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2011

Die Tops und Flops der Woche 12/2011

Im Mittelpunkt der Tops und Flops stehen in dieser Woche ein Verein, der eine titellose Zeit beendet hat, und das erste spezielle Modelabel für den Frauenfußball, aber auch dumme Gelbe Karten und eine prominente WM-Absagerin.

Frankfurt beendet titellose Zeit Drei Jahre lang blieb der 1. FFC Frankfurt ohne Titel, doch mit dem 2:1-Sieg im DFB-Pokalfinale gegen den 1. FFC Turbine Potsdam haben die Hessinnen ein kräftiges Ausrufezeichen gesetzt. In der kommenden Saison gilt nun das Augenmerk ganz der neuen Bundesligasaison und der erstmaligen Teilnahme in der Champions League. In der Saison 2011/12 findet das Champions-League-Finale in München statt und der Termin ist im FFC-Kalender bereits dick angestrichen.

Champions-League-Halbfinale live im TV 1. FFC Turbine Potsdam gegen den FCR 2001 Duisburg – das rein deutsche Duell im Halbfinale der Champions League verspricht Spannung pur und da sagt auch das Fernsehen nicht nein . Der WDR überträgt das Hinspiel in Duisburg am Samstag, 9. April, live ab 15.25 Uhr, das Rückspiel soll am Sonntag, 17. April, 14.15 Uhr, live im ZDF zu sehen sein.

Modelabel Ballzauber gestartet In Köln wurde am Samstag das neue Funktions- und Lifestylebekleidungslabel Ballzauber vorgestellt. In Zusammenarbeit mit U20-Weltmeisterin Turid Knaak sowie Freestylerin Aylin Yaren entwickelte der Designer András Laube ein Kollektions- und Designkonzept für die erste Frauenfußballmarke in Deutschland. „Das wird krachen, denn das Tolle ist, dass man es nicht nur auf dem Fußballplatz tragen kann. Ballzauber schafft die Kurve zwischen Performance und Lifestyle“, so Nationalspielerin Sonja Fuss.

Marseille ruft Frauenfußball-Team ins Leben Olympique de Marseille will zukünftig auch im Frauenfußball mitmischen , wie der Verein am Wochenende bekanntgab. Im April sollen an zwei Tagen die 22 Spielerinnen gefunden werden, die dann ab September auf Punkt- und Torejagd gehen sollen. So schnell wie möglich will man dann von der District de Provence (4. Liga) nach oben klettern und in einigen Jahren in die Topliga aufsteigen .

Laudehr im CL-Halbfinale gesperrt Sportlich war Everton LFC im Viertelfinale der Champions League für den FCR 2001 Duisburg keine große Hürde, doch das Team hat sich unnötig selbst geschwächt. Torschützin Simone Laudehr beraubte sich durch eine unnötige Gelbe Karte des Halbfinal-Hinspiels gegen den 1. FFC Turbine Potsdam. Und auch Inka Grings und Mandy Islacker fingen sich in der Schlussphase den Gelben Karton ein, sollte im Halbfinal-Hinspiel eine weitere hinzukommen, wären die beiden jeweils für das Rückspiel in Potsdam gesperrt.

Neid sagt Nein zur ARD Bei der Live-Übertragung des DFB-Pokalfinales am vergangenen Samstag wollte die ARD in der Halbzeitpause Bundestrainerin Silvia Neid interviewen. Die hatte jedoch offenbar keine Lust und verärgerte nicht nur den Sender mit ihrer Absage, sondern fing sich einen Rüffel von DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach ein . Neid entschuldigte sich umgehend bei DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger – sie habe die Tragweite unterschätzt.

Chapman hat keine Lust auf die WM Nur drei Monate vor der Frauen-WM 2011 hat die englische Nationalspielerin Katie Chapman ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt . International Fußball zu spielen würde sich mit der Familie nicht mehr in Einklang bringen lassen. Ein schwerer Schlag für Nationaltrainerin Hope Powell, die nun doch recht kurzfristig ihre Planungen verändern muss. War diese zeitliche Belastung aber nicht schon lange absehbar?

Australischer Verband ohne Frauenfußball-Chefin In einem ungewöhnlichen Rundumschlag hat der australische Fußballverband (FFA) gleich neun hochrangige Mitarbeiter entlassen , drei weitere kamen ihrer Entlassung zuvor und räumten freiwillig ihre Posten, darunter auch der Kopf der Frauenfußball-Abteilung, Leeanne Grantham. Die Entlassungen gehören zu einem breiten Umstrukturierungsprogramm, das den Verband auf gesundere Füße stellen soll. Denn zuletzt hatte der FFA für die Saison 2009/10 einen Verlust von 4,25 Millionen Euro verkündet.