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2010

Niederlage für Potsdam, Frankfurt schlägt Duisburg

Am fünften Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga hat Meister 1. FFC Turbine Potsdam beim VfL Wolfsburg die erste Niederlage einstecken müssen. Das zweite Spitzenspiel zwischen dem FCR 2001 Duisburg und dem 1. FFC Frankfurt sah einen späten Sieger.

Auch ohne die wegen der WM-Playoffs fehlenden Leni Larsen Kaurin und Martina Moser kam der VfL Wolfsburg zu einem überraschenden 2:1 (1:0)-Erfolg gegen den 1. FFC Turbine Potsdam. Zsanett Jakabfi machte den Sieg mit jeweils einem Treffer in beiden Halbzeiten perfekt (23. und 75.), der Anschlusstreffer von Yuki Nagasato kam zu spät (90.).

Wolfsburger Effizienz Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann analysierte nüchtern : “Wir haben natürlich nicht so einen guten Fußball gespielt, wie in den vergangenen Heimspiel. Aber wir haben unsere Möglichkeiten genutzt.” Turbine-Trainer Bernd Schröder meinte: “Ich gratuliere dem VfL zu diesem Erfolg. Sie haben heute das Notwendige getan, um uns zu schlagen. Sie haben nicht nur bis zum Ende gekämpft, sondern hatten natürlich auch das Glück, dass Alisa Vetterlein einige gute Möglichkeiten parierte. Wir haben leider nicht so Fußball gespielt, wie wir uns das vorgestellt haben.”

Wichtiger Dreier für Frankfurt Der 1. FFC Frankfurt feierte vor 1 520 Zuschauern im PCC-Stadion von Homberg einen verdienten 2:1 (1:0)-Erfolg. Dzsenifer Marozsan brachte ihr Team in der ersten Halbzeit mit einem schönen Linksschuss in Führung (34.), Linda Bresonik gelang der Ausgleich (52.). Doch die eingewechselte Conny Pohlers erzielte kurz vor Spielende den Siegtreffer (88.).

Schönes Tor von Marozsan Der Gast aus Frankfurt war über weite Strecken die Spiel bestimmende Mannschaft, machte aber zu wenig aus seiner optischen Überlegenheit. So hatten die Duisburgerinnen die besseren Chancen, Inka Grings (11.) und Jennifer Oster (25.) scheiterten aber aus aussichtsreicher Position. Doch der Gast ging nicht unverdient in Führung, als Marozsan eine Vorlage von Sandra Smisek trocken verwertete (34.).

Ausgleich durch Bresonik In der zweiten Halbzeit kamen die Duisburgerinnen besser in die Partie, agierten nun bissiger in den Zweikämpfen und auch ballsicherer, so dass der Ausgleich von Bresonik nach Kopfballvorlage von Simone Laudehr und vorheriger Unsicherheit von Nadine Angerer verdient war (52.).

Siegtreffer durch Pohlers Doch in der Schlussphase drückten die Frankfurterinnen noch einmal aufs Tempo und wurden belohnt, als die eingewechselte Conny Pohlers eine Hereingabe von Kerstin Garefrekes mit einem Drehschuss verwertete (88.).

Kahlert: „Glücklicher Sieg für uns“ Frankfurts Trainer Sven Kahlert meinte: „Duisburg hatte sicherlich auch Siegchancen, es war ein glücklicher Sieg für uns, aber das gehört auch mal dazu. Taktisch und fußballerisch war es kein Spiel auf besonders hohem Niveau, aber der Einsatz hat auf beiden Seiten gestimmt.“

Voss-Tecklenburg: „Niederlage nicht verdient“ Duisburgs Trainerin Martina Voss-Tecklenburg erklärte: „Die Mannschaft hat die Niederlage nicht verdient, ein Remis hätte dem Spielverlauf eher entsprochen. Das tut schon weh heute, weil wir an unsere Grenzen gegangen sind, aber wir haben Spielerinnen, die noch nicht die Fitness für 90 Minuten haben, trotzdem Kompliment an meine Mannschaft.“

Da Mbabi in Torlaune Der SC 07 Bad Neuenahr feierte einen ungefährdeten 5:1 (3:1)-Sieg gegen den Herforder SV. Lena Goeßling (6.) und zweimal Célia Okoyino da Mbabi (24., 31.) sorgten schnell für klare Verhältnisse, Laura Feiersinger gelang der Ehrentreffer (35.). Goeßling (79.) und erneut da Mbabi (86.) schraubten das Ergebnis in der Schlussphase dann noch in die Höhe.

Remis in Leverkusen Bayer 04 Leverkusen und die SG Essen-Schönebeck trennten sich 1:1 (1:0). Maren Henseler brachte die Gastgeberinnen kurz vor der Pause in Führung (43.), doch Irini Ioannidou sicherte den Gästen mit ihrem Treffer einen Punkt (63.).

Bayern souverän Die Münchnerinnen gewannen beim FF USV Jena auch ihr drittes Auswärtsspiel in dieser Saison und kamen zu einem ungefährdeten 4:0 (1:0)-Erfolg. Nina Aigner erzielte früh per Kopf die Führung (9.), nachdem Stephanie Milde für die Gastgeberinnen früh die Chance zur Führung hatte (2.). Petra Wimbersky (41.) ebenfalls per Kopf und Vanessa Bürki mit einem Volleyschuss aus 18 Metern in den Torwinkel (44.) sorgten noch vor der Pause für die Entscheidung. Wimberskys setzte mit ihrem zweiten Treffer per Nachschuss den Schlusspunkt (62.).

„Unser Stellungsspiel bei den Gegentoren war schlecht, so etwas darf nicht passieren”, ärgerte sich Jenas Trainer Thorsten Zaunmüller.

Saarbrücken verliert trotz Führung Im zweiten Vormittagsspiel musste der 1. FC Saarbrücken die zweite Niederlage in Folge einstecken. Gegen den Hamburger SV kassierte das Team auf eigenem Platz eine 1:3 (1:0)-Niederlage. Danielle Sweeney brachte ihr Team zwar Mitte der ersten Halbzeit in Führung (23.), doch Treffer von Kim Kulig (56.), Nicole Zweigler (65.) und Neuzugang Antonia Göransson (75.) bescherten dem HSV den ersten Saisonsieg.