Lichterfelde fiebert DFB-Pokal-Highlight entgegen
Für die Spielerinnen des Lichterfelder FC Berlin 1892 geht heute Abend ab 19.00 Uhr ein Traum in Erfüllung. Denn dann geht es in der 2. Hauptrunde des DFB-Pokals gegen keinen geringeren Gegner als Champions-League-Sieger 1. FFC Turbine Potsdam. Die Vorfreude auf das ungleiche Duell zwischen David und Goliath ist beim Regionalligisten riesengroß.
„Der sportliche Wert dieser Begegnung ist natürlich gering, denn es spielen lupenreine Amateurinnen gegen Profis. Wenn wir einen Zweikampf gewinnen oder eine schöne Aktion zeigen, ist das schon eine tolle Sache“, blickt Teamchef Peter Rießler im Gespräch mit Womensoccer der Partie entgegen. „Aber wir freuen uns natürlich sehr darauf, gegen einen Gegner zu spielen, der zur europäischen Spitze gehört.“
Stattliche Kulisse erwartet Seit der Auslosung, die dem Lichterfelde FC den prominentesten aller möglichen Gegner bescherte, wächst die Vorfreude von Tag zu Tag. „Das ist auch für den Verein ein großes Ereignis. Ich rechne mit mindestens 500 Zuschauern, eher mehr. Wir sind der Verein mit der größten Jugendabteilung in Deutschland, da wird jeder mobilisiert, sich den Champions-League-Sieger anzuschauen.“
Illustre Gäste Zahlreiche illustre Gäste aus Politik, Wirtschaft und Sport werden erwartet. Die LFC-Nachwuchsabteilung wird bei diesem Event ebenfalls beteiligt sein: Die B-Mädchen sind während der Partie als Ballmädchen im Einsatz, für die D-Mädchen ist um 16.45 Uhr ein Vorspiel beider Vereine im Stadion geplant.
Gelungene Generalprobe Ein wenig Selbstvertrauen konnten die Spielerinnen am Sonntag beim 2:0-Heimsieg gegen den 1. FC Union tanken, nachdem man das erste Saisonspiel beim FFC Dresden Rähnitz mit 1:2 verloren hatte. Wegen eines Kreuzbandrisses muss Lichterfelde aber auf seine Torjägerin Denise Neubauer verzichten, auch Anna-Maria Rießler fehlt wegen einer Sprunggelenksverletzung und dürfte in der Defensive schmerzlich vermisst werden.
Handshake als Highlight Auch für den Teamchef selbst ist das Duell mit Turbine Potsdam eine besondere Herzensangelegenheit. „Ich bewundere Bernd Schröder für sein Lebenswerk, was er aufgebaut und für den Frauenfußball in Deutschland getan hat. Das ist auch ein Erlebnis, ihm einmal die Hand zu schütteln.“