Potsdam verschafft sich gute Ausgangsposition

Von am 9. April 2011 – 17.16 Uhr 49 Kommentare

Mit einem Remis beim FCR 2001 Duisburg hat sich der 1. FFC Turbine Potsdam im Halbfinal-Hinspiel der Champions League einen kleinen Vorteil verschafft. Allerdings ließen sich die Potsdamerinnen eine zweimalige Führung aus der Hand nehmen.

Beim 2:2 (2:2) vor 3 260 Zuschauern im PCC-Stadion von Homberg erzielten Isabel Kerschowski (15.) und Yuki Nagasato (35.) die Treffer für die Gäste, für Duisburg trafen Inka Grings (32.) und Jennifer Oster (42.).

Kerschowski-Hammer zur Führung
Die Gäste aus Potsdam fanden in den ersten Minuten ein wenig besser in die Partie, doch Duisburg hatte die erste gute Möglichkeit, doch der Drehschuss von Alexandra Popp als elf Metern landete in den Armen von Turbine-Torhüterin Anna Felicitas Sarholz (5.). Aus einer Standardsituation ging Potsdam in Führung: Kerschowski hämmerte einen Ball aus mehr als 30 Metern präzise ins Netz (15.). In der Folge kam mehr Sicherheit ins Potsdamer Spiel, Duisburg hatte Probleme im Spielaufbau.

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Ausgleich durch Grings
Doch über die Außenbahn gelangen den Duisburgerinnen gelegentliche Vorstöße, Popp versuchte sich mit einem Schrägschuss, den Sarholz erst im Nachfassen hielt (21.). Mit einem Lupfer setzte Kerschowski schön Anja Mittag in Szene, doch die schoss den Ball volley über das Tor (27.). Nach einer guten halben Stunde passt die weit aufgerückte Turbine-Abwehr nicht auf, Popp spielte einen Pass in den Lauf von Grings, die den Ball souverän zum Ausgleich ins Netz schob (32.). Im Gegenzug zwang Mittag Duisburgs Torhüterin Christina Bellinghoven zu einer Glanzparade (33.).

Alexandra Popp (Mi.) im Duell mit Jennifer Zietz und Viola Odebrecht

Alexandra Popp (Mi.) glänzte als zweifache Torvorbereiterin © Marion Kehren

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Duisburgs Abwehr zu zögerlich, doch Oster trifft
Und nur zwei Minuten später ging Potsdam erneut in Führung: Mittag erkämpfte sich nach Vorarbeit von Nagasato fast an der Torauslinie den Ball, weil Duisburgs Abwehrspielerin Luisa Wensing zu zögerlich war, spielte den Ball nach innen und die japanische Nationalspielerin reagierte schneller als Sonja Fuss und Annemieke Kiesel und traf zum 2:1 (35.). Doch Duisburg bewies Moral und kam noch vor der Pause ins Spiel zurück: Bianca Schmidt verlor im Mittelfeld den Ball, Popp setzte Oster ein und die erzielte mit einem präzisen Schrägschuss den Ausgleich (42.).

Schmidt im Rückspiel gesperrt
In der zweiten Halbzeit verflachte das Spiel zusehends, ein nicht richtig getroffener Schuss von Mandy Islacker (48.) und ein geblockter Mittag-Schuss (64.) gehörten zunächst zu den wenigen Höhepunkten. Schmidt sah dann die zweite Gelbe Karte im Wettbewerb und wird im Rückspiel in acht Tagen gelbgesperrt fehlen (65.).

Bajramaj trifft die Latte
Duisburg war insgesamt nun besser im Spiel als in Halbzeit eins, doch in der Schlussphase waren es die Potsdamerinnen, die einem Treffer noch einmal nahe kamen. So scheiterte Schmidt nach schönem Solo von Bajramaj nur knapp aus kurzer Distanz an Bellinghoven (78.), Bajramaj selbst hatte die größte Chance, als sie in der Schlussminute einen Schuss an die Latte setzte (90.). Doch es blieb am Ende beim leistungsgerechten Unentschieden.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

49 Kommentare »

  • laasee sagt:

    @waiiy

    I love MVT because she is the top coach in Germany – it is that simple!

    ‚Trust the men in Duisburg‘?…………no thanks!!
    200,000 euros and the destiny of the football club is at stake next Sunday.
    If FCR lose, then this time next week the club will be on the road to oblivion.
    Who then will ‚trust the the men in Duisburg‘?

