüche an ein WM-Quartier!!!
Vielleicht waren die Johaniter besonders „günschtig“, und man dachte sich so ein paar Taler zu sparen???

Zumindest hatte man mit Genoveva eine Spielerin (mit einigen Deutschkenntnissen) im Gastgeberland, die im Vorfeld schon mal etwas genauer hätte recherchieren können!!!

Aber wenn ich richtig informiert bin, ist Äquatorialguinea zum ersten Mal bei einer WM dabei, und da können solche Pannen auch schon mal passieren!!!
Beim nächsten Mal ist man sicherlich schlauer bei der Wahl des Quartiers!!!

Ulf
Ulf

Da 80% der Bevölkerung von Äquatorialguinea römisch-katholisch ist, sollte auch dort der alte Bibel-Spruch „und Gott erschuf in seinem Zorn Münster,Bielefeld und Paderborn“ bekannt sein.

NRHZ
NRHZ

Hallo Freunde des internationalen Frauenfußballs,
seid und bleibt gute Gastgeber. Mentalität und Fremdheit sind manchmal Auslöser von Verhaltensweisen, die wir als Gastgebernation
tolerieren sollten. Genoveva Anonma wird seit Jahren nicht gerade fair behandelt in den Medien Afrikas, sie lebt ziemlich zurückgezogen in Jena, von der Vereinsführung des FF USV Jena geschützt vor weiteren Angriffen durch die Boulevard Presse. Diese
afrikanischen Spielerinnen verdienen mehr Respekt. Seid und bleibt
auch dann gute Gastgeber, wenn die Gäste Wünsche äußern. Auch diese Afrikanerinnen haben ein Recht, Ernst genommen zu werden.

Detlef
Detlef

@NRHZ,
hier waren wohl alle weit davon entfernt, die Afrikanerinnen nicht ernst zu nehmen!!!
Jarmusch hatte sich wohl etwas komisch ausgedrückt, aber ich nehme ihm ab, daß dies aus Versehen geschah!!!

Aber auch Afrikaner sind nur Menschen, die Fehler machen können, und dafür auch kritisiert werden dürfen!!!

NRHZ
NRHZ

@Detlef
Gastfreundschaft im internationalen Sportaustausch ist ein Zeichen von Großzügigkeit und nicht von Kleinteiligkeit. Jarmusch sieht das sicher ähnlich. Ich rate allen Lesern dieses Blogs, sich darüber zu informieren und zu reflektieren, welche Anschuldigungen gegenüber diesem Team aus Äquatorialguinea noch in den letzten Monaten seit den Africa Games geäußert worden sind. Wenn diese unseriösen Kreise aus Nigeria und anderen afrikanischen Staaten wieder informelles Futter erhalten, werden weitere Hetzkampagnen folgen. Dieser Blog kann auch in Afrika gelesen werden. Das Internet ist ein offenes Medium – und Deutschland sollte sich als Gastgebernation verhalten.

Detlef
Detlef

@NRHZ,
Gastfreundschaft ist keine „Großzügigkeit“, sondern sollte eine Selbstverständlichkeit sein, wenn man ein (wenn auch kleineres) Sommermärchen anstrebt!!!

Ich lese keine afrikanische Presse, schon weil ich der Sprache nicht so mächtig bin!!!
Aber es wundert mich sehr, daß dort FF überhaupt vorkommt!!!
Hetzkampagnen haben doch nur dann ein interessiertes Publikum, wenn die Opfer einen hohen Bekanntheitsgrad haben!!!
Sind die Fußballerinnen in Äquatorialguinea dort so berühmt, daß die Hetzkampagnen auf fruchtbaren Boden treffen???

Wieviel Journalisten regen sich zB in Deutschland darüber auf, daß Tante Käthe sich abfällig über Schiedsrichterinnen äußert!!!
Keiner, denn außer vielleicht Bibi Steinhaus, sind die Schiri-Damen völlig anonym!!!

NRHZ
NRHZ

@Detlev Die negativen Artikel über das Team von Äquatorialguinea liefen darauf hinaus, dass zwei Spielerinnen „Männer“ seien. Die Nachricht traf auch im Verdacht Genoveva Anomna. Diese Lüge wurde transportiert nach Europa durch BBC und einige Blogger. Die BILD Zeitung in Deutschland brachte dann zweimal das Thema „Sex“ halbseitig bis zweidrittelseitig. Die Kampagne stammte aus Afrika. Sie stammte aus den Ländern, die gegen das kleine Land verloren hatten. Ursprünglich hatte der […] nigerianische Fußballverband die Lüge erfunden. Es ist damit zu rechnen, dass das Thema nochmals hochgekocht werden wird. Ich rate deshalb allen Fans und Lesern, wachsam zu sein. Dagegen sind… Weiterlesen »

Ruhri
Ruhri

@Ulf:

Ich kenne den Spruch mit Münster u. Paderborn wie folgt:
Was ist die Steigerung von schwarz (politische Gesinnung)?

Münster … Paderborn

NRHZ
NRHZ

Hallo Markus Juchem, vielen Dank, dass du ausführlich zum Interview der FIFA von Frau Haenni hinweist. In der Tat hat sich Frau Haenni auf die Frage einer nicht klar definierten Geschlechtsfrage und seiner rechtlichen Konsequenzen vorbereitet. Es liegen aber im Falle der Jenaer Spielerin eindeutige Tests vor, die die Vorwürfe damit als Lüge ausweisen. Die Anschuldigungen werden auch nicht durch ständige Wiederholung wahrer. Die asoziale menschenrechtsfeindliche Kampagne geht schon über drei Jahre. Nach meinen Recherchen sieht der Fall in dieser Afrika-internen Kampagne so aus, dass der Ursprung der Schmutzkampagne in Nigeria zu suchen ist. Der Fußballverband von Äquatorialguinea hat hierzu… Weiterlesen »

Frieda
Frieda

@NRHZ
Also, ich würde auch nicht einfach eins zu eins das übernehmen, was aus Nigeria so erzählt wird, andererseits würde ich eben so wenig die Erklärungen aus Äquatorialguinea übernehmen. Beide Verbände sind nicht unbedingt für eine „saubere“ Arbeit bekannt. Ich denke von Europa aus lässt sich das alles schwer beurteilen und somit sollte man doch am Besten objektiv bleiben.