Jena trennt sich von Zaunmüller – Kraus wird Interimstrainer
Frauenfußball-Bundesligist FF USV Jena hat sich nach nur wenigen Monaten mit sofortiger Wirkung von seinem Trainer Thorsten Zaunmüller getrennt. Und interimsweise bereits einen Nachfolger gefunden.
Bereits gestern Abend leitete der neue Assistenztrainer Dr. Michael Zahn das Training. Zaunmüller hatte Mitte Juni seine neue Arbeitsstelle angetreten, mit dem DFB-Pokalfinalisten der Vorsaison in den ersten elf Spielen aber nur acht Punkte geholt.
Im Pokal scheiterte man am 1. FFC Turbine Potsdam, am vorigen Wochenende verlor der FF USV Jena sein Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg trotz einer 1:0-Führung mit 1:4. Die negative Tendenz in den letzten Spielen, verbunden mit der hohen Anzahl an Gegentoren, haben die Verantwortlichen des Vereins zu diesem Schritt veranlasst, heißt es in einer Presseerklärung des Vereins.
Negative Entwicklung Jenas Geschäftsführer Markus Etzel erklärt: „Thorsten Zaunmüller hat mit großem Engagement und mit einer klaren Vorstellung die Mannschaft durch die Hinrunde geführt. Leider war aber in den letzten Spielen keine positive Tendenz mehr in der Entwicklung des Teams zu erkennen.“
Nachfolgeregelung noch ungelöst Etzel fügt hinzu: „Vor den alles entscheidenden Spielen im November sahen wir uns daher gezwungen mit der Option Trainerwechsel einen neuen Impuls zu setzen, wenn uns diese Personalie auch sehr schwer fällt. Wir reden gerade mit verschiedenen Kandidaten für Zaunmüllers Nachfolge, sehen aber in erster Linie die Mannschaft gefordert.“
Daniel Kraus wird Interimstrainer Als Übergangslösung wird Daniel Kraus neben Co-Trainer Michael Zahn die Trainertätigkeit des Bundesligateams des FF USV Jena übernehmen. Der seit Saisonbeginn als Torwarttrainer tätige ehemalige Spieler des FC Carl Zeiss Jena zeigte sich hochmotiviert für diese Aufgabe. Er absolvierte 34 Einsätze als Profi für den FC Carl Zeiss Jena und hat eine Ausbildung im Sportmanagement und als Sportfachwirt abgeschlossen.
Keiner der Trainer verfügt über die vom DFB geforderte Fußballtrainer A-Lizenz, weswegen abgeklärt werden muss, inwieweit diese Personalie Bestand haben kann. Diese interne Lösung erschien den Verantwortlichen des Vereins als die Beste, da der 26-Jährige die Mannschaft schon gut kennt und eine Vertrauenbasis vorhanden ist.