U17-WM: DFB-Elf im Viertelfinale gegen Nordkorea

Von am 12. September 2010 – 22.49 Uhr 1 Kommentar

Die deutsche U17-Nationalmannschaft hat auch ihr drittes Spiel bei der WM in Trinidad und Tobago gewonnen und sich somit souverän als Gruppensieger für das Viertelfinale qualifiziert. Doch anders als in den ersten beiden Spielen tat man sich gegen Südkorea lange schwer. Im Viertelfinale geht es nun gegen Nordkorea.

Isabella Schmid erzielte beim 3:0 (0:0)-Sieg mit einem sehenswerten Schuss aus 22 Metern die Führung  (72.), Lena Lotzen sorgte mit einem Schrägschuss kurz darauf für die Entscheidung (76.). Die eingewechselte Silvana Chojnowski setzte in der Nachspielzeit den Schlusspunkt (90.+3).

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Langweilige erste Halbzeit
In der an Höhepunkten armen ersten Halbzeit gaben beide Teams nur einen Schuss auf das gegnerische Tor ab. Lena Lotzens Freistoß aus 20 Metern ging genauso über das Tor (32.), wie zwei Minuten zuvor ein Distanzschuss von Lee Geum Min (30.). Ansonsten wurde von beiden Teams fußballerische Magerkost geboten. Die DFB-Elf hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz, konnte jedoch kein Kapital daraus schlagen, weil man sich zu wenig bewegte, um die kompakte gegnerische Abwehr in Verlegenheit zu bringen.

Pfostentreffer von Südkorea
Beide Teams kamen mit deutlich mehr Schwung und Entschlossenheit aus der Kabine, und es waren zunächst die Südkoreanerinnen, die fast in Führung gingen. Yeo Min Ji sah, dass DFB-Torhüterin Lena Nuding zu weit vor ihrem Tor stand und zog aus 30 Metern einfach ab, der Ball prallte jedoch vom Außenpfosten ins Aus (53.).

Führung durch Schmid
Für die Deutschen war dies wie ein Weckruf, denn langsam verlagerte sich das Spiel immer mehr in die südkoreanische Hälfte. Schüsse von Melanie Leupolz (56.) und Lina Magull (61.) waren erste Anzeichen der Steigerung. Die DFB-Elf machte nun mehr Druck, Lena Petermann traf aus 12 Metern nur den Pfosten (63.). Einen Magull-Schuss konnte Südkoreas Torhüterin Kim Minah noch glänzend parieren, doch eine Minute später war sie bei einem platzierten 22-Meter-Schuss von Schmid machtlos (72.).

Feine Einzelleistung von Lotzen
Der Bann war nun gebrochen, und die DFB-Elf legte schnell nach. Lotzen zeigte am linken Flügel ihre Dribbelkünste, ließ eine gegnerische Abwehrspielerin aussteigen und erzielte per Schrägschuss das 2:0 und somit ihren vierten Turniertreffer (76.). Die eingewechselte Silvana Chojnowski drang in den Schlusssekunden bei einem Konter in den Strafraum ein und verwertete kaltschnäuzig zum 3:0-Endstand (90.+3).

Im Viertelfinale gegen Nordkorea
Im Viertelfinale trifft die DFB-Elf nun in der Nacht von Donnerstag, 16. auf Freitag, 17. September, ab 1.00 Uhr auf Nordkorea, den Zweiten der Gruppe A.

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Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

1 Kommentar »

  • expert1 sagt:

    SÜDkorea und Nordkorea haben auch bei der U20 WM bereits die sogenannten großen FF Nationen aufgemischt. Man sollte in diesem Falle klar sehen das dies eine politischen Hintergrund hat. FF ist die beste preiswerte Werbung dieser Länder. …………..Schauen sie mal welche Machthaber in Nordkorea tätig sind. SPORT ist auch POLITIK, Die FIFA verdient gut damit. Ich würde mich freuen auf die Begegnung SÜDKOREA gegen NORDKOREA. des SPORTES WILLEN……………….

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