Potsdam verschafft sich gute Ausgangsposition

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Mit einem Remis beim FCR 2001 Duisburg hat sich der 1. FFC Turbine Potsdam im Halbfinal-Hinspiel der Champions League einen kleinen Vorteil verschafft. Allerdings ließen sich die Potsdamerinnen eine zweimalige Führung aus der Hand nehmen.

Beim 2:2 (2:2) vor 3 260 Zuschauern im PCC-Stadion von Homberg erzielten Isabel Kerschowski (15.) und Yuki Nagasato (35.) die Treffer für die Gäste, für Duisburg trafen Inka Grings (32.) und Jennifer Oster (42.).

Kerschowski-Hammer zur Führung
Die Gäste aus Potsdam fanden in den ersten Minuten ein wenig besser in die Partie, doch Duisburg hatte die erste gute Möglichkeit, doch der Drehschuss von Alexandra Popp als elf Metern landete in den Armen von Turbine-Torhüterin Anna Felicitas Sarholz (5.). Aus einer Standardsituation ging Potsdam in Führung: Kerschowski hämmerte einen Ball aus mehr als 30 Metern präzise ins Netz (15.). In der Folge kam mehr Sicherheit ins Potsdamer Spiel, Duisburg hatte Probleme im Spielaufbau.

Ausgleich durch Grings
Doch über die Außenbahn gelangen den Duisburgerinnen gelegentliche Vorstöße, Popp versuchte sich mit einem Schrägschuss, den Sarholz erst im Nachfassen hielt (21.). Mit einem Lupfer setzte Kerschowski schön Anja Mittag in Szene, doch die schoss den Ball volley über das Tor (27.). Nach einer guten halben Stunde passt die weit aufgerückte Turbine-Abwehr nicht auf, Popp spielte einen Pass in den Lauf von Grings, die den Ball souverän zum Ausgleich ins Netz schob (32.). Im Gegenzug zwang Mittag Duisburgs Torhüterin Christina Bellinghoven zu einer Glanzparade (33.).

Alexandra Popp (Mi.) im Duell mit Jennifer Zietz und Viola Odebrecht
Alexandra Popp (Mi.) glänzte als zweifache Torvorbereiterin © Marion Kehren

Duisburgs Abwehr zu zögerlich, doch Oster trifft
Und nur zwei Minuten später ging Potsdam erneut in Führung: Mittag erkämpfte sich nach Vorarbeit von Nagasato fast an der Torauslinie den Ball, weil Duisburgs Abwehrspielerin Luisa Wensing zu zögerlich war, spielte den Ball nach innen und die japanische Nationalspielerin reagierte schneller als Sonja Fuss und Annemieke Kiesel und traf zum 2:1 (35.). Doch Duisburg bewies Moral und kam noch vor der Pause ins Spiel zurück: Bianca Schmidt verlor im Mittelfeld den Ball, Popp setzte Oster ein und die erzielte mit einem präzisen Schrägschuss den Ausgleich (42.).

Schmidt im Rückspiel gesperrt
In der zweiten Halbzeit verflachte das Spiel zusehends, ein nicht richtig getroffener Schuss von Mandy Islacker (48.) und ein geblockter Mittag-Schuss (64.) gehörten zunächst zu den wenigen Höhepunkten. Schmidt sah dann die zweite Gelbe Karte im Wettbewerb und wird im Rückspiel in acht Tagen gelbgesperrt fehlen (65.).

Bajramaj trifft die Latte
Duisburg war insgesamt nun besser im Spiel als in Halbzeit eins, doch in der Schlussphase waren es die Potsdamerinnen, die einem Treffer noch einmal nahe kamen. So scheiterte Schmidt nach schönem Solo von Bajramaj nur knapp aus kurzer Distanz an Bellinghoven (78.), Bajramaj selbst hatte die größte Chance, als sie in der Schlussminute einen Schuss an die Latte setzte (90.). Doch es blieb am Ende beim leistungsgerechten Unentschieden.

Letzte Aktualisierung am 13.11.2019 / * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Krausi
Krausi

Warum hat Potse die bessere Ausgangssituation?

