Lange Sperre für Kemme – Innenraumverbot für Kahlert

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U20-Weltmeisterin Tabea Kemme von Meister 1. FFC Turbine Potsdam ist vom DFB-Sportgericht wegen einer Tätlichkeit gegen die Gegnerin nach einer zuvor an ihr begangenen sportwidrigen Handlung für vier Spiele gesperrt worden. Frankfurts Trainer Sven Kahlert kam hingegen mit einer geringeren Strafe davon.

Die 18-Jährige hatte am vergangenen Sonntag beim 2:1-Sieg des 1. FFC Turbine Potsdam gegen den 1. FFC Frankfurt einen Einwurf aus kurzer Distanz ins Gesicht von Kerstin Garefrekes geschleudert und war danach von Schiedsrichterin Miriam Dietz vom Platz gestellt worden. Kemme ist bis zum Ablauf der Sperre für alle anderen Meisterschaftsspiele ihres Vereins ebenfalls gesperrt.

Tabea Kemme muss vier Spiele pausieren. (c) Nora Kruse, ff-archiv.de

Ein Spiel Sperre für Kahlert
Frankfurts Trainer Sven Kahlert ist es untersagt, sich beim nächsten Meisterschaftsspiel das von ihm betreuten Bundesligateam im Innenraum des Stadions aufzuhalten. Er hatte sich nach der Aktion von Kemme zu einem Schubser gegen die U20-Weltmeisterin hinreißen lassen. Beide Urteile sind rechtskräftig.

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Schenschtschina Futbolista
Schenschtschina Futbolista

Da wurde doch sowas wie ein Exempel statuiert!
Die Fragen der Angemessenheit und Vergleichbarkeit, wo z.B. geringere Strafen für Vergehen mit z.T. erhebliche Verletzungen des Gegners, die erfolgt sind bzw. billigend in Kauf genommen wurden, bleiben nach meinem Gefühl bei diesem Urteil auf der Strecke.
Hier gilt es auch nichts im Keime zu ersticken, also was soll das!

laasee
laasee

Does the Frankfurt coach also get punished?

Striker
Striker

Vielleicht sollte man die Rechtslage kennen bevor man sich äußert… für eine Tätlichkeit gibt es MINDESTENS sechs Spiele Sperre. Das kann gemildert werden auf MINDESTENS drei Spiele wenn es ein leichter Fall war oder vorher eine sportwidrige Handlung an der Spielerin begangen wurde. Leichter Fall liegt definitiv nicht vor wenn ich der Gegnerin den Ball ins Gesicht werfe. Nur wo hier vorher eine sportwidrige Handlung (wie im Urteil begründet) an Kemme begangen worden sein soll, bleibt mehr als rätselhaft. Hier wurde ein fadenscheiniger Grund gesucht, um nicht auf die Mindestsperre von sechs Spielen entscheiden zu müssen. Das Problem, das dem… Weiterlesen »

Ralf
Ralf

Und wie ich gerade gelesen habe; Herr Kahlert „nur“ ein Spiel Sperre wegen unsportlichen Verhaltens!?

NAJA! So sei’s dann!

Frank
Frank

@SF
Keine Ahnung von der Materie, aber hauptsache posten

@Striker / @Markus
Ja, es war eine sportwidrige Handlung von KG, trotzdem kann
T. KEMME mit der Sperre von 4 Spielen sehr zufrieden sein
(daher hat sie und Potsdam dem Urteil ja auch zugestimmt!)

Striker
Striker

Es müsste sich dabei aber um eine sportwidrige Handlung AN Kemme vorher gehandelt haben. Garefrekes verhält sich mit dem geringen Abstand nicht regelkonform, aber sie begeht dadurch keine sportwidrige Handlung an Kemme. Mit dem Ausnahmefall ist gemeint, dass ich eine Tätlichkeit am Gegner praktisch im Affekt begehe (nachdem ich von ihm gefoult oder vielleicht auch noch beschimpft/beleidigt wurde) und das können wir hier mit Sicherheit ausschließen. Zu geringer Abstand beim Einwurf oder Freistoß passiert jedes Spiel zigfach und rechtfertigt mit Sicherheit keine Strafmilderung für eine Tätlichkeit – es gab ja auch keine gelbe Karte für Garefrekes wegen Unsportlichkeit (was auch… Weiterlesen »

XLuluX
XLuluX

Damit wird Kemme genauso lang gesperrt, wie ein Diego vor 1 oder 2 Jahren, der seinen Gegenspieler mit 2 Händen am Hals zu Boden gewürgt hatte. Kemme hat im Vergleich dazu einen Ball in das Gesicht ihrer Gegenspielerin fallen lassen, die das dazu auch noch provoziert hat. Wie kann man das mit einer gleich langen Sperre ahnden?? Absolut keine Relation. :rolleyes Kahlert hingegen kommt noch ziemlich gut aus der Sache. Ein Werner Lorant hat für so eine Aktion mal ne hohe Geldstrafe kassiert. Eugen Hach und Norbert Meier haben eine 3-monatige Sperre bekommen. Letzterer wurde dabei auch noch von seinem… Weiterlesen »

Schenschtschina Futbolista
Schenschtschina Futbolista

@Frank
Für die Fachkompetenz haben wir ja Dich, und das zeigt sich sofort an Deinem sehr fundiertem Kommentar, der Deinen heissen Draht zu Kemme, Schröder und Turbine überhaupt nachweist.
Wie solltes Du auch sonst wissen, aus welchen Gründen man das Urteil hinnimmt und sogar, dass man war mit dem Urteil zufrieden war.
Das ist doch eindeutig nur Deine Fiktion und vermutlich komplett an der Realität vorbei! So eingeschränkt, wie die Möglichkeiten eines Vereins sind, erfolgversprechend und unkostenfrei gegen ein Urteil vorzugehen, so sind Deine dürftigen Zeilen.
Hauptsache, Giftpfeile verschiessen und sich selber als allwissend ausgeben!

