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2011

Die Tops und Flops der Woche 10/2011

In dieser Woche werfen wir einen Blick auf eine treffsichere Nationalspielerin und die beiden Topteams der Liga und beleuchten bittere Niederlagen in Liga eins und zwei.

Fünferpack von Okoyino da Mbabi Besser kann man eine Saison wohl kaum beenden. Nationalspielerin Célia Okoyino da Mbabi erzielte beim 5:1-Sieg des SC 07 Bad Neuenahr gegen Bayer 04 Leverkusen alle fünf Treffer ihres Teams (10., 21., 63., 71., 80.). Der scheidende Trainer Thomas Obliers nahm sie noch vor Spielende vom Feld, so dass sie beim Abgang die Bühne und den Applaus für sich alleine hatte.

Turbine macht Titel-Hattrick perfekt Wer vor drei Jahren vorhergesagt hätte, dass der 1. FFC Turbine Potsdam drei Meistertitel in Folge und dazu die Champions League gewinnen würde, hätte wohl nur wenig Zustimmung geerntet. Doch genau dies ist eingetreten und das Team von Trainer Bernd Schröder hat noch zwei weitere Trümpfe im Ärmel: den DFB-Pokal und die Champions League. Kommt nach dem Hattrick also auch noch das Triple?

  1. FFC Frankfurt im Torrausch Der 1. FFC Frankfurt musste zwar den Meistertitel der Konkurrenz aus Potsdam überlassen, doch mit 103 Toren in 22 Spielen hat das Team von Trainer Sven Kahlert in dieser Saison ein Offensiv-Feuerwerk der Extraklasse abgebrannt. Und die europäische Konkurrenz darf sich schon einmal warm anziehen, denn in der Saison 2011/12 nimmt Frankfurt erstmals an der Champions League teil. Und das Ziel ist schon jetzt klar, das Finale zu erreichen, denn das wird 2012 in München ausgetragen.

Eurosport macht sich beliebt Die Fernsehsender sind bei den Frauenfußball-Fans in der Regel nicht besonders beliebt, doch eine Ausnahme bildet Eurosport. Denn der Sportsender zeigt verstärkt sein Herz für den Frauenfußball. Am Mittwoch zeigte Eurosport das Potsdamer Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League live, eine Woche später werden sogar die Rückspiele beider deutschen Teilnehmer live übertragen. Dazu gibt in dieser Woche auf Eurosport 2 ein internationales Frauenfußball-Turnier aus Antalya. Und bei der WM sind Live-Übertragungen von allen Partien geplant.

Saarbrücken taumelt in Liga zwei Am dritten Spieltag der Bundesligasaison stand der 1. FC Saarbrücken nach einem guten Saisonstart auf Platz 4, doch nach und nach ging es bergab, Trainer Stephan Fröhlich meldete sich mit Erkrankung ab, das Team stolperte in Liga zwei, wo nun ein Neuanfang notwendig ist. Nur vier oder fünf Spielerinnen werden laut Trainer Tobias Jungfleisch dem Verein erhalten bleiben, der Vertrag mit der Isländerin Sif Atladóttir wurde bereits aufgelöst. Ein sofortiger Wiederaufstieg dürfte bei wachsender Konkurrenz extrem schwer werden.

Bittere Bayern-Klatsche Eine bittere 2:8-Niederlage musste der FC Bayern München zum Saisonabschluss beim 1. FFC Frankfurt hinnehmen, zu allem Überfluss auch noch live im Fernsehen ausgestrahlt in die heimischen Wohnzimmer. Keine gute Werbung und Bayern-Koordinatorin Karin Danner meinte erzürnt: „Das war beschämend.“ Die Bayern-Spielerinnen fingen sich eine empfindliche Strafe ein, die geplante Urlaubswoche wurde kurzerhand gestrichen, stattdessen ist Training angesagt. „Strafe muss sein“, so Danner.

Köln kann Freiburg-Schnitzer nicht nutzen Nach der überraschenden Heimniederlage des SC Freiburg gegen den 1. FFC Frankfurt II hätte der 1. FC Köln es in der Hand gehabt, noch einmal Spannung in die 2. Bundesliga Süd zu bringen. Doch nach der 1:2-Heimniederlage gegen den FV Löchgau dürfte sich das Thema Aufstieg für den 1. FC Köln erneut erledigt haben, im Breisgau kann man bereits fest für die 1. Liga planen.

Nigeria fürchtet deutsche Spione Wieder einmal macht ein afrikanisches Team vor einer WM von sich reden – und das nicht gerade durch eine professionelle Vorbereitung. Eucharia Uche, Trainerin von Deutschlands WM-Gruppengegner Nigeria, beklagt sich öffentlich , dass sie bei der Entscheidung für ein WM-Trainingslager in Deutschland außen vor gelassen wurde. Die deutschen Spione könnten nun wie in einem offenen Buch in ihrem eigenen Vorgarten die Vorbereitung der Westafrikanerinnen studieren.