    I rate Poppi as a very talented footballer – defence or attack.
    On Saturday she was involved in the two FCR goals.
    On Saturday the FCR defence was a mess.
    What position she plays should be for what is best for the team.
    I would prefer to see her play on the left side of the middle in a 3:5:2 formation.

    Where Poppi plays is the responsibility of the coach – regretably that responsibility is now with the wrong person.

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  • waiiy sagt:

    MVT and the 2nd or 3rd best team in Germany lost vs. Bayern Munich 3:0. I’m not a fan of FCR Duisburg, not MVT eighter Ketelar. But I could understand to fire MVT. And MVT seemed to be helpless in the press conference after the game. When a coach admit not to know what to do in the press conference than I have to act.

    Furthermore MVT failed to develop a player who could play in the defense on the left side after the chamionship where Ale shot 9 goals. If I am Alex I would change the club because I can’t play on my best position. That knew FCR Duisburg, that knew all other clubs but that didn’t know MVT. Why?

    waiiy

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  • Sven sagt:

    Dass Popp am Samstag häufig am Boden lag, hat absolut nichts mit ihrer Schnelligkeit zu tun (was sich daran zeigt, dass sie meistens nach Kopfballduellen behandlungsbedürftig war), sondern viel mehr mit ihrer Art der Zweikampfführung: Sie nimmt in jedem Zweikampf Verletzungen bei allen Beteiligten in Kauf. In einem Formelfahrzeug würde sie mit vergleichbarer Fahrweise kein Rennen beenden.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Sven
    > In einem Formelfahrzeug würde sie mit vergleichbarer Fahrweise kein Rennen beenden.

    Na ja, beenden schon, bloss keine Zielflagge sehen, weil der Bolide einem Schrotthaufen gleicht! 😀

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  • laasee sagt:

    @waiiy

    I thought that Martina was not allowed to speak at the Bayern PK.
    I read that Bayern had the PK outside on the pitch and they did not let Martina speak!
    Please clarify this.

    Poppi – It might be that Martina thinks that Poppi plays at fullback because that is her best position.
    It is that simple.

    On Saturday MK plays Poppi as a forward.
    The outcome was that Inka had one chance and scored.
    Inka is the best goal scorer in the history of FF but she only had one opportunity against Potsdam!

    Therefore playing Poppi as a co-striker detracted from Inka.
    That is not a very intelligent tactic.

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  • Detlef sagt:

    @Sven,
    Ich gebe Dir absolut recht, was Poppis Zweikampfverhalten angeht!!!
    Sie ist noch jung und stürmisch, da denkt man wohl weniger über Konsequenzen nach, die das für sich selbst und/oder die Gegenspielerin haben könnte!!!

    Das beste Beispiel war in Jöllenbeck zu sehen, als sie mit einer Schwedin zusammenrasselte!!!
    Die Schwedin mußte ins Krankenhaus, und sie bekam einen schicken Turban verpasst!!!
    Aber selbst damit ging sie wieder in Kopfballduelle hinein!!!
    Hier müßte man Poppi sicherlich auch ab und zu mal vor sich selber schützen!!!

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  • Ralf sagt:

    Na hoffentlich lässt sich Alex von dieser psychologischen Suggestion nicht beeinflussen!

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  • waiiy sagt:

    Wenn Alex bei ihren Zweikämpfen foult, wird sie von den Schiedsrichterinnen bestraft (auch wenn es ungstüm war). Wenn nicht gepfiffen wird, kann man davon ausgehen, dass es ein erlaubter Körpereinsatz war. Als hinterhältig wurde sie hier ja bisher noch nicht beschrieben.

    Es gibt viel zu wenige Spielerinnen (und Spieler) in Deutschland, die überhaupt gern in Zweikämpfe gehen. Man sollte sie nicht bremsen, sondern lenken.

    waiiy

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  • laasee sagt:

    Poppi is very physical and competitive.
    That is a good attribute, provided it is directed and controlled.
    The big problem is that Poppi needs lots of calls from the physio.
    The play of the game gets broken up and the game becomes stop+start+stop+start….
    Then free flowing football is not always possible.
    It works well for FCR when she is a defender because it stops the opposition being creative.
    But I do not think it is so good for her team when she is a forward.

    Also, there is always the worry of her getting a serious injury.

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