Lässt die Schweiz den WM-Traum Dänemarks platzen?
Die Schweizer Frauenfußball-Nationalmannschaft hat es selbst in der Hand. Heute um 18.30 Uhr ( live im SSF ), tritt das Team in Aarau zum Playoff-Rückspiel gegen Dänemark an. Und die Ausgangsposition für die Schweizerinnen könnte kaum besser sein.
Denn nach dem überraschenden 3:1-Hinspielsieg in Vejle am vergangenen Montag könnte sich das Team von Trainerin Béatrice von Siebenthal sogar eine 0:2-Niederlage leisten und würde dennoch in die nächste Playoff-Runde einziehen, wo vemutlich Italien (3:0-Hinspielsieg in der Ukraine) als Gegner warten würde.
Schweiz erwartet stürmischen Gegner Von Siebenthal erwartet einen Sturmlauf der Däninnen : „Die haben nichts zu verlieren, also werden sie Vollgas nach vorne spielen.” Und die Schweiz sollte vor dem Gegner gewarnt sein, denn wie gefährlich die Skandinavierinnen an einem guten Tag sein könnten, zeigten sie etwa eine Runde zuvor, als man lange Zeit 2:0 gegen Schweden führte, bevor man erst nach Verlängerung im Duell mit dem Nachbarn den Kürzeren zog.
Überragende Qualifikation In der Gruppenphase der Qualifikation hatte Dänemark noch eine souveräne Leistung gezeigt, sechs von acht Spielen gewonnen bei einem Torverhältnis von 45:0. Nach dem unglücklichen Ausscheiden gegen Schweden war man auch gegen die Schweiz als klarer Favorit in die Partie gegangen. Doch nun hat die Schweiz alle Trümpfe in der Hand. Von Siebenthal setzt darauf, dass durch das Offensivspiel der Däninnen Räume entstehen werden. „Das wird Löcher geben, die wollen wir ausnutzen.“ Doch die Abwehr und Torhüterin Marisa Brunner dürften Schwerstarbeit zu verrichten haben.
Dänemark voll auf Offensive eingestellt Im dänischen Team ist man gewillt, die Fehler des Hinspiels diesmal zu vermeiden und vor allem mit einer besseren Einstellung in die Partie zu gehen. Dänemarks Trainer Kenneth Heiner-Møller erklärt: „Unser Hauptaugenmerk muss natürlich darauf liegen, Tore zu schießen. Wir müssen uns viele Chancen erarbeiten und das Spiel in die gegnerische Hälfte verlagern.“