Duisburg kämpft Hjørring nieder

Von am 3. November 2010 – 16.49 Uhr 27 Kommentare

Der FCR 2001 Duisburg hat sich im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Fortuna Hjørring trotz eines Rückstands und zweier Gegentreffer eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel erarbeitet.

Vor 1 075 Zuschauern kam die Elf von Trainerin Martina Voss-Tecklenburg zu einem hart erkämpften 4:2 (2:1)-Sieg. Die glückliche Führung der Gäste durch einen Kopfball von Janni Arnth Jensen (16.) wandelten Turid Knaak (45.) und Luisa Wensing (45.+2) noch vor der Pause in eine verdiente Führung um. Inka Grings mit einem Drehschuss (56.) und die eingewechselte Mandy Islacker (82.) machten den Erfolg perfekt, Kristine Pedersen (54.) hatte den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt.

Kalte Dusche zum Beginn
Duisburg bestimmte von Beginn an das Geschehen, die Däninnen hatten Glück, dass Janni Arnth Jensen bei einer scharfen Hereingabe von Jennifer Oster nicht ins eigene Netz traf (13.). Wie aus heiterem Himmel ging Hjørring aber durch ebendiese Jensen in Führung, Julie Rydahl Bukh hatte eine Ecke maßgerecht auf deren Kopf gezirkelt (16.). Jensen stand erneut im Blickpunkt, als sie gegen Knaak einen Ball mit der Hand stoppte, der fällige Elfmeterpfiff von Schiedsrichterin Tanja Schett aber ausblieb (19.). Alexandra Popp traf per Kopf nur die Latte und zunächst schien das Glück sich gegen Duisburg verschworen zu haben. Bis kurz vor der Pause.

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Luisa Wensing

Luisa Wensing in Aktion ©Nora Kruse / ff-archiv.de

Knaak und Wensing drehen Partie
Da drang Knaak nach Pass von Marina Himmighofen mit einem feinen Solo in den Strafraum ein und verwertete kaltschnäuzig zum Ausgleich (45.). Doch es sollte noch besser kommen, Wensing setzte mit einem spektakulären Flugkopfball nach Freistoß von Popp den Ball zum 2:1 in die Maschen (45.+2). Auch in der zweiten Halbzeit war Duisburg Spiel bestimmend, doch wieder gab es eine kalte Dusche, denn Pedersen nutzte ein zentimetergenaues Anspiel, ließ Wensing stehen und hob den Ball geschickt über die aus ihrem Tor herauslaufende Uschi Holl zum Ausgleich ins Netz (54.).

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Islacker setzt Schlusspunkt
Doch Duisburg ließ sich nicht beeindrucken und antwortete postwendend. Nach schöner Vorarbeit von Oster und Simone Laudehr erzielte Grings aus der Drehung das 3:2 (56.), Islacker erhöhte nach kraftvollem Körpereinsatz von Popp in der Schlussphase zum verdienten 4:2-Endstand (82.).

Konzentration hoch halten
Voss-Tecklenburgs Fazit: „Wir selbst hätten mehr Tore schießen müssen; jetzt bleibt aber die Konzentration hoch. Ich bin auch überzeugt, dass wir weiter alle Karten zum Weiterkommen in der eigenen Hand haben.“ Zufrieden war sie vor allem mit der zweiten Halbzeit, denn „im ersten Durchgang haben wir die freien Räume vor dem Ball nicht entschlossen genug genutzt.“

Anerkennung vom Gegner
Fortuna-Trainer Flemming Nielsen gratulierte „zum verdienten Sieg; wir hätten das eine oder andere Tor zwar verhindern müssen, dafür hätte Duisburg aber andere Tore schießen können; soviel Druck auf unser Tor sind wir nicht gewohnt. Das Ergebnis ist also ok, durch unsere zwei Treffer sind wir aber noch im Rennen.“

Potsdam kann fürs Viertelfinale planen

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

27 Kommentare »

  • Webcam sagt:

    Na, da hat sich die kleine Provokation – die „haarsträubende Aussage“ – doch gelohnt …

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Webcam
    Das Wort „Provokation“ sollte im Kontext dieser oder anderer FF-Themen eigentlich keine Verwendung finden, da wir eher sach-/fachliche Dispute in den Mittelpunkt stellen sollten.

    Und zwei A.K.-Pro-Meinungen sind auch nicht der Weisheit allererster Schluß…
    Ausserdem war ich es, der Anregung zu dieser Diskussion gab, die noch lange nicht abgeschlossen sein muss.
    Dein Triumpf kommt also eindeutig zu früh! 😉

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  • laasee sagt:

    Bresonik, Krahn, Peter and Wensing will in my opinion be the best defense for Deutschland in WM2011.

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  • Paul sagt:

    Wensing gehört die Zukunft, aber 2011 ist zu früh.
    Ihr fehlt die Grundschnelligkeit, bei großen Mannschfaten wird Sie zu oft überlaufen. Aber Sie ist jung und kann an sich arbeiten.
    Was in Bezug auf Hingst—-schwer wird. Denn Schnelligkeit antrainieren —ist schwer.

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  • Webcam sagt:

    Eine Hervorrufung entsteht erst im Nachhinein nämlich dadurch, dass sich etwas hervorrufen lässt 😉
    Immerhin lerne ich, dass da jemand mit der DFB-Innenverteidigung der letzten Spiele, v.a. des letzten Spiels zufrieden war – liege ich da richtig?

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Webcam
    > Immerhin lerne ich, dass da jemand mit der DFB-Innenverteidigung
    > der letzten Spiele, v.a. des letzten Spiels zufrieden war – liege
    > ich da richtig?

    Wenn diese Frage ganz zufällig mir galt, dann kann ich nur mit einem kategorischem „NEIN!“ antworten, und das Eine hat mit dem Anderen nichts tu tun.
    Eine Krahn hätte die durchweg Kritik am Spiel der gesamten Mannschaft nicht urplötzlich in eitel Sonnenschein gewandelt – sie passt sich in ihrer Leistung meistens dem Rest an, als herauszuragen!
    Und nochmal, ich vergleiche nicht Pflaumen mit Aprikosen… 😉 Wobei Pflaume keineswegs despektierlich gemeint ist.
    Die Einordnung meiner Meinung in die Kategorie „Provokation“ entstammt übrigens Deinem Verständnis und nicht meiner Absicht, um das nochmal klarzustellen!

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  • laasee sagt:

    @Paul

    Yes, WM2011 might be too early for Wensing but already I have more confidence in her than Bartusiak.

    Also, playing in CL high pressure games is a good test for Lulle at the top level of club football.

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