Spitzenspiele in Duisburg und Wolfsburg

Von am 10. September 2010 – 0.17 Uhr 21 Kommentare

Am fünften Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga stehen gleich zwei Topspiele im Mittelpunkt des Interesses. Dabei müssen sowohl der 1. FFC Frankfurt beim FCR 2001 Duisburg als auch der VfL Wolfsburg gegen den 1. FFC Turbine Potsdam wegen der WM-Playoffs erneut auf wichtige Spielerinnen verzichten.

Der komplette Spieltag wird bereits am Samstag, 11. September, ausgetragen, da sich die deutsche Nationalmannschaft bereits am Sonntag trifft, in Vorbereitung auf das Länderspiel gegen Kanada am kommenden Mittwoch in Dresden.

Duisburg bangt um Bresonik und Popp
Beim FCR 2001 Duisburg versucht man aus der personellen Not eine Tugend zu machen. „Wir können nur wieder über Kampf und Einsatz zum Erfolg kommen“, so Trainerin Martina Voss-Tecklenburg. Zwar gehört Mandy Islacker erstmals wieder zum Kader, doch der Einsatz von Linda Bresonik und Alexandra Popp ist wieder einmal fraglich. „Wir werden bis zur letzten Minute warten und dann sehen, wer fit ist.“ Neben den Langzeitverletzten fehlt auch weiterhin U17-WM-Fahrerin Luisa Wensing.

Anzeige

Frankfurt ohne Schweden-Duo
Beim Gast aus Frankfurt muss man auf die beiden Schwedinnen Sara Thunebro und Jessica Landström verzichten, die mit Schweden gegen Dänemark zwei WM-Playoff-Spiele bestreiten. Trainer Sven Kahlert hofft auf eine ähnliche geschlossene Mannschaftsleistung wie beim 2:0-Erfolg in Duisburg in der Vorsaison. „Wir wollen unbedingt den ersten ‚Big Point‘ in dieser Saison landen und mit einem guten Spiel deutlich machen, dass wir am Ende der Runde ein Wörtchen bei der Vergabe der beiden ersten Plätze mitreden wollen.”

Frankfurt muss auf Sara Thunebro verzichten. (c) Nora Kruse, ff-archiv.de

Jetzt lesen
Bayern patzt, Wolfsburg zieht davon

Wolfsburg will Wiedergutmachung
Beim VfL Wolfsburg will man nach der überraschenden 2:3-Niederlage in Leverkusen ausgerechnet gegen Meister 1. FFC Turbine Potsdam Wiedergutmachung betreiben. Selina Wagner erklärt, wie das funktionieren soll: „Wir müssen einfach konsequenter werden, vor allem im Torabschluss und unsere Chancen, die wir sehr oft gut rauspielen, auch nutzen.“ Für die Potsdamerinnen steht die größte Bewährungsprobe der bisherigen Saison bevor. Turbine-Trainer Bernd Schröder erklärt: „Wir wissen, dass Wolfsburg in diesem Jahr eine sehr gute Mannschaft hat und eine sehr gute Vorbereitung absolvierte.“

Aufsteiger wollen an gute Leistungen anknüpfen
Bayer 04 Leverkusen hat nach dem Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg Blut geleckt und will im zweiten Heimspiel in Folge gegen die SG Essen-Schönebeck gleich den nächsten Sieg folgen lassen. Der Herforder SV zeigte sich bei der knappen Niederlage gegen den 1. FFC Turbine Potsdam zuletzt verbessert. Trainerin Tanja Schulte erklärt: „Der Spielverlauf gegen Potsdam sollte der Mannschaft genügend Selbstvertrauen eingeflößt haben, um auch in Bad Neuenahr zu bestehen. Dieses Selbstvertrauen müssen wir aber auch auf dem Platz demonstrieren.“ Ein Punkt heißt das Minimalziel. Der Gastgeber SC 07 Bad Neuenahr muss neben der Langzeitverletzten Lydia Neumann auf Sara Doorsoun (Muskelfaserriss) verzichten, Danique Stein ist ebenfalls zu den WM-Playoff-Spielen abgestellt.

Zwei Spiele um 11.00 Uhr
Den Auftakt machen bereits um 11.00 Uhr die Partien 1. FC Saarbrücken gegen Hamburger SV und FF USV Jena gegen den FC Bayern München. Auch ohne Ana Maria Crnogorcevic, die für die Schweiz das WM-Playoff-Hinspiel in England bestreitet und U17-WM-Teilnehmerin Lena Petermann hoffen die Hanseatinnen, im fünften Anlauf den ersten Saisonsieg landen zu können. Auch die Gastgeberinnen stellen in Noémi Beney eine Spielerin zu den WM-Playoffs ab.

Jena heiß auf Bayern
Der FF USV Jena will auf dem Nebenplatz 3 des Ernst Abbe Sportfeldes dem favorisierten Gegner ein Bein stellen. „Gegen die Münchenerinnen sind es immer heiße Spiele gewesen“, so Julia Arnold. „Gegen diese Mannschaft ist immer was drin gewesen und diesmal werden wir die drei Punkte zu Hause behalten.“  Und sie erklärt weiter: „Im Training spürt man das Kribbeln, alle sind heiß auf das Spiel und wir werden am Samstag körperlich und mental topfit in das Spiel gehen.“

Erneuter Wechsel im Bayern-Tor
Bei den Münchnerinnen wird bereits die dritte Torhüterin in dieser Saison zum Einsatz kommen. Für die verhinderte Andrea Schlemmer wird Nicole Maurer ihr Bundesligadebüt geben. Die Münchnerinnen müssen weiter auf sechs Spielerinnen verzichten:  Corinna Paukner, Ivana Rudelic, Katharina Baunach und Kathrin Längert sind verletzt, Clara Schöne und Lena Lotzen bei der U17-WM in Trinidad und Tobago.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

21 Kommentare »