Duisburg erkämpft sich drei Punkte
Der FCR 2001 Duisburg hat nach den Niederlagen in Potsdam und München zurück auf die Erfolgsspur gefunden. Am 19. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga taten sich die Duisburgerinnen gegen den SC 07 Bad Neuenahr jedoch über weite Strecken sehr schwer.
Beim 2:0-Sieg nahmen auf Duisburger Seite Femke Maes, Jennifer Oster, Anne van Bonn, Stefanie Weichelt und Kozue Ando zunächst auf der Bank Platz, von Beginn an dabei dafür diesmal Turid Knaak.
Bad Neuenahr überrumpelt Die Mannschaften standen kaum auf dem Platz, da erzielte Inka Grings (2.) nach Flanke von Simone Laudehr per Kopf auch schon das 1:0. Damit wurde die einzige echte Unaufmerksamkeit der Gäste direkt ausgenutzt, in der Folgezeit präsentierten sich die Kurstädterinnen gut. Sie unterbanden das Aufbauspiel des FCR und gingen beherzt in die Zweikämpfe.
Nicole Rolser scheitert doppelt Dafür fehlte dem SC im Abschluss die letzte Konsequenz. Zunächst traf Nicole Rolser nach Zuspiel von Lena Goeßling (13.) den Ball frei vor FCR-Torhüterin Christina Bellinghoven nicht richtig. Zwei Minuten stand sie erneut aussichtsreich, konnte jedoch die Flanke von der rechten Seite nicht annehmen.
Nachdem Bad Neuenahr das Aufbau- und Angriffspiel der Duisburgerinnen zunächst recht gut im Griff hatte, wurden die Duisburgerinnen in den letzten zwanzig Minuten vor der Halbzeit wieder etwas stärker. In der 33. Minute hatte Grings das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte jedoch im 1:1-Duell an SC-Schlussfrau Tina Gadziala.
Wenig Zwingendes in Halbzeit zwei Nach dem Seitenwechsel ergaben sich auf beiden Seiten wenig Chancen. FCR-Trainerin Martina Voss-Tecklenburg reagierte und wechselte in der 54. Minute van Bonn für Marina Himmighofen ein. Van Bonn nahm von da an die Sechser-Position ein, Luisa Wensing rückte in die Viererkette. Später wurde die Offensive mit Weichelt und Ando verstärkt. Insgesamt konnten sich jedoch beide Teams kaum zwingende Torgelegenheiten erarbeiten.
Möglichkeiten zum Ausgleich in der Schlussviertelstunde Als dann Popp in der 70. Minute doch einmal das gegnerische Tor traf, hatte Kunick wegen Foulspiel an Gadziala bereits vorher abgepfiffen, und in der letzten Viertelstunde hatte der SC durchaus die Möglichkeiten zum Ausgleich, doch Bellinghoven war stets zur Stelle. Zunächst behielt sie bei einem Schuss von Ramona Petzelberger (74.) die Oberhand, und in der 82. Minute rettete sie gegen die frei vor ihr stehende Nicole Rolser. „Es ärgert mich sehr“, so die junge Stürmerin nach der Partie über ihre vergebenen Möglichkeiten. Mit ihrem Team zeigte sie sich allerdings zufrieden. „Wir haben als Mannschaft gut gearbeitet und richtig Gas gegeben.“
Entscheidung durch Grings Dass man bestraft wird, wenn man seine Möglichkeiten nicht nutzt, zeigte dann Routinier Grings, die in der 89. Minute nach erneutem Zuspiel von Laudehr zum 2:0-Endstand traf. Zufriedenheit war bei Voss-Tecklenburg dennoch nicht zu erkennen. „Ein Spiel mit zwei Highlights“ sei es gewesen. Mehr als die beiden Tore habe es nicht zu bieten gehabt. „Wir haben keine gute Leistung gebracht“, so das deutliche Fazit der Trainerin, die für ihr Team eine Pause herbei sehnt. „Der Mannschaft merkt man die Verunsicherung und Belastung an. Wir müssen die Woche überstehen, dann haben wir wieder Luft und Zeit, bestimmte Dinge zu verbessern.“