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2010

Top-Teams wollen das Rennen eng halten

Durch die Siege des VfL Wolfsburg sowie des 1. FFC Frankfurt am vergangenen Wochenende ist der Kampf an der Spitze der Frauenfußball-Bundesliga wieder enger geworden. Am sechsten Spieltag erwarten die Top-Teams am Sonntag vermeintlich lösbare Aufgaben. Doch Selbstläufer gibt es keine, und so darf man gespannt sein, ob nicht doch einer der Favoriten ins Straucheln gerät.

Frankfurt will gute Leistung bestätigen Nach dem Auswärtssieg beim FCR 2001 Duisburg geht es für den 1. FFC Frankfurt im Duell gegen den FF USV Jena darum, die Leistung der Vorwoche zu bestätigen und den Kontakt zur Spitze nicht wieder abreißen zu lasen. Die Favoritenrolle liegt zwar beim FFC, doch unterschätzen will man den Gegner nicht. „In der vergangenen Saison konnten wir mit dem 3:0 auswärts sowie einem 3:1 zu Hause zwei Siege erarbeiten, die vom Spielverlauf nicht immer so deutlich waren, wie letztlich die Ergebnisse vermuten lassen“, resümiert FFC-Trainer Sven Kahlert. Der Respekt vor U20-Weltmeisterin Sylvia Arnold und Genoveva Anonma ist groß, und in Jena will man sich nicht kampflos geschlagen geben. „Wenn meine Mannschaft in der Defensivarbeit konzentrierter herangeht, als gegen Bayern München, wenn sie kämpft und rackert, können wir sicherlich etwas mitnehmen“, so USV-Trainer Thorsten Zaunmüller.

Duisburg will in Herford Wiedergutmachung Für den FCR 2001 Duisburg geht es dagegen nach der 1:2-Heimniederlage gegen Frankfurt im Gastspiel beim Herforder SV um Wiedergutmachung. Dabei denkt Duisburgs Trainerin Martina Voss-Tecklenburg laut über Veränderungen nach: „Wir werden in Herford und in Kasachstan sicherlich einiges verändern.“ Mit dem Einsatz der potentiellen Offensivkräfte Simone Laudehr und Alexandra Popp in der Abwehr ist man beim FCR nicht wirklich zufrieden, daher wird ein Strategiewechsel in Betracht gezogen. Derweil muss man mit Turid Knaak eine weitere Verletzte beklagen; aufgrund muskulärer Probleme wird sie nicht mit zum bislang punktlosen Aufsteiger fahren.

Bayern empfängt Saarbrücken „Wir haben in den beiden letzten Begegnungen zu wenig investiert. Wir hätten beide Spiele gewinnen können, sind aber jeweils als Verlier vom Platz gegangen. Wir brauchen am Sonntag absoluten Willen und Kampfgeist, dann können wir auch bei einem der Spitzenteams der Liga bestehen“, gibt Saarbrückens Trainer Stephan Fröhlich die Marschroute für das Spiel beim Tabellennachbarn FC Bayern München vor. Mit einem Sieg in Aschheim würden die Saarbrückerinnen mit dem FCB gleich ziehen, doch favorisiert sind die Gastgeberinnen.

Hamburg will Aufwärtstrend bestätigen Bis zur vergangenen Woche stand der Hamburger SV ohne Sieg dar, dann folgte der Auswärtserfolg beim 1. FC Saarbrücken. Im Duell mit Bayer 04 Leverkusen gilt es, diesen Trend zu bestätigen. Doch auch die Gäste sind nicht zu unterschätzen. Nachdem die Elf von Trainerin Doreen Meier zunächst für einen Überraschungserfolg gegen den VfL Wolfsburg gesorgt hatte, folgte in der vergangenen Woche ein Punktgewinn gegen die SG Essen-Schönebeck. Der Aufsteiger scheint in der Liga angekommen zu sein – eine weitere Überraschung in Hamburg ist nicht ausgeschlossen.

Wolfsburg muss zur SGS Der VfL Wolfsburg, momentan auf Platz zwei der Tabelle, muss derweil zur SG Essen-Schönebeck fahren. Die Saison läuft mit den Siegen gegen Frankfurt und Potsdam momentan gut für die „Wölfinnen“. Doch um sich dauerhaft in der Spitze festsetzen zu können, müssen auch die Spiele gegen Mittelfeldmannschaften gewonnen werden. In Leverkusen verlor das Team von Trainer Ralf Kellermann vor zwei Wochen bereits drei wichtige Punkte – in Essen gilt es Zähler mitzunehmen, um den zweiten Tabellenplatz zu sichern.

Potsdam will Tabellenführung verteidigen Trotz der Niederlage beim VfL Wolfsburg in der Vorwoche rangiert der 1. FFC Turbine Potsdam weiterhin auf dem ersten Tabellenplatz. Die Spitze wollen die Potsdamerinnen auch nach dem Heimspiel gegen SC 07 Bad Neuenahr behalten. Die Kurstädterinnen gewannen am vergangenen Sonntag mit 5:1 überraschend deutlich gegen den Herforder SV. Zwischen ihnen und Potsdam liegen momentan nur drei Punkte – ein weiteres Indiz dafür, dass der Kampf in der oberen Tabellenhälfte eng ist. Die Begegnung im Karl-Liebknecht-Stadion wird live auf DFB-TV übertragen.