Schenschtschina Futbolista
Schenschtschina Futbolista

@Striker
Auch für die Verursachung eines Verkehrsunfalls mit Todesfolge kann man mit 10 Jahren Gefängnis bestraft werden, wobei es durchaus nicht selten bei einer Bewährungsstrafe bleibt.

Und nein, es wäre keineswegs lächerlich, sondern zwingend notwendig gewesen, KG mit einer Gelben Karte zu belegen – auch das ist völlig regelkonform. Aber vermutlich fehlt Dir diese Seite im Regelwerk… 😉

laasee
laasee

4 games ban for Kemme is okay.
1 game ban for Kahlert is too little – 2 or 3 games would be better.

Lucy
Lucy

Ich finde beide „Strafen“ in Ordnung so !

Turbine kann TK bestimmt für die Zeit gut ersetzen.

Eric
Eric

Für mich ist die Sperre für Herrn Kahlert ein Witz, wer eine Spielerin auf dem Feld körperlich angeht, muss härter bestraft werden.

MBA
MBA

@Schenschtschina Futbolista
Es gibt keine „UNKOSTEN“, nur „KOSTEN“.

@Frank
Vorsicht, allwissend ist hier im Forum nur SF (bis auf das Themenfeld Betriebswirtschaft). Du machst Dich daher der Majestätsbeleidigung schuldig.

Striker
Striker

Markus: Spielverzögerungen sind unsportlich und werden zu viel geduldet, taugen aber noch nicht als Rechtfertigung für eine Tätlichkeit. Zum Beispiel war vor ein paar Jahren mal strikte Anweisung, gelb zu geben wenn ein Spieler sich nicht unverzüglich beim Freistoß vom Ball entfernt. Heute ist es wieder Standard, dass sich ein verteidigender Spieler vor den Ball stellt, um Zeit zu gewinnen – gelb gibt es dafür so gut wie nicht mehr. Trotzdem darf ich den Spieler nicht umschießen… und beim Freistoß, wo wirklich eine Torchance entstehen kann, ist die Situation ernster als bei einem belanglosen Einwurf an der Mittellinie. Garefrekes geht… Weiterlesen »

Gerd
Gerd

@XLuluX

Den Schubser von SK an TK mit der Kopfnuss von N. Meier gegen A. Streit zu vergleichen (zudem ließ sich N. Meier im Anschluss an die Aktion in einer schauspielerischen Glanzleistung zu Boden sinken
und spielte das Opfer), ist m.E. wirklich völlig abwegig.

Striker
Striker

@SF: ähm, nein. Tätlichkeit ist 6 Spiele bis ein halbes Jahr wenn keine Milderungsgründe vorliegen. Ein Verkehrsunfall mit Todesfolge ist eine fahrlässige Tötung, reicht von Geldstrafe bis 5 Jahren (und bis 2 Jahre ist auf Bewährung möglich). Ob Sport- oder Strafgericht, der Richter darf nur im gesetzlich erlaubten Rahmen entscheiden.

expert1
expert1

MBA sehr gut, sind sie MBA MEDI Ballsichere Angestellte …..Die Sperre für Kemme ist zuviel des guten. Aber hr. Schröder hat dies hingenommen. Er wird sich dabei schon was gedacht haben. An Alle ein Regelbuch besorgen, dann erst Urteile sprechen………….

expert1
expert1

Striker was du da schreibst hat mit Fair nichts zu tun, Wenn man die Fernsehbilder sieht (nachmal im DFB.TV ) hat KLEMME nur leicht geworfen, sieh wurde ja profoziert, und beim Einwurf behindert, So bekommt Klemme R O T, und KAHLERT auch ROT und jetzt kommts Frau Garefrekes auch G E L B. Von Kahlert war es ein Leichter Schubser Sperre OK. Aber KLemme vier Spiele ist zuviel, hätte sie mit voller wucht geworfen, nicht auszudenken was dann wirklich geschehen wäre. Es wurde nicht mit gleichen Maß geurteilt. Schade das hat mit FAIRPLAY des DFB SPORTGERICHTS nicht zu tun……………….

Steffen
Steffen

@Striker

Ich wollte auch meine Meinung dazu schreiben, aber nachdem ich deinen vorletzten Beitrag dazu gelesen habe, brauche ich das nicht mehr. Alles richtig geschrieben. Kemme hätte drüber schießen können, reklamieren, Mitspieler suchen können usw., aber nicht den Ball an der Mittellinie! einer Garefrekes ins Gesicht schießen! („fallen lassen“, irgendein Scherzkeks hat das weiter oben geschrieben) Glück für Kemme, für Potsdam ist es nicht schlimm, Bajramaj und Kessler sind deren unersetzliche Spielerinnen. Zu Kahlert: siehe Striker

djane
djane

Kemme, sie heißt immer noch Kemme- vielleicht könnte der „Experte“ das mal zur Kenntnis nehmen…