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2010

DFB-Pokal: Favoriten kommen spät auf Touren

In der 2. Hauptrunde des DFB-Pokals kam es am Ende zwar zu den erwartet klaren Favoritensiegen. Doch es dauerte in einigen Spielen länger als gedacht, ehe die Topteams ihrer Favoritenstellung gerecht wurden.

Meister 1. FFC Turbine Potsdam kam beim Lichterfelder FC zu einem ungefährdeten 8:0 (1:0)-Sieg, doch die stattliche Kulisse von 910 Zuschauern musste sich lange gedulden, ehe der erste Treffer fiel. Nadine Keßler brach in der 37. Minute den Bann, in der zweiten Halbzeit spielte der Champions-League-Sieger dann seine ganze Überlegenheit aus, Viola Odebrecht (49. und 78.), Yuki Nagasato (63. und 69.), Anja Mittag (71.), erneut Keßler (85.) und Marie-Louise Bagehorn (90.+1) schraubten das Ergebnis in eine standesgemäße Höhe.

Bresonik und Grings verletzt Der FCR 2001 Duisburg tat sich beim Herforder SV ebenfalls eine Halbzeit lang schwer, ehe der 6:0 (0:0)-Sieg unter Dach und Fach war. In dem wegen drohender Dunkelheit 15 Minuten früher angepfiffenen Spiel brachte Simone Laudehr den Favoriten erst in der 50. Minute in Führung, es folgten Treffer von Turid Knaak (58.), Jennifer Oster (60.), erneut Laudehr (61.), Kozue Ando (63.) und Barbara Müller (89.), die früh (26.) für Linda Bresonik ins Spiel kam. Die musste genauso mit muskulären Problemen vom Feld wie kurz nach der Pause Inka Grings, so dass sich die Personalsorgen bei den Duisburgerinnen zu verschärfen scheinen.

Bayern müht sich zum Sieg - drei Monate Pause für Paukner Trotz eines frühen Führungstreffers lief es auch beim FC Bayern München lange nicht rund. Beim 1. FFC Niederkirchen kam das Team zu einem 4:0 (1:0)-Sieg. Vanessa Bürki brachte die Gäste per Foulelfmeter nach Foul an Petra Wimbersky in Führung (5.), erst spät sorgte die eingewechselte Nicole Banecki (78.) mit einem Distanzschuss für die Vorentscheidung. Sonja Spieler (82.) und Julia Simic (86.) stellten den Endstand her. Hiobsbotschaft vor dem Topspiel gegen Duisburg: Torhüterin Kathrin Längert wird weitere drei bis vier Wochen pausieren müssen, Abwehrspielerin Corinna Paukner wird wegen einer Knorpelverletzung im Knie am Freitag operiert und wird rund drei Monate fehlen.

Frankfurt und Wolfsburg profitieren von Eigentoren Der 1. FFC Frankfurt zeigte sich von der Niederlage in Potsdam gut erholt und kam zu einem klaren 6:0 (2:0)-Sieg bei Bayer 04 Leverkusen. Melanie Behringer (21.), Kerstin Garefrekes (43.), Svenja Huth (53.), Meike Weber (57.), Jessica Landström (75.) mit ihrem ersten Treffer und Birgit Prinz (85.) sorgten für einen gelungenen Pokalabend. Der VfL Wolfsburg benötigte beim 5:0 (1:0)-Sieg gegen den 1. FC Lübars gar ein Eigentor von Michelle Rösler (42.), um kurz vor der Pause in Führung zu gehen. Andrea Wilkens (51.), Ivonne Hartmann (61.), kurioserweise ein zweites Eigentor von Rösler (68.) sowie ein Treffer von Melissa Wiik (78.) machten dann doch noch den klaren Sieg perfekt.

HSV und Essen souverän Wenig anbrennen ließ der Hamburger SV beim 4:1 (3:0)-Sieg beim TSV Jahn Calden. Ana Maria Crnogorcevic (16. und 23.) und Kim Kulig (45.) sorgten noch vor der Halbzeitpause für klare Verhältnisse. Arlene Rühmer gelang der Ehrentreffer (64.), ehe Nicole Zweigler für den Endstand sorgte (69.). Am frühen Abend hatten bereits die SG Essen-Schönebeck (7:0 gegen den Magdeburger FFC) und der FF USV Jena (4:2 nach Verlängerung gegen den SC Freiburg) ihre Pokalaufgaben gelöst. Für Essen trafen Melanie Hoffmann (25.), Katarina Tarr (37.), Caroline Hamann (39.), sowie zweimal Ana-Christina Oliveira-Leite (48. und 51.) und Michele Weissenhofer (56.).

Jena ringt Freiburg nieder, Bad Neuenahr wackelt Die Freiburgerinnen gingen war durch Essi Sainio (26.) in Führung, doch Stephanie Milde (53.) und Genoveva Anonma (70. Foulelfmeter) drehten die Partie zugunsten der Gastgeberinnen. Ein verwandelter Foulelfmeter durch Juliane Maier brachte den Gästen die Hoffnung zurück (87.), doch in der Verlängerung erwies sich der Erstligist als zu stark, Sylvia Arnold (94.) und Lisa Seiler (118.) machten den Sieger der Thüringerinnen perfekt. Der SC 07 Bad Neuenahr musste ebenfalls lange zittern, ehe Sara Doorsoun-Khajeh mit einem Treffer in der Nachspielzeit beim 1:0 (0:0)-Sieg bei Borussia Mönchengladbach ihr Team in die nächste Runde schoss. Der 1. FC Saarbrücken setzte seine Erfolgsserie auch im DFB-Pokal fort. Gegen den TSV Crailsheim siegte das Team mit 3:1 (1:0). Nina Rauch (6. und 64.) und Christina Arend (74.) trafen für die Gastgeberinnen, den Ehrentreffer erzielte Lisa Wich (79.).

Alle Ergebnisse der 2. Hauptrunde im DFB-Pokal im Überblick

SG Essen-Schönebeck – Magdeburger FFC 7:0 (3:0) TB Neckarhausen – 1. FC Köln 0:5 (0:2) FF USV Jena – SC Freiburg 4:2 (2:2, 0:1) n.V. FV Löchgau – 1. FC Lokomotive Leipzig 1:0 (0:0) n.V. VfL Sindelfingen – TSG 1899 Hoffenheim 1:2 (0:2) 1. FC Saarbrücken – TSV Crailsheim 3:1 (1:0) TSV Jahn Calden – Hamburger SV 1:4 (0:3) Herforder SV – FCR 2001 Duisburg 0:6 (0:0) 1. FFC 08 Niederkirchen – FC Bayern München 0:4 (0:1) Lichterfelder FC – 1. FFC Turbine Potsdam 0:8 (0:1) VfL Wolfsburg – 1. FC Lübars 5:0 (1:0) Tennis Borussia Berlin – FFC Oldesloe 0:3 (0:1) SV Werder Bremen – FSV Gütersloh 2009 2:3 (2:0) Borussia Mönchengladbach – SC 07 Bad Neuenahr 0:1 (0:0) Bayer 04 Leverkusen – 1. FFC Frankfurt 0:6 (0:2) BV Cloppenburg – SV Victoria Gersten (8. September)