Die Tops und Flops der Woche 11/2011
Im Mittelpunkt der aktuellen Ausgabe unserer Tops und Flops stehen ein Bundesliga -Rückkehrer sowie die Entwicklung des Frauenfußballs in einem Nachbarland, aber auch chaotische Verhältnisse bei einem Erstligisten und eine geplatzte Live-Übertragung.
SC Freiburg macht Aufstieg perfekt Der SC Freiburg hat es geschafft: Mit einem 4:0-Sieg gegen die TSG Hoffenheim machte das Team aus dem Breisgau die Rückkehr in die Eliteklasse vorzeitig perfekt, da Konkurrent 1. FC Köln beim FCR 2001 Duisburg II verlor. In bisher 19 Ligaspielen ging Freiburg bisher nur ein einziges Mal nicht als Sieger vom Platz, eine wahrhaft meisterliche Leistung.
- FFC Frankfurt II kommt ins Rollen Neue Besen kehren gut heißt ein wohl bekanntes Sprichwort. Und auf den 1. FFC Frankfurt II trifft das hundertprozentig zu. Seit der neue Trainer Winfried Klein am Ruder ist , eilt die Zweitvertretung der Frankfurterinnen von Sieg zu Sieg. Der 2:0-Erfolg in Niederkirchen war bereits der dritte Sieg in Folge, so dass der Klassenerhalt wieder in greifbare Nähe gerückt ist.
Umfangreiche Live-Übertragungen von der Frauen-WM Für die einen ist es eine Selbstverständlichkeit, für die anderen eine kleine Revolution: Gleich 28 der 32 WM-Spiele werden ARD und ZDF in ihrem Hauptprogramm live übertragen . Dabei sah die ursprüngliche Planung nur die Live-Übertragung von 18 Spielen vor, neben der DFB-Elf wollte man nur Partien der Top-Nationen wie USA oder Brasilien zeigen. Und auch in anderen Ländern wird die WM zum TV-Highlight: So werden ESPN und ESPN 2 in den USA alle 32 Spiele live im TV ausstrahlen und zusätzlich im Web und auf mobile Endgeräte streamen.
Österreich: Startschuss für nationales Frauenfußball-Zentrum Bei seiner Wahl schrieb sich ÖFB-Präsident Leo Windtner auf die Fahnen, ein nationales Frauenfußball-Zentrum einrichten zu wollen. Nur wenige glaubten an eine rasche Umsetzung, doch schon zwei Jahre später ist der Startschuss für das ehrgeizige Projekt gefallen . Bereits im kommenden Schuljahr nimmt die Akademie in St. Pölten ihren Betrieb auf. In dieser Woche fiel auf einer Pressekonferenz in Wien der offizielle Startschuss. Rund 20 Mädchen, überwiegend aus den Jahrgängen 1995 bis 1997, werden beim Debüt dabei sein.
Turbulenzen in Jena Öffentliche Kritik, ein entlassener Geschäftsführer und das Einräumen von Defiziten – trotz des Klassenerhalts kommt Frauenfußball-Bundesligist FF USV Jena nicht zur Ruhe. Erst holte Geschäftsführer Markus Etzel zum öffentlichen verbalen Rundumschlag aus, dann wurde er umgehend vor die Tür gesetzt. Nun will der Vorstand alle notwendigen Maßnahmen treffen, um die Rahmenbedingungen zu verbessern. Das ist auch dringend nötig, wollen die Thüringerinnen in der kommenden Bundesligasaison bestehen.
Potsdams Champions-League-Spiel nicht im TV Viel Lob erntet Eurosport für sein Engagement bei der Ausstrahlung von Frauenfußball-Events, doch in dieser Woche hat der Sender ein klassisches Eigentor geschossen. Voreilig verkündete Eurosport eine Live-Übertragung des Viertelfinal-Rückspiels in der Champions League zwischen dem 1. FFC Turbine Potsdam und dem FCF Juvisy, um dann heimlich, still und leise die Partie wieder aus dem Programm zu kippen. Zwischen dem Sender und dem Verein konnte keine Übereinkunft zur Überlassung der TV-Rechte gefunden werden.
Recklinghausen vor dem Abstieg Der 1. FFC Recklinghausen muss wohl wieder für die Regionalliga planen. Denn das vorentscheidende Spiel im Kampf um eine letzte Chance um den Klassenerhalt ging am vorigen Sonntag auf eigenem Platz gegen die SG Sand mit 0:2 verloren. Rein rechnerisch kann das Team zwar noch die Teilnahme an den Relegations-Playoffs schaffen, doch dazu müsste der SC Sand seine verbleibenden vier Saisonspiele wohl allesamt verlieren und auch der formstarke 1. FFC Frankfurt II dürfte nicht mehr gewinnen.
Heftige Klatsche Zugegeben: Zweistellige Ergebnisse sind in den europäischen Frauenfußball-Ligen keine Seltenheit. Doch das Ergebnis des Spiels vom 15. Spieltag der rumänischen Liga zwischen dem FCM Târgu Mureş und dem SN Constanta hat es in sich: Bereits zur Halbzeit bahnte sich das Übel an, denn da stand es 9:0 für die Gastgeberinnen. Doch damit war der Torhunger noch nicht gestillt, am Ende schickte man den Gegner mit einer 20:0-Niederlage im Gepäck nach Hause. Interessiert hat das beim FCM Târgu Mureş jedoch offenbar niemanden, denn weder auf der vereinseigenen Website noch im Forum findet sich ein Hinweis auf das denkwürdige Ergebnis.