Steffen
Steffen

weil ein 0:0 jetzt reicht.

xXx
xXx

Weil Postdam auch ein 0:0 und 1:1 reicht, jeder Sieg sowieso. Duisburg MUSS praktisch gewinnen, da wohl nicht davon auszugehen ist, dass es ein 3:3 oder noch höheres Unentschieden gibt.

laasee
laasee

Turbine should have won the game in the first half.
Thankfully, Inka and Jenny scored nice goals.

The moral of the tale is : do not sack a top coach!
Duisburg now concede goals for fun and are bad in defence.
MVT played Poppi at full back. Today is a good example of why.
Poppi can play both defence/attack but her worth to the team is only understood by a quality coach.

The players showed good morale and that will be needed next week.
Duisburg are always good for goals – but in Potsdam can they score more than they concede?

eisbär
eisbär

@ laasee
MVT ist Geschichte! Sie hatte eine gute und erfolgreiche Zeit beim FCR. Aber nun hat ein neuer Trainer die Verantwortung, das solltest du langsam akzeptieren, auch wenn es dir scheinbar schwer fällt.

Zum Spiel: Es war ein temporeiches Spiel mit vielen ungenauigkeiten.
Fürs Rückspiel bleibt weiterhin alles offen und Duisburg traue ich durchaus zu in Potsdam zu gewinnen.

laasee
laasee

@eisbar

The whole rationale for sacking MVT was that ‚it would be better for the team to qualify for London‘.
That has been shown to be wrong.

Look at the statistics of the elite stages of UEFA Cup/CL (last 8 stage).
MVT coached 10 games and only 6 goals were conceded.
MK has been coach for 3 games and already 4 goals have been conceded.
Top coaches build teams that defend well.
Even Cloppenburg scored against FCR!

I want FCR to go to London but I have my eyes open and understand what the problems are.

Marcel
Marcel

Man war das ein Acker im PCC-Stadion,der Ball ist ja mehr gehopelt als gerollt aber im Karli nächste Woche wirds wohl auch nicht besser.
Dafür war das Spiel aber ziemlich gut vor allem in der 1.HZ.
Isis Freistoss war mal der Hammer im wahrsten Sinne des Wortes.
Trotzdem bleibts wohl ein 50:50-Ding und wird wieder an den Nerven zehren das Rückspiel.

Detlef
Detlef

Für den neutralen Beobachter wars sicher ein tolles Spiel, mit vielen Torchancen auf beiden Seiten!!!

Für die jeweiligen Fanlager wars dagegen wohl eher erschreckend, wie schwach vor allem die beiden Abwehrreihen waren!!!

Potsdam mit minimaler spielerischer Überlegenheit, zeigte einige schöne Ansätze von Kombinationsfußball!!!
Aber leider verkünstelten sie sich auch desöfteren vor dem Duisburger Tor, und wollten den Ball lieber „reintragen“ als mal kräftig abzuziehen!!!

Duisburg hatte Probleme sein Offensivpotential richtig auszuspielen, aber ihre Konter blieben bis zum Schluß sehr gefährlich!!!

Hier ist noch gar nichts entschieden, denn Potsdam bleibt hinten anfällig, und spielt vorne zu umständtlich!!!

Es bleibt also spannend bis zum Schluß!!!

laasee
laasee

@Detlef

Turbine missed a big opportunity to book the hotel in London.
FCR were very bad in defending and Turbine did not take advantage of that.
2:2 appears a good result for you but it now means that FCR have only one approach next Sunday – they must win.
Also, I think that Lira hitting the bar might prove very costly.
It may prove to be the pivotal moment of the semi-final.

waiiy
waiiy

Ich sehe den Trainerwechsel in Duisburg und damit den Wechsel von Alexandra Popp in die Offensive komplett anders. Ich denke, dass der Freistoß von Isi trotzdem ein Tor geworden wäre, auch wenn Alex hinten gespielt hätte. Aber vorn hat es Alex geschafft, beide Tore vorzubereiten. Dazu Glückwunsch! Das „Chancen erarbeiten“ war sonst viel schwieriger für Duisburg. Und dass man gegen Potsdam vielleicht 1 Tor mehr kriegt als gegen andere Gegner in der CL, ist halt so. Nicht umsonst sind die 4 Mannschaften (von denen Arsenal noch abfällt) im Halbfinale. Ich glaube nicht, dass Duisburg in Potsdam gewinnen oder Unentschieden spielen… Weiterlesen »

