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2011

Die Tops und Flops der Woche 14/2011

Diesmal beleuchten wir große wie kleine Zuschauerzahlen, aber auch eine treffsichere Stürmerin und die Unruhe hinter den Kulissen eines Frauenfußball-Bundesligisten sowie eine Gelbsperre.

Patzke lässt es dreimal krachen Bundesliga -Aufsteiger 1. FC Lokomotive Leipzig darf sich schon jetzt auf eine treffsichere Stürmerin für die kommenden Saison freuen. Beim 4:0-Auswärtssieg des Hamburger SV II im Derby gegen Holstein Kiel traf Kathrin Patzke gleich dreimal ins Schwarze und schraubte damit ihr Trefferkonto in der Saison auf 19 Tore.

Rekordkulisse in Frankreich 20 123 Zuschauer, soviel wie nie zuvor bei einem Vereinsspiel einer französischen Frauenfußball-Elf, sahen am vergangenen Samstag bei strahlendem Sonnenschein den 2:0-Sieg von Olympique Lyonnais gegen Arsenal LFC im Halbfinal-Hinspiel der Champions League . Die schwedische Nationalspielerin Lotta Schelin sorgte mit zwei frühen Treffer (2. und 11. Minute), dass die Stimmung im Stade Gerland bestens war.

Tolle Resonanz Am 26. Mai findet in der Frankfurter Commerzbank-Arena unter dem Motto „Stars feiern die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft“ das Festival der Schulen statt. Und nur drei Wochen nach Verkaufsstart ist die Veranstaltung ausverkauft, über 25 000 Schülerinnen und Schüler aus dem Rhein-Main-Gebiet werden mitfeiern. “25.000 Kinder und Jugendliche in einem Fußballstadion, das hat es wahrscheinlich noch nie gegeben”, freut sich WM-OK-Chefin Steffi Jones.

Start der FA WSL Am morgigen Mittwoch startet in England mit der Partie Chelsea Ladies gegen Arsenal LFC die neue englische Sommerliga FA WSL. Acht Teams werden um den Titel kämpfen, der Meister qualifiziert sich für die Champions-League-Saison 2012/13. 3,4 Millionen Euro hat der Verband investiert, zum ersten Mal wurde ein TV-Vertrag abgeschlossen. Englands Nationaltrainerin Arsenal-Kapitänin Faye White freut sich: „Es ist an der Zeit, dass die Liga mehr Profil und Beachtung bekommt.“

Mitgliederversammlung verkommt zur Farce Dem Abstieg ist der FF USV Jena gerade noch einmal von der Schippe gesprungen, auf einer Mitgliederversammlung am heutigen Dienstag sollte die weitere Planung besprochen werden. So besitzen etwa nur wenige Spielerinnen einen Vertrag für die kommende Saison. Doch beschlussfähig ist die Mitgliederversammlung nicht, denn sie wurde nicht fristgerecht vier Wochen vor dem Termin einberufen. Mit voller Absicht, ist hinter den Kulissen zu hören .

Gelbsperre für Schmidt Im Halbfinal-Hinspiel zwischen dem FCR 2001 Duisburg und dem 1. FFC Turbine Potsdam mussten die Duisburgerinnen auf die gelbgesperrte Simone Laudehr verzichten, im Rückspiel ereilt nun Potsdam ein ähnliches Schicksal. Denn Bianca Schmidt sah am vergangenen Samstag im PCC-Stadion nach einem Foul an Linda Bresonik in der 65. Minute ihre zweite Gelbe Karte im laufenden Wettbewerb und muss am Sonntag im Karl-Liebknecht-Stadion zuschauen.

Recklinghausen steigt ab Nach der 1:4-Niederlage bei der TSG 1899 Hoffenheim ist der Abstieg des 1. FFC Recklinghausen aus der 2. Bundesliga Süd besiegelt. Nur zwei Siege in 20 Saisonspielen waren zu wenig, um die Klasse zu erhalten. „Wir hätten nicht absteigen müssen“, so das enttäuschte Fazit von Trainer Jörg Amthor, der damit auf die zahlreichen Verletzungen und die nicht erteilte Spielberechtigung von Jennifer Ninaus abzielt.

Champions-League-Halbfinale kein TV-Renner War es das schöne Wetter oder die zeitgleiche Ansetzung mit der Männer-Bundesliga? Nur 260 000 Zuschauer (140 000 WDR, 120 000 RBB) verfolgten am heimischen TV-Gerät das 2:2 im Halbfinal-Hinspiel in der Champions League zwischen dem FCR 2001 Duisburg und dem 1. FFC Turbine Potsdam. In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen waren es gar nur 50 000, 30 000 bei WDR, 20 000 beim RBB.