Winter
Winter

Ich möchte noch mal die „möglichen Foulspiele“ an A. Popp ins Spiel bringen. Da sie unheimlich schwer zu stoppen ist, kann man sie nur so hart nehmen. Sie bringt durch ihre Größe und Kraft unheimlich viel drall nach vorne, da geht es nur, sie wirklich hart zu nehmen. Ich befürchte, wenn sie sich weiter so in´s Zeug legt, ist sie in absehbarer Zeit ausgepowert und wird irgendwann nicht mehr an diese Leistungen anknüpfen können. Die Szenen von der Seitenlinie zur Verbesserung der Luftzufuhr kenne ich so, nur von ihr. Ihr Körper wird das auf Dauer nicht so mitmachen, sieht manchmal… Weiterlesen »

Gabriele
Gabriele

Was ist mit Josi???
Sie scheint beim Fallen mit dem Rücken auf den Schuh der Gegnerin geknallt zu sein…

Schenschtschina Futbolista
Schenschtschina Futbolista

Der sog. kleine Vorteil mag zwar wegen der Ausgangsposition tatsächlich auf dem Papier vorhandensein, aber ich möchte zu bedenken geben, dass nicht nur Laudehr wieder mitwirken wird können, sondern nunmehr Schmitti gesperrt ist (wer weiß, wozu das noch gut ist, sollte man weiterkommen). Die „Gelbe Gefahr“, die den Ausfall im Endspiel nach sich ziehen würde, ist unverändert akut. Bei Josi wird die Frage wohl sein, ob sie nach der mutmasslichen Steissbeinprellung rechtzeitig wieder genesen wird. Die Abwehr war echt eine Achillesferse, denn beide Gegentreffer waren ziemlich haarsträubend. Genau so, als wüßte man nicht, dass da eine Inka Grings im Zentrum… Weiterlesen »

timmy
timmy

Lyon – Arsenal hatte üner 20.000 Zuschauer. Wow, die kriegen die Butze voll.

Michele
Michele

Ich fand das Spiel nicht so prickelnd. Mir ist aufgefallen, dass sich Lira und Inka bei jeder Aktion fallen lassen. Das hasse ich auch im Männerfussball. Hoffentlich hat sich Josi nicht schwerer verletzt. Es bleibt auch im Rückspiel spannend.

xXx
xXx

Josi war schon im Krankenhause. Bisherige Diagnose lautet wohl „Prellung“, also nichts schlimmes.

JimPanse
JimPanse

Charakterliches Armutszeugnis für Inka Grings.
Nachdem der Gegner wegen Verletzung Eigener oder Gegenspieler den Ball zur Behandlungsunterbrechung ins Aus befördert, spielt man ihn fairerweise lang zum Torwart oder einer Abwehrspielerin zurück. Aber nicht ins Aus in der Nähe des gegnerischen Tores. Dies hat sie zweimal gemacht und sofort Kommando gegeben, die Gegnerinnen zuzustellen. Ein solches Verhalten ist äußerst unfair und wird bei den Männern mit gällenden Pfeifkonzerten beantwortet. In jedem Fall eines Kapitäns unwürdig!

Schenschtschina Futbolista
Schenschtschina Futbolista

@JimPanse
Vielleicht ist sie auch „nur“ Prinzen-Fan und ihr Lieblingstitel lautet:“Du musst ein Schwein sein!“. 😉

laasee
laasee

@JimPanse

The ‚fairplay‘ aspect is to give the ball back to the opponents.
It is normal that the ball is put out of play and the opponents get a throw or a goalkick to restart the game.
Inka gave the ball back to Potsdam and they then restarted the game with possession of the ball.
Inka acted correctly.
Leibe Inka.

Marcel
Marcel

@Winter

Ja das war schon extrem da brauch man sich dann auch nicht wundern wenn die Gegenspielerinnen genau so dagegen halten.
Allein schon wegen den ganzen Unterbrechungen hätte es gut und gerne 10 Minuten Nachspielzeit geben können.